Trotz Verschnaufpause viele Ausfälle

Schalding Pokal H03 Greisel 300Drei Tage lang bekamen die Regionalliga-Fußballer des FC Memmingen nach dem Pokalsieg gegen den SV Schalding-Heining (5:1) trainingsfrei. Zumindest fast. Jeder Spieler hatte für sich individuell Hausaufgaben bekommen. Wer etwas für seine Fitness getan und Laufeinheiten absolviert hat, lässt sich im digitalen Zeitalter per App problemlos überwachen. Die Pause hat jedenfalls gut getan, denn die Saison hatte es bislang in sich. „Es waren 13 Punkt- und vier Pokalspiele in relativ kurzer Zeit“, blickt Cheftrainer Uwe Wegmann auf das straffe Programm seiner Amateurtruppe in den vergangenen 12 Wochen zurück. Zum Vergleich: Die Bayern-Profis brachten es auf 11 Pflichtspiele in neun Wochen, mal abgesehen von Länderspielabstellungen einiger Spieler.

Dennoch hätte Wegmann auch am vergangenen Wochenende in Garching gerne gespielt, wegen der Pokalpartie ist der Termin auf 7. Dezember verschoben worden. „Nach dem Rückschlag gegen Aschaffenburg haben wir gegen Schalding im Pokal die richtige Reaktion gezeigt und ein gutes Spiel gemacht“, will Wegmann am Freitag (19 Uhr) im Auswärtsspiel beim TSV 1860 Rosenheim möglichst daran anknüpfen. Wie auch in den beiden anderen letzten Vorrunden-Begegnungen gegen Buchbach und den FC Augsburg, weitere Teams in Schlagdistanz. „Es ist alles ganz eng beieinander“, schaut Wegmann auf die Tabelle „mit zwei Siegen hintereinander machst Du einen guten Sprung nach vorne“. Mit zwei Niederlagen am Stück aber eben auch nach ganz hinten.

Für Rosenheim hofft der Coach, dass der am Wochenende etwas erkältete Ensar Skrijelj fit wird. Weil Marco Nickel wegen seiner Rotsperre und Fatjon Celani verletzt fehlen, ist der 19-jährige Skrijelj der einzig verbliebene nominelle Stürmer, der bislang eher als Joker glänzte. Der Japaner Natsuhiko Watanabe oder auch Marco Greisel (im Bild), der zuletzt als hängende Spitze fungierte, könnten Alternativen für das Angriffszentrum werden. Weil auch die Kelmendi-Brüder (Ari gesperrt, Lirim verletzt) sowie Mario Jokic nicht können, wird mit Jakob Gräser oder Lukas Ender auch die Innenverteidigung neben dem gesetzten Luca Sirch erneut sehr jung besetzt sein. „Verletzte, Kranke, Gesperrte. Es wird immer knackig, wenn es in den Herbst reingeht“, weiß Wegmann nicht erst seit gestern und hofft, dass die aus diesen verschiedenen Gründen in der vergangenen Wochen stark verjüngte Mannschaft sich weiter festigen kann, wenngleich er aufgrund der Unerfahrenheit damit rechnet, „dass es auch immer wieder Rückschläge geben kann“. Rosenheim war in der Vergangenheit im Übrigen ein gutes Pflaster. In sechs gemeinsamen Regionalliga-Jahren ist der FCM bei den Oberbayern nie leer ausgegangen.

(Foto: Olaf Schulze)

 

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