KICKER: Komplett runderneuert

FC Memmingen RL 2020 300Das Gesicht des FC Memmingen hat nicht mehr viel mit dem im vergangenen Sommer zu tun. Neues Trainergespann, neuer sportlicher Leiter und ein zum Großteil veränderter Kader sorgten für eine komplette Runderneuerung, die den Tabellenvorletzten noch zum Klassenerhalt führen soll. Ein Novum: Durch die großen Veränderungen wurde sogar erstmals in der Winterpause das Mannschaftsfoto neu geknipst.

Gleich sieben Spieler wurden seit Saisonstart abgegeben, ebenso viele kamen neu – fünf davon im Januar. Die Besonderheit: Darius Held (21, Abwehr), Elias Kollmann (20, Angriff), Marcel Leib (22, Mittelfeld), Oktay Leyla (22, Angriff) und Vladimir Rankovic (26, Abwehr) müssen sich eigentlich nicht in ein bestehendes Gefüge hineinkämpfen, denn Trainer Esad Kahric (61) formiert die Truppe komplett neu. Was auch daran liegt, dass auch die lange verletzten und nun zurückgekehrten Fatjon Celani, Mario Jokic, Can Karatas und Marco Schad fast wie Neuzugänge gesehen werden können. Bis zum Wiederauftakt am 7. März gegen Aufsteiger TSV Aubstadt muss Kahric quasi einen Neuaufbau hinbekommen.

Einen Torhüter hätte der sportliche Leiter Thomas Reinhardt gerne auch noch verpflichtet, weil durch den beruflichen Abgang von Felix Thiel und den Ausfall von Martin Gruber bis ins Frühjahr hinein, hier die Decke dünn ist. Mit dem im November verpflichteten Schnellschuss Mustafa Özhitay (24) sowie Lukas Trum (24) und Marco Zettler (21) stehen nur drei Keeper für Regionalliga- und Landesliga-Kader zur Verfügung. Nachwuchsmann Lukas Beinhofer (18) wird bei den Bayernliga-A-Junioren gebraucht. Nur ein zuletzt inaktiver Torwart könnte jetzt noch geholt werden.

Trotz des unsicheren Ligaverbleibs werden die Planungen für die Zukunft schon gemacht. Mit Luca Sirch (20), dem österreichischen U19-Nationalspieler Ikenna Ezeala (18) und Orkun Sarici (19) wurden drei Nachwuchskräfte bis Sommer 2022 gebunden. Innenverteidiger Sirch hat heuer den Durchbruch geschafft und als einziger FCM-Spieler keine Minute versäumt.

Auch wenn der Kampf um den Klassenerhalt erste Priorität hat, ist auch das bayerische Pokal-Halbfinale am 31. März gegen den TSV 1860 München ein wichtiger Termin. Eine ausverkaufte Arena könnte trotz Einnahmeteilung mit dem Gegner einen warmen Geldregen in die Vereinskasse bringen.

(Foto: Patrick Hörnle - KICKER-Sportmagazin vom 17.02.2020)

 

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