Der FC Memmingen baut um

Training 05 Kahric Celani Schad 300Der FC Memmingen baut um – und das in dreifacher Hinsicht. Zum einen kurzfristig die sportliche Führung und auch einige Teile des Kaders, weil der Tabellenvorletzter der Regionalliga alles versuchen will, den Klassenerhalt in der Frühjahrsrunde noch zu schaffen. Hier geht es nach insgesamt siebenwöchiger Vorbereitung mit einem Heimspiel am 7. März gegen den starken Aufsteiger TSV Aubstadt weiter. Ein Umbau steht auch in der Vereinsstruktur an, der unter dem Titel „zurück zu den Wurzeln“ steht. Will heißen, es sollen wieder mehr Spieler aus der näheren Region und der eigenen Nachwuchsarbeit für den Seniorenbereich generiert werden. Der Anteil an „Fremdspielern“ soll gesenkt, der Radius woher sie kommen, enger gefasst werden. Zudem müssen die Kräfte von außen wirklich echte Verstärkungen und besser als die eigenen Spieler sein.

Die ersten Weichen auf dem Weg „Back to the Roots“ wurden bereits mit den personellen Veränderungen im engsten Umfeld des Mannschaftsbereiches vor Winterpause gestellt. Die Rückkehr von Trainer-Urgestein Esad Kahric als „Chef“, Candy Decker als seinem Assistenten sowie Thomas Reinhardt als sportlichem Leiter sind eindeutige Signale, wie sich der Allgäuer Traditionsclub künftig ausrichten will. „Sie tragen alle drei die FCM-DNA“, bescheinigt Vereinschef Armin Buchmann dem Trio. Das dritte „Bauprojekt“ betrifft tatsächlich ein realistisches Bauvorhaben. Vor etwas mehr als einem Jahr wurde ein aus FCM-Sicht dringend notwendiges Multifunktionsgebäude in der Arena vorgestellt. Nachdem weder von öffentlicher Hand noch von Sportverbänden großartige Zuschüsse zu erwarten sind, will der Fußballclub zwar an dem Vorhaben festhalten, arbeitet derzeit an einer abgespeckten Version, die eher bei zwei denn bei bisher veranschlagten vier Millionen Euro Baukosten liegen soll. Dass das Gebäude in irgendeiner Form kommen muss, damit der Verein zukunftsfähig bleibt steht für Buchmann „außer Frage“.

Der Regionalliga-Kader hat sich über den Winter verändert, weitere Ab- und Zugänge waren bis zum Ende der Transferzeit am 31. Januar (nach Redaktionsschluss) noch möglich. In der Abwehr verstärkte sich der FC Memmingen mit Vladimir Rankovic, der Zweit- und Drittliga-Erfahrung mitbringt. Der 26-jährige spielte für Hansa Rockstock und Erzgebirge Aue, wurde beim FC Bayern München ausgebildet mit dem er auch die bayerische Regionalliga-Meisterschaft feiern konnte. Neu sind auch der zuletzt ebenfalls vereinslose Oktay Leyla (früher FV Illertissen) und Marcel Leib, der vom Liga-Konkurrenten FC Augsburg II kommt. Auch drei Abgänge gibt es zu verzeichnen. Der Münchner Ensar Skrijelj spielt jetzt heimatnah beim SV Heimstetten. Wohin es Marco Boyer und Fadhel Morou zieht, stand noch nicht fest. Boyer studiert in Augsburg und könnte beim Bayernligisten TSV Schwaben Augsburg landen, Morou war mit dem SV Wacker Burghausen in Verbindung gebracht worden, wo inzwischen der Ex-Memminger Nicholas Helmbrecht unterschrieben hat. Er war von Januar bis Sommer 2019 noch in Memmingen aktiv und war anschließend auf der Suche nach einen Proficlub.

Ein besonderes Highlight steht für den FCM – auch wenn der Liga-Alltag Vorrang hat – noch mit dem bayerischen Pokal-Halbfinale gegen den Drittligisten TSV 1860 München an. Der Spieltermin steht für diesen Knüller aber immer noch nicht fest. Eigentlich für 21. April geplant, könnte der Verband die Begegnung bereits an einem Wochentag im März ansetzen.

 

Die Testspieltermine:

Samstag, 1. Februar, 14 Uhr: Austria Lustenau (2. Liga/Österreich) – FC Memmingen (Kunstrasenplatz in Hohenems)

Samstag, 8. Februar, 13 Uhr: SSV Ulm 1846 (Regionalliga Südwest) – FC Memmingen

Samstag, 15. Februar, 13 Uhr: TSV Kottern (Bayernliga) – FC Memmingen

Samstag, 22. Februar, 14 Uhr: FV Ravensburg (Oberliga) – FC Memmingen

Samstag, 29. Februar, 14 Uhr: VfB Hohenems (3. Liga/Österreich) – FC Memmingen

 

Die Restsaison:

Samstag, 7. März, 14 Uhr: FC Memmingen – TSV Aubstadt

Samstag, 14. März, 14 Uhr: SpVgg Greuther Fürth II – FC Memmingen

Freitag, 20. März, 19.30 Uhr: FC Memmingen – SV Wacker Burghausen

Samstag, 28. März, 14 Uhr: TSV Rain – FC Memmingen

Dienstag, 31. März, 18 Uhr (voraussichtlich) - BFV-Pokal-Halbfinale: FC Memmingen - TSV 1860 München (3. Liga)

Freitag, 3. April, 19.30 Uhr: FC Memmingen – FC Schweinfurt 05

Donnerstag, 9. April, 18.30 Uhr: VfR Garching – FC Memmingen

Ostermontag, 13. April, 16.30 Uhr: SV Heimstetten – FC Memmingen

Freitag, 17. April, 19.30 Uhr: FC Memmingen – SV Schalding/Heining

Freitag, 24. April, 18.30 Uhr: SV Viktoria Aschaffenburg – FC Memmingen

Freitag, 1. Mai, 19.30 Uhr: FC Memmingen – VfR Garching

Freitag, 8. Mai, 19.30 Uhr: FC Memmingen – TSV 1860 Rosenheim

Samstag, 16. Mai, 14 Uhr: TSV Buchbach – FC Memmingen

Samstag, 23. Mai, 14 Uhr: FC Memmingen – FC Augsburg II

 

(Die Lokale - Ausgabe Februar 2020 - Archivfoto: Olaf Schulze)

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