Mit Kampfansage zum Top-Team

Kircicek Heger Schmeiser 300Im jüngsten Heimspiel der Regionalliga-Kicker des FC Memmingen (5. Platz/43 Punkte) gegen Wacker Burghausen schnürte FCM-Offensivmann Furkan Kircicek (links im Bild) einen Doppelpack (seine Saisontreffer Nummer zehn und elf) zur zwischenzeitlichen 2: 0-Führung. Und doch reichte es nicht zum Sieg. Drei Gegentore in der zweiten Halbzeit, zwei davon in den letzten zehn Minuten, bedeuteten die zweite Schlappe in Serie (2: 3; zuvor 2: 4 in Fürth). „So etwas darf uns nie mehr passieren, wir müssen das besser verwalten“, sagt Kircicek ernst und ergänzt: „Das müssen wir lernen, damit kann niemand zufrieden sein.“ Chance zur Wiedergutmachung gibt es an diesem Samstag ab 14 Uhr. Doch beim Tabellenzweiten VfB Eichstätt (60 Punkte) hängen die Trauben hoch.

Nach dem Burghausen-Spiel seien alle enttäuscht gewesen, dass die drei Punkte kurz vor Schluss noch „abgeschenkt“ wurden, berichtet Kircicek. Er erinnert sich: „Das war richtig bitter. Die erste Halbzeit war mehr als überzeugend von uns, wir hätten noch mehr Tore schießen können – und dann hat Wacker mit drei Chancen drei Mal getroffen.“ Nun wolle das Team eine Reaktion zeigen: „Wir haben uns fest vorgenommen, die beste Regionalliga-Saison in der Geschichte des FCM zu spielen.“ Diese ist bislang die Spielzeit 2016/17: Damals wurde Memmingen letztlich mit 52 Zählern Vierter. In noch sechs zu spielenden Partien gilt es für die Allgäuer demnach, mindestens zehn Punkte zu ergattern und einen Platz in der Rangliste gutzumachen. „Also müssen wir gewinnen. Wir fahren da nicht hin, um mit leeren Händen zurückzukommen“, gibt sich Kircicek kämpferisch.

Soll eine solche Top-Platzierung sein Abschiedsgeschenk für die Memminger Fans sein? Der Vertrag des Flügelspielers läuft aus. „Ich habe schon noch den Traum, mal Profi zu werden“, antwortet der 22-Jährige. Er ergänzt: „Ich bin jetzt in einem Alter, wo ich sagen muss: Wenn ich es jetzt nicht versuche, wann denn dann? Wenn ein gutes Angebot kommt, muss ich es mir überlegen.“ Mit aktuell elf Toren und neun Vorlagen dürfte der flinke Techniker auch den einen oder anderen höherklassigen Klub auf sich aufmerksam gemacht haben. Ein Verbleib beim FCM scheint momentan unwahrscheinlich, sportlich würde sich Kircicek, der in Kaufbeuren wohnt und in Türkheim als Speditionskaufmann in Vollzeit arbeitet, gerne verbessern. Anfragen habe es bereits gegeben. Bevor er eine Entscheidung fällt, will er sich allerdings auf die kommenden Aufgaben konzentrieren.

Mit Eichstätt wartet nun ein echtes Spitzenteam auf die Maustädter. Seit sieben Partien sind die Oberbayern ungeschlagen (sechs Siege), fünf Begegnungen haben sie zuletzt in Folge gewonnen. Schon seit nunmehr 13 Spieltagen rangieren sie auf Rang zwei der Tabelle und haben inzwischen schon fast zur übermächtig erscheinenden Reserve des FC Bayern München aufgeschlossen. Im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison verloren die Allgäuer vor eigenem Publikum mit 0: 2. „Sie verteidigen kompakt und sind nach vorne immer gefährlich – da ist viel Qualität da“, glaubt Kircicek. Der VfB sei eine eingeschworene Truppe und äußerst heimstark: „Das Stadion dort ist sehr eng geschnitten und die Fans sind ganz nah am Feld. Das wird ein hartes Stück Arbeit.“ Schlüssel zu einem möglichen Erfolg sei eine sichere Defensive. Wichtig sei auch, nicht früh in Rückstand zu geraten. „Und wenn wir in Führung gehen sollten, dürfen wir es dieses Mal nicht mehr aus der Hand geben“, sagt Kircicek lachend.

(Von Jan-Mirco Linse - Allgäuer Zeitung vom 13.04.19 - Foto: Olaf Schulze)

 

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