Investitionen in Steine und Beine

Multifunktionsgebäude innen 01 300Die Corona-Krise hat ein ehrgeiziges Vorhaben des FC Memmingen nicht gestoppt, im Gegenteil. Der geplante Bau eines Multifunktionsgebäudes in der Arena hat mit der einhelligen Zustimmung des Memminger Stadtrats die nächste entscheidende Hürde genommen. Wenn auch die Mitglieder zustimmen, könnte bereits im Sommer der Spatenstich für das Millionenprojekt fallen. Für FCM-Präsident Armin Buchmann wird damit der Weg für eine gute Zukunft geebnet: „Das Gebäude ist der grundlegende Baustein, dass in Memmingen auch weiterhin Amateur-Spitzenfußball mit nachhaltiger Jugendarbeit samt Nachwuchsleistungszentrum möglich ist“.

Die Stadt Memmingen beteiligt sich mit 50 Prozent an dem Gebäudeanteil, der für die Verbesserungen der Infrastruktur im Stadion dient. Der Fußballclub wird als Bauherr die anderen Hälfte der Baukosten sowie die komplette Vorfinanzierung der veranschlagten 3,1 Millionen Euro übernehmen, denn die Stadt wird ihren Part mit einem so genannten Mietkauf über den Zeitraum von etwas über 33 Jahren in Raten abbezahlen.

Der Begriff Multifunktionsgebäude hört sich zunächst nüchtern an, erklärt aber dennoch die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. In dem zweistöckigen, barrierefreien Gebäude plus Dachterrasse werden individuell nutz- und zum Teil auch unterschiedlich aufteilbare Räume entstehen, die für Spieler-Besprechungen, Schulungen, Veranstaltungen und VIP-Catering genutzt werden können. Mit einem Sanitärbereich wird die seit dem Arena-Neubau 2007 leidige Toilettensituation samt den zunehmenden Hygienestandards zufriedenstellend gelöst. Untergebracht werden auch Kabinen, Fitness-Räume, Kiosk, Garagen sowie Räumlichkeiten für Polizei und Medien.

Buchmann betont, dass das Millionenprojekt Ligenunabhängig verwirklicht werden soll. Die Finanzierung hängt nicht davon abhängt, in welcher Klasse der FCM Fußball spielt. Dass dies möglichst weiter in der Regionalliga Bayern passieren soll, unterstreicht die Verpflichtung von Ex-Profi Martin Dausch (34). Den Zweitliga-erfahrenen Mittelfeldspieler (VfR Aalen, Union Berlin, MSV Duisburg, 1. FC Saarbrücken, SV Hasborn) zieht es zurück in die Heimat. Beruflich steigt er in den elterlichen Betrieb ein, sportlich will er seine Karriere dort ausklingen lassen, wo sie begonnen hat. Unterschrieben hat Dausch, dem der sportliche Leiter Thomas Reinhardt „eine überragende Mentalität“ bescheinigt, bis Juni 2022. So lange wie mindestens nun auch mit Kapitän Timo Gebhart (31) ein weiterer Routinier bleiben will.

 

KICKER-Sportmagazin vom 04.01.2021 / Animation (C) Ideen-Fabrik (im Bild ein möglicher Blick ins innere des geplanten Multifunktionsgebäudes)

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