Liga-Pokal wird abgebrochen - Punkterunden noch offen

BFV Logo 800 400Die Spitze des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) wird am kommenden Mittwoch die Entscheidung treffen, dass der Liga-Pokal ab der Bayernliga abwärts abgesetzt wird. Es ist ein formeller Beschluss, weil nach durch die Verlängerung des Sportverbotes in der Corona-Pandemie bis mindestens 26. April dieser Zusatzwettbewerb zeitlich nicht mehr umsetzbar ist. Ausnahme bildet der Liga-Pokal der Regionalliga Bayern, für den eine gesonderte Regelung gefunden werden muss, weil hier ein Startplatz für die DFB-Pokal-Hauptrunde in der kommenden Saison ermittelt werden muss. Der FC Memmingen hat sich aber bereits aus diesem Wettbewerb abgemeldet.

Dass am Mittwoch der BFV auch über einen gesamten Abbruch der Spielzeit entscheiden wird, ist (noch) nicht zu erwarten, denn der Verband klammert sich weiter an das Prinzip Hoffnung - auch aus Angst vor Vereinsklagen. Im geltenden „Vier-Punkte-Plan“ steht, dass bis 3. Mai abgewartet werden soll. Wenn dann kein flächendeckender und uneingeschränkter Trainingsbetrieb möglich ist, wird über den Abbruch gesprochen und die Vereine sollen in die Entscheidung einbezogen werden.

Derweil werden die Forderungen immer lauter, sofort einen Schlussstrich zu ziehen und die Hinhalte-Warteschleife zu beenden, weil keine Besserung der Situation zu erwarten ist. Im Gegenteil: Experten-Prognosen sehen in den kommenden Wochen einen weiteren massiven Anstieg der maßgebenden Inzidenzzahlen und keinen Rückgang. Damit sind Trainings- und Spielbetrieb in weiter Ferne, von einer Zulassung von Zuschauern zu Amateurspielen gar nicht zu reden.

Einige Regionalligisten haben sich klar positioniert und fordern den Abbruch, nur wenige wollen weitermachen, andere warten die Verbandsentscheidungen ab. So war das öffentliche Meinungsbild zumindest zuletzt. Dem Vernehmen nach würden offenbar alle Regionalligisten einen Abbruch mittragen – bis auf den VfR Garching, der nach den Statuten dann absteigen müsste. Es gibt aber bereits Fürsprecher, die sich mit einer „Lex Garching“ den Verbleib des VfR vorstellen können. Dazu gehört auch der FC Memmingen, der selbst mit der Quotientenregel und dem Wegfall einer Relegation den Klassenerhalt geschafft hätte. Die Aufstiegskandidaten Viktoria Aschaffenburg, SpVgg Bayreuth und FC Schweinfurt könnten in den "Profistatus" wechseln und unter sich den Teilnehmer an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen einen Vertreter der Regionalliga Nord (die vor dem Abbruch steht) ausmachen.

Je nach vollzogenem Auf- und Abstieg wären es dann in der kommenden Spielzeit zwischen 18 und 22 Mannschaften. Sollte die Maximalzahl erreicht werden, wurde beispielsweise vom TSV Buchbach vorgeschlagen, dass die Regionalliga dann zunächst in zwei Elfer-Gruppen aufgeteilt und dann im Play-Off-Modus um Auf- und Aufstieg gespielt werden könne.

Für den FC Memmingen vertrat Regionalliga-Co-Trainer Candy Decker zuletzt die Meinung nach außen:  "Solange der Fokus auf den Inzidenzwerten liegt, kommt man um keinen Saisonabbruch herum. Wie soll eine Fortsetzung dann aussehen? Wieder drohende Spielabsagen, eine verkürzte Vorbereitung nach langer Pause, nur „englische Wochen“? Schwere Verletzungen der Spieler wären vorprogrammiert, Quarantänemaßnahmen wären wieder erforderlich, Spieler und Betreuer könnten ihrer Arbeit nicht nachgehen und so weiter.“

REGIONALLIGA-TRIO FÜR ABBRUCH

DAS PRINZIP HOFFNUNG DES BFV

REGIONALLIGA-UMFRAGE: ABBRUCH ODER FORTSETZUNG?

CORONA-BESCHRÄNKUNGEN BIS MINDESTENS ENDE APRIL

Archivfoto (C) Olaf Schulze

 

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