Regionalliga: FC Memmingen – FC Augsburg II 0:2 (0:1)

Augsburg H01 Hoffmann 300Die Herren „Wenn“ und „Hätte“ saßen beim FC Memmingen im letzten Regionalliga-Heimspiel des Kalenderjahres 2018 bestenfalls auf der Tribüne. Ja, wenn Mario Jokic nach einer Rochelt Ecke in der 13. Minute getroffen hätte oder wenn Furkan Kircicek seinen Antritt nach einer weiten Hoffmann-Vorlage reingemacht hätte, dann wäre das Schwaben-Duell gegen den FC Augsburg II sicherlich ganz anders gelaufen. Bei einer eigenen Führung hat Memmingen in dieser Saison nämlich noch kein Spiel aus der Hand gegeben. Weil dies nicht gelang, setzte es vor 845 Zuschauern eine 0:2 Niederlage und der „Derbyfluch“ hat weiter Bestand. Sechs der letzten sieben Vergleiche gegen die Augsburger Bundesliga-Reservisten gingen verloren.

„Beim Namen Augsburg bekommen wir schon langsam einen Komplex, bevor das Spiel überhaupt begonnen hat“, hatte FCM-Trainer Stephan Baierl schon eine böse Vorahnung aufgrund der Trainingsleistungen der Vorwoche und räumte ein, bei der Abschlusseinheit am Freitagabend laut geworden zu sein. Das Bemühen war am Samstagnachmittag zwar da. „Aber nur bemühen, reicht eben nicht. Wenn zwei der drei Offensivleute nicht in Form sind, dann auch nicht“, war die Niederlage für Baierl schnell erklärt. Die Gäste, die Abstiegskampf jetzt verstärkt auf die Dienste von Profi Jan-Ingwer Callsen-Bracker setzen, waren in der 38. Minute in Führung gegangen. Es war aber nicht einmal eine richtige Torchance. Furkan Kircicek fing einen verunglückten Abstoß noch vor dem Seitenaus ab, bei seinem Pass rutschte Marco Schad weg und so war plötzlich die Bahn für Augsburg frei. Dass Bastian Kurz den Ball durch die „Hosenträger“ von Torhüter Martin Gruber einschob, passte vollends ins Bild. Weil sich Baierl nach eigener Aussage „emotional, aber sachlich“ gleich nach dem Halbzeitpfiff bei Schiedsrichter Matthias Zacher beschwerte, warum die zahlreichen Foulspiele vom quirligen FCAler Josue Mbila ungeahndet blieben, wurde er vom Unparteiischen mit einer ganzen Schimpftirade in den Kabinenabgang begleitet.

Wären die Memminger ähnlich giftig wie Mbila oder Zacher in Durchgang zwei zu Werke gegangen, die Punkte wären in der Arena geblieben. Viel fiel den Hausherren gegen biedere Gäste nicht ein, ein Feuer konnte nicht entfacht werden. Was Jokic eingangs nicht gelang, schaffte auf der anderen Seite Jannik Schuster. Der Augsburger hielt nach einer Ecke seinen Fuß so hin, dass der Ball im Tor landete (69.). Mit dem 0:2 war es denn auch gelaufen.

Die Niederlage ist ärgerlich, denn sie war ein Dämpfer für aufkommende Fußballeuphorie im Allgäu. Alle sechs Regionalliga-Spitzenmannschaften – einschließlich des FCM – haben am 21. Spieltag nicht gewonnen. So dürfte sich der Anhang von München bis Schweinfurt und zwischen Burghausen und Eichstätt über die Entfernungen hinweg jeweils schwarzgeärgert haben, diese Chance nicht genutzt zu haben. Gleichwohl hat sich Lage nicht verändert. Weil der FC Memmingen weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz steht, hat der Vorsitzende Armin Buchmann für die Mitgliederversammlung am kommenden Donnerstag eine klare Aussage hinsichtlich einer Bewerbung für die 3. Liga angekündigt. Die Tendenz scheint „ja“ zu lauten.

FC Memmingen: Gruber - Kücük, Heilig, Jokic - Boyer (86. Maier), Hoffmann, Schad (77. Nickel), Lutz -Kiricek (66. Dzalto), Rochelt, Celani. – Trainer: Baierl.

FC Augsburg II: Niemann - Stanic, Callsen-Bracker, Jürgensen, Negrea - Mbila, Schwarzholz, Schuster, Greisel (C) (70. Feulner) - Kurz (79. Mergel), Rösch. – Trainer: Frankenberg.

Tore: 0:1 (38.) Kurz, 0:2 (69.). Schuster. - Schiedsrichter: Zacher (Nußdorf/Inn). - Gelbe Karten: Lutz / Kurz, Greisel, Negrea. - Zuschauer: 845.

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(Foto: Olaf Schulze)

 

 

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