Regionalliga: Viktoria Aschaffenburg – FC Memmingen 0:1 (0:0)

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Aschaffenburg H04 Celani 300Der FC Memmingen ist der große Gewinner des 20. Regionalliga-Spieltags. Zum einen wurde stark ersatzgeschwächt das Auswärtsspiel bei Viktoria Aschaffenburg mit 1:0 (0:0) gewonnen. Zum anderen patzte die Konkurrenz. Weil Schweinfurt (2:2 in Bayreuth) und Burghausen (2:2 in Illertissen) nur Unentschieden spielten, schob sich die Mannschaft von Trainer Stephan Baierl nun schon auf den dritten Tabellenplatz vor.

Beim Blick auf das dezimierte Personal war der Erfolg in Aschaffenburg nicht unbedingt zu erwarten. Alle verbliebenen Feldspieler aus dem Regionalliga-Kader standen in der Startelf, auf der Bank saßen neben Ersatztorhüter Fabio Zeche ausschließlich Nachrücker aus der U21 von denen in der Schlussphase Luca Sirch und Marco Nickel noch ihr Viertliga-Debüt feiern durften. Olcay Kücük und Mario Jokic waren gesperrt. Jamey Hayse, Stefan Heger und Lukas Rietzler stehen auf der Verletztenliste. Patrick Dzalto fehlte ebenso. Marco Schad biss trotz Knieproblemen auf die Zähne.

„Für uns waren es, aufgrund unserer zahlreichen Ausfälle, drei glückliche Punkte“, freute sich Baierl nach einem nickeligen Spiel, in dem nur wenig Fluss aufkam, „in den ersten 20 Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Dann spielte nur noch Aschaffenburg“. Die Anfangsphase bestimmten die Memminger, sie wurden aber durch zahlreiche Foulspiele immer wieder gestoppt. Die Unterbrechungen zogen sich durch. Für die einheimischen Fans wurde Schiedsrichter Roman Potemkin (SV Friesen) deshalb zum Buhmann.

Fatjon Celani (im Bild) köpfte gleich nach der Pause eine Flanke von Philipp Boyer zum 0:1 und seinem achten Saisontreffer ein. Aschaffenburg fand keine Mittel, den Rückstand wettzumachen. Bei Verletzungsunterbrechungen lief die Zeit für den FCM. Weil zwischendurch auch noch die Fahne eines Linienrichters zu Bruch ging und Ersatz beschafft werden musste, legte Potemkin sieben Minuten obendrauf. Aber auch die Nachspielzeit konnte die Viktoria nicht nutzten. Im Gegenteil: Luca Dähn flog hier wegen wiederholten Foulspiels noch Gelb-Rot vom Platz. „Es war eine hitzige Partie“, behielt Baierl mit seiner Bank an diesem Nachmittag vor 1.114 Zuschauern den kühleren Kopf. Aschaffenburgs Trainer Jochen Seitz wurde wegen wiederholten Reklamierens dagegen aus dem Innenraum verwiesen.

Furkan Kircicek hätte bei einem Konter die Hausherren Mitte der zweiten Hälfte endgültig düpieren und mit dem zweiten Treffer für die Entscheidung sorgen können. So musste der knappe Vorsprung mit Glück, aber durchaus auch taktischem Geschick nach Hause gebracht werden. Auf der anderen Seite war Seitz jedenfalls mit dem Ergebnis bedient: „"Mit dem Spiel kann ich zufrieden sein, nicht aber mit unserer schlechten Chancenauswertung. Nach einem individuellen Fehler nach der Halbzeit haben wir das Tor kassiert und dadurch das Spiel verloren."

Für Memmingen bleibt dagegen das Stadion am Schönbusch ein gutes Pflaster. Hier wurde noch nie verloren. Auch insgesamt läuft es rund: Vier der letzten fünf Begegnungen wurden gewonnen. Im letzten Heimspiel des Jahres 2018 kommt es nun nächsten Samstag (14 Uhr) in der Arena noch zum Schwaben-Duell gegen die Bundesliga-Reserve des FC Augsburg.

Viktoria Aschaffenburg: Neuberger - Boutakhrit, Cheron (64. Harrer), Kizilyar, Dähn - Grünewald (83. Ech-Chad), Verkay, Toch (76. Desch), Fritsch - Schnitzer, Verkamp.

FC Memmingen: Gruber - Boyer, Heilig, Stoilov (83. Sirch), Lutz – Kircicek, Maier (81. Wohnlich), Hoffmann, Schad, Rochelt - Celani (89. Nickel).

Tor: 0:1 (47.) Celani. – Schiedsrichter: Potemkin (Friesen). – Gelbe Karten: Dähn, Kizilyar, Boutakhrit, Verkamp, Fritsch / Hoffmann, Boyer, Rochelt. – Gelb-Rot: Dähn (90. + 3 / Aschaffenburg / wiederholtes Foulspiel). – Besonderes Vorkommnis: Aschaffenburgs Trainer Seitz wurde auf die Tribüne verwiesen (70.).

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(Archivfoto: Olaf Schulze)