Lukas Rietzler ist auch in Pipinsried gesetzt

Fuerth H01 Rietzler 300Richtig Spektakuläres, wie sein Traumtreffer Anfang August in Rosenheim, liefert Lukas Rietzler (links im Bild) vom Fußball-Regionalligisten FC Memmingen eigentlich nicht allzu oft ab. Was vielleicht seiner Position als Innenverteidiger oder auch als defensiver Mittelfeld-Sechser geschuldet ist. Gerade erst 21 Jahre alt geworden, gehört er unter Trainer Stephan Baierl aber unumstritten zu den gesetzten Spielern und bestritt in dieser Runde bislang alle Begegnungen. Lediglich einmal wurde er eine Minute vor Abpfiff vom Feld genommen. Auch im Auswärtsspiel morgen beim FC Pipinsried (16 Uhr) führt an ihm kein Weg vorbei.

Rietzler gehört zu den Nachwuchsleuten, die vergangene Saison in den Abstiegskampf hineingeworfen wurden und gestählt aus diesem hervorgegangen sind. Als Baierl zuletzt gegen den FC Ingolstadt II (1:1) die halbe Truppe umkrempelte, die Routiniers und Kapitäne Dennis Hoffmann und Stefan Heger mit der Bank vorliebnehmen mussten, führte der Marktoberdorfer die Mannschaft mit der Spielführerbinde aufs Feld. Auch eine Auszeichnung für seine beständig soliden Leistungen. Insgesamt lag der Altersschnitt der Feldspieler beim FCM nicht viel über dem der U23-Truppe der Gäste.

Dass es gegen Ingolstadt II in den ersten 20 Minuten hinten nicht gleich schiefgegangen ist, lag zu großen Teilen an Rietzler, der einige Male der zuverlässigen Ausputzer machte: „Das wird auch erwartet, aber auch die anderen Jungs haben einen guten Job gemacht“, sagt er bescheiden dazu. Die vielen anwesenden Scouts sollen aber nicht nur die Ingolstädter Talente sondern auch Memminger Spieler auf ihrem Zettel haben. „Ich hatte jedenfalls noch keine Kontakte“, macht sich der BWL-Student über die sportliche Zukunft noch keinen Kopf, „ich bin froh, dass ich beim FCM eine relativ wichtige Rolle übernehmen darf“.

Nun geht es nach Pipinsried. Der Dorfverein im Dachauer Land hat kürzlich Schlagzeilen gemacht, weil der langjährige Bundesliga-Profi Manfred „Manni“ Bender (zweifacher Deutscher Meister mit Bayern München) als gleichberechtigter Cheftrainer neben Fabian Hürzeler verpflichtet wurde. „Pipi“, wie die Macher dort selbst ihren Klub betiteln, verfügt über eine ganze Reihe starker Einzelspieler, die aber lieber auswärts als zuhause auflaufen. In der Fremde wurde zuletzt in Rosenheim gewonnen, zuhause gab es noch keinen Dreier. Nicht nur deshalb sieht Rietzler eine gute Chance, dass Memmingen selbst nach vier sieglosen Spielen dort selbst wieder voll punkten kann: „Mit der gleichen Einstellung wie gegen Ingolstadt nehmen wir was mit“.

(Archivfoto: Olaf Schulze)

 

Copyright © 2020 FC Memmingen e.V.
Designed by SMART-IT GmbH