Früh mit dem Rücken zur Wand

Fuerth H02 Gruber Strafraum 300„Die Tabelle macht natürlich keinen guten Eindruck. Wir bringen gute Leistungen, belohnen uns aber nicht“, haderte Uwe Wegmann, Trainer des Fußball-Regionalligisten FC Memmingen, nach der 0: 1 (0: 0)-Heimniederlage seines Teams gegen den Liga-Primus SpVgg Greuther Fürth II. Damit endete der kleine Höhenflug nach zuletzt einem Sieg und einem Unentschieden (1: 0 zuhause gegen Eichstätt und 1: 1 bei Aufsteiger Aubstadt) jäh. Es war bereits die fünfte Niederlage im siebten Spiel - die Maustädter sind nun auf den 18. und letzten Platz abgerutscht. Sie stehen schon früh in der Saison mit dem Rücken zur Wand.

Die Partie vor 940 Zuschauern begann verhalten. Die erste nennenswerte Aktion markierte FCM-Innenverteidiger Arijanit Kelmendi erst nach über einer Viertelstunde: Er sah, dass Gäste-Torhüter Leon Schaffran zu weit vor seinem Gehäuse stand und fasste sich von der Mittellinie ein Herz - doch sein Schuss ging drüber. Die Begegnung nahm dann zwar etwas Fahrt auf, blieb aber ereignisarm. In der 20. Minute tauchte Gäste-Stürmer Shawn Parker (schon 37 Erst- und 11 Zweitliga-Einsätze) vor FCM-Keeper Martin Gruber auf, doch der war auf dem Posten. Fürth dominierte, kam aber nicht zu gefährlichen Abschlüssen. Memmingen indes tat sich schwer, weil die Gäste viel Druck aufbauten, sobald die Allgäuer am Ball waren.

Dennoch hatte der Gastgeber die erste Großchance des Spiels: Marco Nickel legte im Strafraum auf Natsuhiko Watanabe ab, dessen Flachschuss aus etwa sieben Metern knapp links am langen Pfosten vorbei strich. Kurz vor der Pause schaltete die Zweitliga-Reserve dann aber einen Gang nach oben: Gruber musste gegen Parker sein ganzes Können zeigen, um einen Rückstand zu verhindern (44. Minute). Wenig später dann der Ball sogar im Tor, Adlung hatte getroffen – doch den Ball zuerst mit der Hand gestoppt. Nach kurzer Rücksprache gaben die Unparteiischen den Treffer nicht. Kurz darauf zappelte das Spielgerät schon wieder im Memminger Netz: Dieses Mal zählte das Tor wegen Abseits nicht.

Den besseren Start nach dem Seitenwechsel erwischte der FCM: Der eingewechselte Fatjon Celani (48.) prüfte Schaffran erst selbst und legte dann für Marco Greisel auf (50.) - doch beide Male war der Gäste-Torhüter zur Stelle. Dann gönnten sich die Allgäuer allerdings eine fast viertelstündige Auszeit: die Spielvereinigung kam zu zahlreichen Möglichkeiten. Mehrmals war der starke Gruber zunächst noch zur Stelle. Doch in der 55. Minute verschätzte er sich beim Herauseilen, Fürths Malik McLemore umkurvte ihn und lupfte zur 1: 0-Führung.

Dass die Gäste in dieser Phase nicht davonzogen, hatte der FCM Gruber zu verdanken, der mit weiteren Paraden Chancen entschärfte. Erst nach 66 Minuten tauchten die Memminger wieder einmal gefährlich in der gegnerischen Hälfte auf, doch Greisels Distanzschuss fing Schaffran sicher. Die SpVgg hatte aber auch Glück: Stürmer Parker, der schon früh in der Partie wegen eines rüden Einsteigens die Gelbe Karte gesehen hatte und insgesamt fünf Fouls sammelte, schlug nach einem Abseitspfiff den Ball weg, kam jedoch ungeschoren davon und wurde unmittelbar danach ausgewechselt. Die Allgäuer drehten in der Schlussphase noch einmal auf, doch Celani (76.), Greisel (84.), Nickel (85., 90.) und der eingewechselte Ensar Skrijelj scheiterten allesamt oder liefen ins Abseits. Der Ausgleich gelang nicht mehr.

Gästetrainer Ruman lobt das Spiel des FCM: „Viel investiert“

SpVgg-Trainer Petr Ruman hatte nach dem Abpfiff Lob für den FCM parat: „Es war für uns ein sehr schweres Spiel. Memmingen hat wirklich viel investiert und gekämpft.“ Das war allerdings ein schwacher Trost für Wegmann. „Das ist sehr bitter für uns. Fürth hatte viel Ballbesitz, hat aber nicht viel daraus gemacht“, sagte der FCM-Coach.

Mittelfeldmotor Greisel sah es ähnlich: „Klar, Fürth hat verdient gewonnen und ist nicht zu Unrecht Erster. Aber dieses Spiel müssen wir echt nicht verlieren. Es ist ärgerlich: Wir haben alles probiert und sie hatten nicht so viele Top-Chancen.“

FC Memmingen: Gruber - Remiger (46. Celani), Sirch, A. Kelmendi, L. Kelmendi - Morou, Greisel, Rietzler, Kücük (87. Skrijelj) - Watanabe, Nickel. - Trainer: Wegmann.

SpVgg Greuther Fürth II: Schaffran – McLemore (79. Klaus), Sollfrank, Ort, Coskun – Ahrend, Adlung, Ferri, De la Cruz (46. Kratzer) – Wüst, Parker (71. Subaric). - Trainer: Ruman.

Tor: 0:1 (55.) McLemore. - Schiedsrichter: Kreye (Warmensteinach). - Gelbe Karten:Watanabe, Greisel / Parker, Adlung, Ahrend, Ort. - Zuschauer: 939.

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(Von Jan-Mirco Linse - Allgäuer Zeitung vom 19.08.19 - Foto: Olaf Schulze)

 

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