Pokal: Der weite Weg nach Wasserburg

Pokal Logo 300 150Beim FC Memmingen läuft es derzeit nicht wirklich rund. In der Regionalliga auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht, steht in der 2. Runde des BFV-Toto-Pokals nun unter der Woche eine weite Auswärtsfahrt an. Durch eine peinliche Einteilungspanne des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) müssen die Allgäuer am Dienstag 190 Kilometer einfach bestreiten, um beim TSV 1880 Wasserburg anzutreten (Anpfiff 19 Uhr). Kottern, Landsberg, Augsburg oder sogar Dachau wären naheliegender gewesen.

Bei der „Auslosung“ waren die Töpfe eigentlich nach regionalen Gesichtspunkten zusammengestellt worden. Nur dumm, dass beim BFV Wasserburg am Inn mit Wasserburg bei Günzburg verwechselt wurde. Dabei sollte der Bayernliga-Tabellenführer den Verbandsverantwortlichen eigentlich schon ein Begriff sein. Spielleiter Josef Janker hat sich für den Fehler entschuldigt, es bleibt aber bei der Ansetzung. Korrekterweise hätte die Auslosungszeremonie, mit Brimborium auf Facebook live übertragen, zum großen Teil wiederholt werden müssen. Der FCM schluckte die Kröte, denn in der augenblicklichen Situation sieht man leisere Töne eher als angebracht.

Gleichwohl ist der TSV Wasserburg der stärkste Gegner, den die Konstellation bescheren konnte und gegen den es das Pokalaus zu verhindern gilt. Die Richtung beim Gegner zeigte in den vergangenen Jahren nur in eine Richtung: Nach oben. In den vergangenen sechs Jahren gab es nur Aufstiege von der A-Klasse bis zur Bayernliga. Hier steht der Aufsteiger schon wieder an der Spitze, ist noch ungeschlagen und holte 19 von 21 möglichen Punkten. Der Durchmarsch in die vierte Liga scheint möglich zu sein.

Der FCM soll als Regionalliga-Vertreter schon mal aus dem Pokalwettbewerb gekegelt werden, zumal sich der TSV auch lieber ein Nachbarschaftsduell gegen Rosenheim (30 Kilometer), Buchbach (40 Kilometer) oder Burghausen (60 Kilometer) gewünscht hätte. Trainer Leo Haas hat angekündigt eine ähnlich starke Besetzung wie beim letzten 2:0 Heimsieg gegen den SSV Jahn Regensburg II aufzubieten. Üblicherweise haben die Memminger im Pokal immer personell rotiert, Verletzte geschont, Reservisten und U21-Spieler zum Einsatz gebracht. Angesichts der prekären Lage in der Liga wäre es durchaus verständlich wenn der Wettbewerb nicht die erste Priorität hätte. Andererseits könnte hier mit einem Erfolgserlebnis auch wieder Selbstvertrauen getankt werden.

Mit einem Einwand kamen die Memminger zumindest bei der Schiedsrichtereinteilung durch. Es wäre sicherlich keine glückliche Entscheidung gewesen erneut Julian Kreye (Warmensteinach) anzusetzen. Am Freitag leitete er gerade die Memminger Punktspielniederlage gegen Fürth II (0:1) und war auch für das Pokalspiel geplant. Nun wurde umdisponiert und es pfeift nun Jochen Gschwendtner (Wurmannsquick).

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