Drittliga-Bewerbung und Regionalliga-Reform werden diskutiert

Buchmann Koch 300Die Mitgliederversammlung des Fußballclubs Memmingen am Donnerstagabend könnte in mehrfacher Sicht interessant werden. Aufgrund der aussichtsreichen Regionalliga-Platzierung will der Verein eine klare Aussage treffen, ob eine Bewerbung für die 3. Liga abgegeben wird. Wie im Vorfeld durchsickerte, will der FCM überraschend in das aufwändige Lizenzierungsverfahren gehen. Die Bewerbung muss - ungeachtet davon, ob es sportlich am Ende reicht oder nicht - schon jetzt angegangen werden. Die ersten Fristen enden bereits im Februar.

Zudem ist in Sachen Regionalliga-Reform in diesen Tagen wieder einmal Bewegung gekommen. Das Sportmagazin Kicker bezeichnete die Regionalliga-Reform als gescheitert. Aus der Zentrale des Deutschen Fußballbundes (DFB) hört sich das ganz anders an. Mit den erarbeiteten Vorschlägen einer Ad-hoc-Kommission will sich das DFB-Präsidium am 7. Dezember beschäftigen. Eine neue Regelung soll auf dem DFB-Bundestag im September 2019 beschlossen werden.

Ziel ist derzeit weiterhin die Reduzierung von bislang fünf auf bundesweit nur noch vier Regionalliga-Staffeln, deren Meister dann alle direkt in die 3. Liga aufsteigen. Der Vorschlag sieht vor, dass die Regionalligen Südwest und West beibehalten werden. Die Klubs der Regionalligen Nord, Nordost und Bayern sollen demnach auf zwei Staffeln verteilt werden. Sollen sich die drei betroffenen Verbände sich nicht darauf verständigen können, hätten Sie laut DFB „eine genaue Begründung darzulegen, wie stattdessen die beiden Aufsteiger in ihrem Gebiet zu ermitteln sind“.

Bayern hat bislang als mitgliederstärkster Verband und flächenmäßig größtes Bundesland auf eine eigene Staffel gepocht. Sollte es zu einer Regionalliga Südost kommen, dann ginge die Reise der bayerischen Vertreter auch nach Thüringen und Sachsen – der Anteil der bayerischen Vertreter würde schrumpfen. Der FCM-Vorsitzende Armin Buchmann (links im Bild) hat dazu eine klare Meinung und lehnt dies klar ab: „Gelder müssten dann aus dem Spielbetrieb abgezogen und für Reise- und Übernachtungskosten aufgewendet werden“. Für reine Amateurvereine wäre dies nicht zu stemmen. Höchstens dann, wenn auch in der Regionalliga wieder ausreichend Fernsehgelder fließen würden.

DFB-Vize und Präsident des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) Rainer Koch (rechts im Bild) hat derweil in der SPORTBILD wieder die Zwei-Teilung der 3. Liga ins Gespräch gebracht: „Dann hätten wir eine echte pyramidale Ligenstruktur und mit der Bildung der dann fünf oder sogar sechs Regionalligen überhaupt keine Probleme“.

Info: Die Mitgliederversammlung beginnt um 20 Uhr in der FCM-Stadiongaststätte. Zutritt haben nur Vereinsmitglieder und geladene Medienvertreter.

(Foto: BFV)

 

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