Nur noch wenige Amateurfußballer sind dabei

BFV Logo 800 400Der Punktspielbetrieb im bayerischen Amateurfußball bei den Herren und Frauen gilt als abgebrochen, auch wenn eine Entscheidung über die Wertung der ausgedehnten Saison 2019/2020/2021 noch aussteht. Die Pokalwettbewerbe werden fortgesetzt, doch durch die „freiwillige“ Teilnahme ist das Feld stark eingedampft.

Bei der Fortsetzung des Ligapokals der Regionalliga Bayern ab 18. Mai sind nur noch acht Mannschaften dabei - von ursprünglich 17 Regionalliga-Teams. Hier geht es um einen der beiden bayerischen Startplätze in der DFB-Pokal-Hauptrunde in der nächsten Spielzeit. Wie mehrfach berichtet, verzichtet der FC Memmingen, auch wenn dies unter "Profistatus" trotz der Corona-Beschränkungen möglich wäre. Wie der FCM macht die Mehrzahl der Vereine nicht mehr mit, weil sie mit der zu kurzen Vorbereitung nach langer Pause die Gesundheit der Spieler gefährdet sehen und der Aufwand mit Dauertestung der Spieler und Hygienemaßnahmen zu hoch sei. Darunter sind überraschend auch die U23/U21-Teams der Bundesligisten, die zwar schon länger im Trainingsbetrieb stehen, aber quasi ohne außer Konkurrenz hätten spielen müssen, weil sie sich nicht für den DFB-Pokal qualifizieren können.

Aus dem Zusatzwettbewerb Ligapokal werden zudem vier Mannschaften in die Endrunde der BFV-Toto-Pokals einziehen, wo ab Anfang Juni der andere bayerische Startplatz für den DFB-Pokal vergeben wird. Im Toto-Pokal haben nur zwei (FC Eintracht Bamberg, TSV Abtswind) von den 24 noch verbliebenen Qualifikanten ab der Bayernliga abwärts mitgeteilt, dass sie noch dabei sind und mit Ausnahmegenehmigungen ihrer lokalen Behörden starten wollen beziehungsweise auch dürfen. Aus Allgäuer Sicht verzichten hier auch der SV Egg und der 1. FC Sonthofen. Für die „Aussteiger“ soll es eine paritätische Beteiligung an den noch zur Verfügung stehenden Prämien geben. Als Vertreter der bayerischen Proficlubs ist Türkgücü München für das Toto-Pokal-Viertelfinale qualifiziert, für das nach dem Stand der Dinge nur sieben statt der erforderlichen acht Mannschaften zusammenkommen. Ein Team wird somit mit durch ein Freilos das Halbfinale erreichen.

Wie die Pokalwettbewerbe, die durch den Rückzug der meisten Teams eigentlich zur sportlichen Farce werden, zieht der Bayerische Fußballverband die Regionalliga-Play-Offs durch, um aus dem Trio Aschaffenburg, Bayreuth und Schweinfurt einen Teilnehmer zu den Aufstiegsspielen zur 3. Liga zu ermitteln. Nach Videokonferenzen am Freitag und Samstag zum Saisonabbruch der Punkterunde lässt der BFV bis zum 18. Mai die Vereine abstimmen, wie gewertet werden soll. Zur Wahl stehen der eigentlich derzeit gültige §93 der Spielordnung, wonach die Platzierungen, Auf- und Absteiger durch eine Quotientenregel ermittelt werden, Relegationsspiele entfallen. Bei der Variante „nur Aufsteiger – keine Absteiger“ würden zusätzlich auch die Aufstiegsreleganten jeweils nach oben rücken und es drohten zum Teil sehr aufgeblähte Spielklassen. Beispielsweise wäre in der Regionalliga Bayern in der Saison 2021/22 ein Mammutfeld von bis zu 23 Vereinen möglich.

 

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