Regionalliga: SpVgg Bayreuth – FC Memmingen 2:1 (1:0)

Schalding H04 Leyla 300Der FC Memmingen war einmal mehr an einer Überraschung bei einem Favoriten der Regionalliga Bayern dran, stand durch einen späten Gegentreffer aber wieder mit leeren Händen da. "Es war ein sehr knappes Spiel. Zum Ende hin haben wir einen Punkt aus der Hand gegeben“, kommentierte FCM-Trainer Esad Kahric die knappe 1:2 (0:1) Niederlage seiner Mannschaft beim Tabellenzweiten SpVgg Bayreuth, der mit dem achten Sieg im neuen Punktspiel weiterhin die „Mannschaft der Stunde“ und Bayern-Jäger Nummer eins bleibt.

In der kommenden Woche kann von der „Altstadt“ die Spitzenposition vom FC Bayern München II übernommen werden, was für das Team von Timo Rost großer Antrieb war, auch gegen die Allgäuer nichts abzugeben: „Wir mussten geduldig sein. Man hat unserer Mannschaft angesehen, dass wir viele Spiele in den Knochen haben." Die Belastung der vergangenen Wochen war aber auch auf der anderen Seite nicht kleiner. Zwar fehlte bei den Hausherren Sturmführer Markus Ziereis und der gerade neu verpflichtete Nicolas Andermatt vom Drittligisten SV Meppen war noch nicht spielberechtigt, doch die Ausfallliste bei den Gästen – ohne fünf - war noch länger. So wurde es personell durch die Verletzungen von Pascal Maier und Gökalp Kilic auch in der Offensive dünner als schon bisher. Für den jungen Altin Maxhuni war zudem schon nach elf Minuten Schluss. Trotz aller Rückschläge hielten die Memminger die Begegnung offen und die Bayreuther in der ersten Halbzeit vom eigenen Tor weg. Bitter, dass praktisch mit dem Pausenpfiff das 0:1 hingenommen werden musste. Ein 25-Meter-Schuss von Patrick Weimar wurde unhaltbar für FCM-Torhüter Mustafa Özhitay abgefälscht.

Angetrieben von Martin Dausch, der nicht nur durch Standard-Situationen selbst für Gefahr sorgte, wehrte sich Memmingen nach Kräften und kam zum verdienten Ausgleich. Oktay Leyla (im Archivbild im roten Trikot) köpfte eine Freistoß-Variante von Dausch zum 1:1 ein (67. Minute). Bis zum Schluss kämpfen beide Mannschaften mit offenem Visier, mit glücklicherem Ende für Bayreuth. Der Ex-Sechziger Felix Weber stand nach einem Freistoß in der 86. Minute richtig im Fünfmeterraum und schob aus dem Getümmel zum von den 839 Zuschauern im Hans-Walter-Wild-Stadon umjubelten 2:1 ein. In der fünfminütigen Nachspielzeit hätte der eingewechselte Lucas Chrubasik zwar noch den dritten Bayreuther Treffer erzielten können, aber Dausch genauso den Ausgleich für die Memminger.

Kahric nahm trotz der knappen Niederlage das Positive mit: „Ich war mit vielen Ansätzen, die meine Mannschaft gegen eine Spitzenmannschaft gezeigt hat, zufrieden“. Diese Ansätze können die Memminger gleich wieder am Dienstag (19.30 Uhr) gegen den nächsten Favoriten unter Beweis stellen. Dann kommt in der vorerst letzten englischen Woche der FC Schweinfurt in die Arena an der Bodenseestraße. Der Vorjahresmeister kommt mit der Empfehlung, dem VfB Eichstätt gerade ein halbes Dutzend Tore eingeschenkt zu haben.

SpVgg Bayreuth: Kolbe - Danhof (66. Steininger), Lippert, Kirsch (C), Nollenberger (84. Kaymaz), Weimar (74. Stockinger), Maderer (90. + 3 T. Weber), Eder, Götz, F. Weber, Knezevic (83. Chrubasik). – Trainer: Rost.

FC Memmingen: Özhitay - Gräser (84. Picknik), Scholz, Brugger, Remiger - Galinec - Dausch, Fundel (88. Moser), Mihajlovic (63. Hirschle) - Leyla, Maxhuni (11. Akcakaya). – Trainer: Kahric.

Tore: 1:0 (44.) Weimar, 1:1 (67.) Leyla, 2:1 (86.) Weber. - Schiedsrichter: Berg (Landshut). - Gelbe Karten: Weimar / Scholz, Brugger. - Zuschauer: 839.

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Archivfoto (C) Siegfried Rebhan

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