FC Memmingen will „Best of the Rest“ werden

Mering H02 Philipp Boyer 300Die Tabelle lügt zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht. Mit der Niederlage in Fürth sind für den FC Memmingen (5. Platz / 43 Punkte) die Chancen auf ein theoretisches Maß geschwunden, noch einmal an die beiden ersten Tabellenplätze heranzukommen. Der Rückstand auf Spitzenreiter VfB Eichstätt und den FC Bayern München beträgt 14 beziehungsweise 13 Punkte. Was bleiben also der Mannschaft von Trainer Stephan Baierl vor dem heutigen Regionalliga-Heimspiel gegen den SV Wacker Burghausen (6. / 38 Punkte) und den restlichen sechs Begegnungen noch für Ziele in dieser Saison?

Den Fans weiter attraktiven Fußball bieten: In Sachen Offensivkick kann sich heuer niemand beschweren. 46 erzielte Treffer zeugen vom drittbesten Angriff der Liga. Auch in der Gesamtrechnung ist der dritte Platz noch möglich – der FC Memmingen will „Best of the Rest“ werden. Das wäre dann auch die höchste Regionalliga-Platzierung, die der FCM je erreicht hätte. In der Saison 2016/17 waren die Memminger unter Stephan Anderl sportlich Fünfter, 2014/15 mit dem Gespann Christian Braun/Thomas Reinhart Siebter. Baierl hat auch schon nachgeguckt, ob das auch mit der besten Punkteausbeute noch zu schaffen wäre. Da gilt es aus der Spielzeit 2012/13 die Marke 55 zu knacken – das reichte damals in einem Feld mit 20 Mannschaften zu Rang neun. Damit fehlen heuer noch 13 von 21 noch zu vergebenden Zählern …

Das Zünglein an der Waage spielen: Wenn auch der FCM Eichstätt und Bayern II nicht mehr abfangen kann, redet er dennoch ein gewichtiges Wort um die Vergabe des Meistertitels mit. Nach dem Burghausen-Heimspiel geht es nämlich nach Eichstätt und am Ostersonntag kommen die Jung-Bayern an die Bodenseestraße. Zu diesem Topspiel an einem attraktiven und konkurrenzlosen Termin wird eine große Kulisse erwartet. Es waren gegen diesen Gegner schon mal fast 4.000 Zuschauer. Im Vorjahr kamen – zufällig auch am Ostersonntag – gegen die Münchner trotz Schneetreiben rund 1.700 Besucher. Das 0:0 bedeutete weiter Hoffnung für den FCM im Abstiegskampf, für die Münchner dagegen das Aus gegen 1860 im Meisterschaftsrennen.

Auch in der Abstiegsfrage führen die Wege der gefährdeten Teams Pipinsried, Ingolstadt II und Schalding-Heining noch über die Allgäuer. Und schließlich könnte am vorletzten Spieltag beim Derby in Illertissen noch ermittelt werden, wer die aktuelle Nummer eins im schwäbischen Amateurfußball ist. Die Saison bietet dem FC Memmingen also noch einiges an Spannungsfaktoren.

Aufbauarbeit für die kommende Saison: Es haben weitere Akteure verlängert. Neben den Stammkräften Philipp Boyer (im Bild) und Marco Schad sind dies einige Perspektivspieler. Die U21-Leute Jakob Gräser, Timo Lutz, Marco Nickel, David Remiger, Luca Sirch und Roland Wohnlich standen bereits im Regionalliga-Kader und kamen teilweise zu Kurzeinsätzen. Sie könnten zum Saisonende noch Praxis auch in Liga vier erhalten und weiter an höhere Aufgaben herangeführt werden. Für Lukas Rietzler stehen zudem die Zeichen auf Comeback. Nach seinem Wadenbeinbruch steht er nach fast sechs Monaten Pause wieder im Mannschaftstraining und soll in dieser Runde nochmal eingreifen.

(Foto: Olaf Schulze)

 

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