KICKER: Wie Phönix aus der Asche

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Trotz des hervorragenden Saisonstarts ist beim FC Memmingen eine gewisse Demut angesagt. „Wir haben 25 Prozent von unserem Klassenerhalt in der Tasche“, rechnet Trainer Stephan Baierl (im Hauptberuf Lehrer an der Grund- und Werkrealschule Ulm) vor. Die bisher gesammelten 13 Punkte aus sechs Spielen bewertet er als schöne Momentaufnahme. Der Fast-Absteiger der vergangenen Saison hat jedenfalls die Kurve gekriegt. „Wir sind wie Phönix aus der Asche auferstanden“, freut sich Clubchef Armin Buchmann, dass es jetzt wieder rund läuft.

Der Erfolg hat verschiedene Säulen. Zum einen hat Baierl die eigenen Talente maßgeblich weitergebracht und zu Stammspielern geformt: „Wir haben viele junge und hungrige Spieler, die gut drauf sind und sich auch körperlich in einer super Verfassung befinden.“ Eine Folge: Die Routiniers Stefan Heger und Dennis Hoffmann, die später in die Vorbereitung eingestiegen waren, müssen hart um einen Startelfplatz kämpfen. In der Vergangenheit waren sie eigentlich gesetzt. Ein Beweis, dass sich die Qualität des Memminger Kaders verbessert hat, was auch daran liegt, dass Neuzugänge voll eingeschlagen haben. Mario Jokic spielt einen starken Abwehrpart, Olcay Kücük (im Bild) entpuppt sich als Vorlagengeber und Fatjon Celani sowie Patrik Dzalto beleben die Offensive.

Den Rückenwind des vierten Tabellenplatzes will der FCM mitnehmen, wobei die echten Prüfsteine in den nächsten Wochen warten. Jetzt kommen mit dem 1. FC Nürnberg II, dem FC Schweinfurt 05, Wacker Burghausen und Bayern München II bis Ende September die starken Gegner.

Ein wichtiger Mann wird ab Anfang September fehlen. Abwehrrecke Sebastian Schmeiser geht für drei Monate ins Ausland. Baierl hat als Vertretung aber schon einen Plan B im Kopf.

(KICKER-Sportmagazin vom 16.08.18 - Foto: Olaf Schulze)

 

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