Englische Woche: Am Dienstag zuhause gegen Bayreuth

Watanabe 300Zwei Auswärtsniederlagen zum Auftakt in Illertissen und Nürnberg liegen hinter dem FC Memmingen. Zwei starke Gegner hat der Allgäuer Regionalligist mit dem erklärten Meisterschaftsfavoriten Türkgücü München und Vizemeister VfB Eichstatt vor der Brust. Dazwischen liegt eine „englische Woche“ mit der heutigen (Dienstag) Heimpremiere (Anpfiff 19.30 Uhr) gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth, die eigentlich auch hoch eingeschätzt wurde, wie Memmingen aber einen Fehlstart hingelegt hat. Beide stehen also bereits am 3. Spieltag unter einem gewissen Zugzwang.

FCM-Präsident Armin Buchmann hatte es insgeheim schon befürchtet, dass es das Auftaktprogramm gewaltig in sich hat: „Die Mannschaften, die wir schlagen müssen, kommen erst noch“. Bis dahin wäre es aber dennoch gut, denen einen oder anderen Punkt auf die Habenseite zu bekommen. Was Buchmann zuversichtlich stimmt: Die Leistung beim 0:2 in Illertissen und 0:1 bei den Club-Amateuren stimmte. Allerdings die Ergebnisse und die Trefferausbeute nicht. Die Chancen waren da, der Knipser fehlte. Fatjon Celani hat ja bereits in der vergangenen Saison unter Beweis gestellt, dass er es kann. Zumindest für eine Halbzeit reichte es zuletzt beim Comeback nach seiner Verletzungspause, die sich durch gesamte Vorbereitung zog. Ein Unruheherd vorne wäre auch Natsuhiko Watanabe (rechts im Bild), für den gerade an anderen Fronten gekämpft wird. Ob es mit der Aufenthalts-, Arbeits- und damit auch Spielerlaubnis bis Dienstagabend, erst in ein paar Wochen oder überhaupt klappt, vermag der sportliche Leiter Bernd Kunze nicht mehr zu sagen. Er hängt jedenfalls ständig am Telefon und in Warteschleifen der Arbeitsagentur und Ausländerbehörde in Aalen, von wo Watanabe kam.

Personelle Sorgen dieser Art gibt es in Bayreuth nicht. Die Mannschaft der vergangenen Runde blieb weitgehend zusammen, ist also eingespielt. Dazu gab es Verstärkungen, die aufhorchen ließen, unter anderem Kodjovi Kossou vom TSV 1860 München, Philip Messingschlager vom FC Schweinfurt 05 und zuletzt Sascha Marinkovic. Der 26-jährige hatte sich im vergangenen Winter überraschend in Burghausen abgemeldet, war bei den Münchner „Löwen“ im Gespräch und ist – nachdem es dort nicht geklappt hat, jetzt bei der Spielvereinigung gelandet. Kein Wunder, dass so mancher Konkurrent die Bayreuther mit aufs Favoritenschild hob.

Nach den Niederlagen in Aschaffenburg (0:4) und daheim gegen Garching (1:3) sieht die Realität anders aus – nämlich nach einem Fehlstart, wie schon vor einem Jahr. Auch wenn durch den Aus- und Umbau des Hans-Walter-Wild-Stadions die Grundlage für die Weiterentwicklung und den Traum von der 3. Liga gelegt wurde, bleibt Trainer Timo Rost auf dem Boden: „Dass andere Trainer uns als Titelkandidaten nennen, ehrt und freut uns. Allerdings wäre es vermessen, über den Aufstieg zu reden, nachdem wir in der abgelaufenen Saison lange Zeit gegen den Abstieg gespielt haben. Wir haben den Anspruch, uns weiterzuentwickeln und der Gefahrenzone von Beginn an fernzubleiben“. Wer im „Duell der Enttäuschten“ am Dienstagabend leer ausgeht, wird jedenfalls erst einmal hinten drin hängen.

(Archivfoto: Olaf Schulze)

 

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