Knifflige Aufgabe: Die Franken knacken

Wegmann 300Eins ist für Uwe Wegmann, Trainer des Fußball-Regionalligisten FC Memmingen, klar: Das Heimspiel gegen das Topteam vom 1. FC Nürnberg II (Samstag, 14 Uhr) wird „alles andere als einfach“. Dass seine Schützlinge als Außenseiter in die Partie gehen, ist ihm bewusst: Während die Allgäuer auf Rang 14 stehen (17 Punkte), haben sich die Franken auf dem vierten Platz festgesetzt (32 Zähler). Doch Wegmann kennt den Gegner.

„Obwohl sie ein U 21-Team sind, sind sie sehr spielstark und super eingespielt“, warnt er. Es gelte für die Maustädter, FCN-Kapitän Robin Heußer, der im zentralen Mittelfeld die Strippen zieht und als Spielgestalter bereits fünf Tore vorbereitet hat, nicht zu viel Raum zu geben. Seit nunmehr fünf Partien sind die Memminger sieglos (drei Unentschieden). Die Mittelfranken sind im selben Zeitraum ungeschlagen (vier Siege). Zuletzt gelang gar ein beeindruckender 6: 0-Erfolg über den VfR Garching. „Das war richtig stark – wir dürfen uns keine Fehler erlauben“, sagt Wegmann.

Hinzu kommt: Insbesondere auswärts ist die Zweitliga-Reserve stark. Für die Allgäuer spricht aber, dass die Gäste einen Trainertausch hinter sich haben. Weil Coach Marek Mintal (mitsamt Assistent Ahmet Koc) nach der Entlassung des Zweitliga-Übungsleiters Damir Canadi zum Interimscoach der ersten Mannschaft befördert wurde, übernimmt bis zu seiner Rückkehr der Sportliche Leiter des Nürnberger Nachwuchsleistungszentrums, Daniel Wimmer, die Reserve. Außerdem hat Memmingen das Auswärtsspiel beim FCN II früh in der Saison nur knapp mit 0: 1 verloren. „Da haben wir nicht schlecht gespielt und hätten vielleicht Punkte verdient gehabt“, erinnert sich Wegmann.

Er stellt aber auch klar: „Das ist diese Saison eine Schwäche von uns, wir gewinnen die knappen Spiele nicht.“ Bereits fünf Unentschieden aus 17 Spielen belegen das. In erster Linie führt Wegmann das auf die Chancenverwertung zurück. „Wir erspielen uns oft relativ viele gute Möglichkeiten, aber machen zu wenig daraus. Wenn wir davon nur 15 Prozent mehr nutzen würden, könnten wir schon viel mehr Punkte auf dem Konto haben. Wir machen es gut, aber am Ende belohnen wir uns zu selten mit einem Sieg.“

Wegmann muss auf die verletzten Martin Gruber, Mario Jokic, Jakob Gräser, Markus Notz, Can Karatas und Fatjon Celani verzichten. Außerdem fehlen David Remiger und Marco Greisel jeweils gelb-gesperrt. In den Kader zurückkehren könnte dafür erstmals nach langer Pause Marco Schad, der gegen den FCN helfen könnte, die Sieglos-Serie zu beenden. Dafür hat Wegmann eine klare Marschroute ausgegeben: Gegen die schnellen und gefährlichen Außenspieler der Gäste sei es entscheidend, kompakt zu stehen und den Gegner weit vom Memminger Tor wegzuhalten. „Wir werden versuchen, kreativ nach vorne zu spielen“, fügt er hinzu. Er spricht von einer „kniffligen Aufgabe“, glaubt aber auch, dass der FCM mit dieser Taktik eine enge Partie für sich entscheiden kann.

(Von Jan-Mirco Linse - Allgäuer Zeitung vom 09.11.19 - Foto: Olaf Schulze)

 

 

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