Bis Ende August rollt kein Ball ...

Rosenheim H05 Ballstaender 600 800Bis Ende August wird in Bayern wegen den Corona-Lage kein Amateurfußball rollen. Wie es ab September aussieht, ist auch noch völlig offen. Auf dieses Szenario hat sich der Bayerische Fußballverband (BFV) eingestellt, am Donnerstagabend die Regionalligaclubs mit dem FC Memmingen und am Freitagmittag die Medien entsprechend informiert. Über das Wochenende folgt noch die Information und Abstimmung über das Modell "Saisonaussetzung bis 31. August" über zahlreiche Webinare mit den Vereinen in ganz Bayern. Dies betrifft die Vereine von der Bayernliga abwärts. Die Regionalliga Bayern hat einen gewissen Sonderstatus, Hintergrund ist die Verknüpfung zur 3. Liga.

Erklärtes Ziel ist nach wie vor, die laufende Saison zu Ende zu bringen, zu welchem Zeitpunkt auch immer und ohne "Geisterspiele". Das ist die einzige Möglichkeit, die Rechtssicherheit bietet und von der bislang zumindest die Amateur-Spitzenvereine voll überzeugt waren. Sollte sich ein anderes Meinungsbild ergeben und für einen Saisonabbruch votiert werden, müsste dazu nach aktueller Lage ein Beschluss auf einem außerordentlichen Verbandstag gefasst werden - unter anderem dafür, dass der Verband aus der Haftung entlassen wird. Bei einem Abbruch dürfte eine Klagewelle aus vielerlei Richtungen hereinbrechen, egal ob nun sportlich annulliert oder der aktuelle Tabellenstand gewertet wird. Auch mögliche Regressforderungen von Sponsoren bis hin zum Vereinsheimwirt könnten die Folge sein. Dies passiert bereits in Ländern, in denen die Spielzeiten abgebrochen wurden.

Der Fußballclub Memmingen stellt sich weiter auf die Lage ein, dass die nächsten Monate nicht gespielt werden kann - im schlimmsten Fall sogar erst nächstes Frühjahr wieder. Im gehobenen Amateurbereich "steht allen das Wasser bis zum Hals", so FCM-Präsident Armin Buchmann, der mit seinen Vorstandskollegen schon frühzeitig erste Sicherungsmaßnahmen ergriffen hat. Aber es liegen sehr große Steine im Weg, wie zum Beispiel die Beiträge zur Berufsgenossenschaft (VBG), die für alle Spieler entrichtet werden müssen, die entlohnt werden.

Hier gibt es trotz der Bemühungen von BFV und Bayerischen Landessportverband (BLSV) sowie auf höchster Sportebene durch DFB und DOSB momentan keinerlei Entgegenkommen seitens der VBG. Die Beiträge in Höhe von 31 Prozent auf Löhne und Minijobs (ab 250 Euro) müssen laut Buchmann weiter gezahlt werden, "auch wenn die Spieler zuhause auf dem Sofa liegen". Dies gilt für den aktuellen Kader und Neuverpflichtungen, die einige Vereine trotz der ungewissen Situation - aus FCM-Sicht unverständlich - bereits tätigen. Dieser erhebliche Kostenkomplex trifft sie quasi doppelt, noch dazu dass sich die Beiträge zur Berufsgenossenschaft in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt haben. Nicht nur aus diesem Grund tätlg der FCM zurzeit keinerlei Neuverpflichtungen bzw. neue Verträge, sondern es gibt lediglich Gespräche mit bisherigen Spielern, ob sie bleiben und dafür ihre Zusage geben.

BFV-MITTEILUNG "Verband schlägt Aussetzung der Saison bis 31. August 2020 vor"

 

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