FC Memmingen schon früh unter Druck

Fuerth H01 Rietzler 300„Natürlich ist die Situation alles andere als schön“, sagt Lukas Rietzler (links im Bild), Kapitän des Fußball-Regionalligisten FC Memmingen. Noch stehen die Allgäuer ohne Punkte da – vier Mal setzte es Niederlagen. Heute steht die nächste schwere Aufgabe an: Mit dem VfB Eichstätt gastiert der Vorjahreszweite in der Arena, der derzeit mit zwei Siegen aus drei Spielen (sechs Punkte) Fünfter ist. Die Allgäuer rangieren indes auf Rang 17 und sind Vorletzter.

Rietzler ist aber zuversichtlich, dass sich die Mannschaft schon heute wieder fängt, auch wenn sich die Gäste in der Vorsaison zweimal durchsetzten (2: 1 in Eichstätt und 2: 0 in Memmingen). „Wir waren eigentlich beide Male die bessere Mannschaft. Eichstätt spielt immer mit vielen hohen Bällen. Wir wissen das und sind gut darauf eingestellt“, erklärt er. Auch in den vergangenen Wochen sei beim FCM keinesfalls alles schlecht gewesen. Rietzler: „Wir haben streckenweise gut gespielt. Aber dann haben wir uns zum Teil durch dumme Fehler die Bälle selbst reingelegt.“ In solchen Situationen brauche ein Team erfahrene Spieler. Doch der FCM habe einen Altersdurchschnitt von gerade einmal knapp 23 Jahren. „Wir müssen lernen, in solchen Situationen nicht in Panik zu verfallen“, sagt der Kapitän.

So habe Memmingen etwa beim 0: 2 in Illertissen dominiert, aber die Chancen nicht genutzt. Das 0: 1 in Nürnberg sei knapp gewesen, ebenso das 2: 3 zuhause gegen Bayreuth. Beim 2: 4 gegen Türkgücü München steigerten sich die Allgäuer im zweiten Durchgang. Positiv sei zudem, dass die Mannschaft inzwischen auch Tore schießt, nachdem die ersten beiden Saisonspiele jeweils ohne eigenen Treffer verloren gegangen waren.

Mental sei der Druck jetzt natürlich groß, erzählt der 21-Jährige: „Es sind zwar nicht mehr viele Spieler von damals übrig, aber bei mir weckt das Erinnerungen an vorletzte Saison. Da sind wir nach einem schlechten Start nie wirklich hinten rausgekommen.“ Dennoch gelte es, in den kommenden Spielen einen klaren Kopf zu bewahren. „Wir müssen jetzt ruhig bleiben. Dann kommen die Punkte von alleine“, sagt der Thalhofener, der engagiert vorangehen will.

Das Team habe sich nach dem Umbruch mit zehn Abgänge und elf Neuzugänge erst finden müssen, sei aber weiterhin auf einem guten Weg. Hinzu komme das schwere Auftaktprogramm der Memminger. Rietzler erklärt: „Wir haben schon vor der Saison gewusst, dass es gegen diese Gegner hart wird. Ich denke, die meisten Teams, die wir schlagen müssen, kommen erst noch.“ Der Klub habe zwar im Sommer durch Abgänge viel Erfahrung und Qualität im Kader verloren, sei aber mit seinen Neuzugängen dennoch gut aufgestellt. „Allein Furkan Kircicek hat vergangene Saison 14 Tore geschossen. So ein Spieler ist nicht so leicht zu ersetzen. Aber wir können das zusammen auffangen.“ In das Spiel gegen Eichstätt geht der 21-Jährige jedenfalls trotz allem mit einem guten Gefühl: „Wir haben die ersten Punkte fest im Blick.“

(Von Jan-Mirco Linse - Allgäuer Zeitung vom 02.08.19 - Foto: Olaf Schulze)

 

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