KICKER: Zurück zu den Wurzeln

Buchmann vor Historybild 300Einen Weg „zurück zu den Wurzeln“ hat der Vorsitzende des FC Memmingen Armin Buchmann (im Bild) angekündigt und erste Schritte sind mit den Verpflichtungen von Esad Kahric als Cheftrainer, Candy Decker als sein Assistent und Thomas Reinhardt als sportlichem Leiter bereits umgesetzt worden. Bei der sportlichen Ausrichtung bedeutet dies weiter, dass der FCM Personal für die Regionalliga wieder verstärkt aus der eigenen Nachwuchsarbeit rekrutieren und weniger auf Spieler von außerhalb setzen will - auch aus Identifikationsgründen mit den Fans. Bei den "Fremdspielern" soll zudem der Radius enger gefasst werden, woher die Akteure kommen. Das gilt laut Reinhardt bereits für zwei Winter-Neuverpflichtungen, mit denen die Verhandlungen vor dem Abschluss stehen und in Kürze bekanntgegeben werden.

Weil sich der Verein im Sommer bei der Kader-Zusammenstellung an die obere Grenze des finanziell Machbaren gestreckt hat, werden im Gegenzug auch Spieler den FCM verlassen. Weitere Gespräche laufen, vor allem im Hinblick auf die Torhüterbesetzung. Nach dem Schnellschuss mit dem vereinslosen Mustafa Özhitay soll noch ein weiterer Schlussmann verpflichtet werden, weil die Stammbesetzungen Felix Thiel (beruflich in Schweden) für den Rest der Runde und Martin Gruber (Hand-Operation) vermutlich bis April nicht zur Verfügung stehen.

Gewissermaßen als „Zugänge“ können nach ihren langwierigen Verletzungen Fatjon Celani, Mario Jokic und Can Karatas gesehen werden. Mit ihnen rechnet der Tabellenvorletzte im Abstiegskampf wieder fix.

Trotz Kurswechsel und Sparmaßnahmen, weil ja auch der freigestellte Trainer Uwe Wegmann noch auf der Gehaltsliste steht, wird das Projekt Multifunktionsgebäude in der Arena beharrlich weiterverfolgt, um in Sachen Infrastruktur für die Zukunft gerüstet zu sein, gleich in welcher Liga. Vor etwas mehr als einem Jahr vorgestellt, gab es in den vergangenen Monaten darüber etliche Gespräche mit Politik und Stadtverwaltung. Es sind aber außer dem städtischen Anteil am Gebäude etwa für den sanitären Bereich keine großartigen Zuschüsse von öffentlicher Hand oder Verbänden zu erwarten, wie es zum Beispiel beim Nachwuchsleistungszentrum im benachbarten Ulm der Fall war.

Deshalb wird nun abgespeckt. Derzeit werden neue Planungen ausgearbeitet, die sich bei Investitionen von etwa zwei statt vier Millionen einpendeln sollen. „Dass dieses Gebäude kommen muss“, steht für mich außer Frage“, unterstreicht Buchmann die Wichtigkeit des Vorhabens, um weiter eine ordentliche Rolle im bayerischen Amateur-Spitzenfußball und der nachhaltigen Jugendarbeit spielen zu können.

(KICKER-Sportmagazin vom 06.01.2020 - Archivfoto: Olaf Schulze)

 

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