David Remiger will weiter durchstarten

David RemigerDer FC Memmingen ist im so genannten Power-Ranking der Fußball-Regionalliga aktuell ganz vorne dabei. Das heißt, die Leistungskurve zeigt deutlich nach oben, in der Punkteausbeute der fünf letzten Spieltage sind nur die beiden Spitzenteams FC Schweinfurt 05 und SV Türkgücü München besser. David Remiger ist einer der Spieler, der am jüngsten 3:0-Auswärtssieg beim SV Schalding-Heining maßgeblichen Anteil hatte und sich auch im Freitag-Heimspiel (19.30 Uhr) gegen Viktoria Aschaffenburg wieder berechtigte Startelf-Hoffnungen machen darf. Der 21-jährige war in der Passauer Vorstadt kurzfristig schon von Beginn an aufgelaufen, weil sich Mario Jokic nach dem Aufwärmtraining verletzt gemeldet hatte. Die Rückenprobleme des Innenverteidigers halten auch weiter an.

Mit Remiger standen zuletzt gleich sechs Spieler aus der eigenen Jugendarbeit auf dem Platz. Es zündet mit den „neuen jungen Wilden“ gerade sozusagen die zweite Welle der Nachwuchsgeneration der Jahrgänge 1997 bis 1999. Daraus stammten auch die abgewanderten Jannik Rochelt (FC Bayern München II) und Michael Heilig (SSV Ulm 1846). Zudem sank das Durchschnittsalter auch durch die Einsätze der „auswärtigen“ Youngster Can Karatas (18), Ensar Skrijelj (19) und Lukas Ender (19) auf 21,5 Jahre ab. Eine Entwicklung, die sich nicht erst in den vergangenen Wochen abgezeichnet hat, schließlich wurde Cheftrainer Uwe Wegmann auch deshalb geholt, weil er in der Vergangenheit bei seinen Stationen junge Leute gefordert und gefördert hat. Dass bei Wegmann Namen erst einmal nicht zählen, sondern nach Leistung aufgestellt wird, bestätigen Co-Trainer Kevin Siegfanz und Remiger unisono.

Remiger selbst ist eigentlich gelernter Linksverteidiger, kommt aber jetzt eher als offensiver Linksaußen zum Einsatz, was ihm auch taugt: „Mit so vielen Einsätzen habe ich nicht gerechnet“. In neun von 12 Punktspielen lief er in der Regionalliga auf. Zweimal wurde er eingewechselt, dreimal auswechselt, viermal spielte er ganz durch. Und wenn er, wie in Schalding als Vorbereiter und beinahe sogar als Vollstrecker glänzt, steht seiner weiteren Entwicklung nichts im Weg. Auch mit dem FCM soll es weiter aufwärts gehen. „Die Entwicklung ist positiv. Anfangs hatten wir viele neue Spieler, einen neuen Trainer. In der nächsten Zeit werden wir sehen, wo wir stehen“, blickt der Bauzeichner, der in Kirchdorf (Iller) daheim ist, zuversichtlich voraus. Erst einmal soll mit einem Heimsieg gegen Aschaffenburg nicht nur das Power-Ranking verbessert, sondern auch ein Vorsprung auf die Gefahrenzone der Tabelle herausgearbeitet werden.

INFORMATION: Unglücklich ist, dass am Freitagabend fast zeitgleich zum FCM-Heimspiel auch der ECDC Memmingen in der Eishockey-Oberliga zuhause in die Runde startet. Laut der ECDC-Verantwortlichen nimmt der Eishockey-Verband auf Terminwünsche der Vereine keine Rücksicht, deshalb war offensichtlich keine Änderung möglich. Der FCM-Spielplan steht schon lange, die komplette Planung und Logiistik aller anderen Vereinsspiele wurde darauf abgestimmt, so dass hier Verlegungen mit unverhältnismäßig großem Aufwand verbunden wären. Für die Verwaltung und Sicherheitsbehörden ist die gleichzeitige Austragung beider Sportveranstaltungen unproblematisch, weil sie nicht als Sicherheitsspiele gelten.

(Foto: Olaf Schulze)

 

Copyright © 2020 FC Memmingen e.V.
Designed by SMART-IT GmbH