Formuliert der FC Memmingen sein Saisonziel neu?

Gruber Liebherr 300Formuliert der FC Memmingen nach der starken Regionalliga-Vorrunde mit 29 Punkten sein ursprüngliches Saisonziel, den Klassenerhalt, neu? Fünf Rückrunden-Spiele sind es noch vor der Winterpause – drei Siege, dann könnte noch vor Weihnachten der Liga-Verbleib für ein weiteres Jahr frühzeitig feststehen. “Wir bleiben weiter auf dem Boden“, sagt FCM-Trainer Stephan Baierl vor dem letzten Flutlicht-Heimspiel des Jahres am Freitagabend (19.30 Uhr) gegen die wiedererstarkte SpVgg Oberfranken Bayreuth. Er will erst einmal die Ausbeute der nächsten Spiele abwarten.

Der Gegner ist ein Beispiel dafür, nicht übermütig zu werden. In der vergangenen Saison waren die Bayreuther als einer der Mitfavoriten gestartet, erfüllten diese Rolle einige Zeit, standen hinter 1860 München auf Rang zwei und stürzten mit einer beispiellosen Niederlagenserie ab. Am Ende mussten sie wie die FCM in der Relegation um den Klassenerhalt zittern.

Aber wenn es gut läuft, könnten die Memminger tatsächlich weiter in der Spitzengruppe mitmischen. Von Meisterschaftsambitionen redet freilich niemand. Hier scheint es wie von den Experten vorhergesagt, klar auf den FC Bayern München II hinauszulaufen. Aber es gibt es ja auch den inoffiziellen Titel der besten Amateurmannschaft zu vergeben, die in der nächsten Spielzeit im DFB-Pokal starten darf. Ob hier den professionell geführten FC Schweinfurt und Wacker Burghausen Paroli geboten werden kann, muss abgewartet werden. Aber zumindest „beste echte Amateurmannschaft“ zu werden, wäre auch etwas.

Die Vorrunden-Bilanz des FC Memmingen:

Bester Angriff: Zusammen mit Spitzenreiter Bayern München II stellt der FCM den besten Angriff der Regionalliga – allerdings haben die Bayern noch nicht alle Vorrunden-Spiele ausgetragen. Mit Jannik Rochelt (8 Treffer), Furkan Kircicek (7), Fatjon Celani (6) und Patrik Dzalto (5) verfügen die Memminger das beste Angriffsquartett.

Abwehr: Der FCM steht für Offensivfußball. 29 Gegentreffer sind ein vergleichsweise hoher Wert. Allerdings fielen von den wenigen Niederlagen zwei (1:5 in Schweinfurt, 1:4 in Augsburg) recht hoch aus, was diese Bilanz dann doch etwas relativiert.

Auswärtsstärke: Fünf Siege, zwei Unentschieden und nur drei Niederlage bedeuten hinter Bayern II und Schalding-Heining die drittbeste Ausbeute in der Fremde.

Heimbilanz: Aus sieben Auftritten vor eigenem Publikum wurden bislang „nur“ 12 Punkte geholt – allerdings wurde auch nur eine einzige Begegnung verloren. Das bedeutet Rang acht in dieser Wertung. In Rückrunde spielt der FCM aber öfter zuhause als in der Hinserie und hier das Ganze deutlich aufbessern.

Dauerbrenner: Torhüter Martin Gruber (links im Bild mit Torwarttrainer Michael Liebherr) absolvierte alle 17 Vorrunden-Spiele komplett und damit 1.530 Minuten. Nur eine einzige Minute versäumte Lukas Rietzler.

Fairplay: In der Hinrunde blieben die Memminger ohne Platzverweis. 36 Gelbe Karten bedeuten Rang vier in der Fairplay-Wertung.

Zuschauer: Zu den Punktspielen pilgerten bislang 1.056 Zuschauer im Schnitt in die Arena an der Bodenseestraße. Zusammen mit dem Pokalspiel gegen 1860 München waren es in dieser Runde insgesamt bereits über 11.000 Besucher.

(Foto: Olaf Schulze)

 

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