Der FC Memmingen muss rechnen und gewinnen

Fuerth H01 Scholz Tor 300Beim FC Memmingen hat das große Rechnen begonnen, was in den ausstehenden fünf Regionalliga-Spielen noch geholt werden muss, um den Klassenerhalt zu schaffen. Wobei die Rechnung ziemlich einfach ist: Nur Siege helfen weiter, insbesondere im nächsten Kellerduell am Samstag bei der ebenfalls abstiegsgefährdeten SpVgg Greuther Fürth II. Die Begegnung wird um 14 Uhr im Fürther Ortsteil Burgfarrnbach angepfiffen.

Die Lage: Memmingen steht mit 32 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz, einem Relegationsrang mit zwei Zählern Rückstand ans rettende Ufer. Die Fürther Bundesliga-Reserve folgt gleich dahinter mit 28 Punkten auf dem ersten direkten Abstiegsplatz. Ein Unentschieden würde keine Seite weiterbringen. Mit einem Sieg könnte der FCM den Abstand auf diesen Gegner erst einmal auf sieben Zähler ausbauen, bei umgekehrtem Ausgang hätte Fürth hautnah Tuchfühlung. Memmingen hat bislang alle Spiele ausgetragen, die Abstiegskonkurrenten können mit einem oder zwei Nachholspielen in der Hinterhand noch Boden gutmachen.

Der Gegner: Die U23-Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth will den Unterbau in der vierten Liga unbedingt halten. Dafür wurden in der Winterpause zwei gestandene Kräfte für die junge Mannschaft geholt. Ex-Profi Daniel Adlung (34 Jahre) wurde vom FC Schweinfurt zurückgeholt. Zuletzt beim SV Elversberg war Fabian Baumgärtel, der Erfahrung aus über 330 Dritt- und Viertliga-Spielen mitbringt. Auch die Wiederverpflichtung von Traner Petr Ruman nach dessen Aus bei Türkgücü München ist ein deutliches Signal. Nach jahresübergreifend sieben Niederlagen setzte ab März eine Frühjahrsbelebung ein, lediglich das Lokalduell gegen den 1. FC Nürnberg ging zwischendrin verloren. Das „kleine Kleeblatt“ muss auf die gesperrten Nick Lockermann, Marvin Weiß und der Franzose Afimico Pululu aus dem Profikader. Luca Beckenbauer, Enkel des „Kaisers“ ist dagegen wieder dabei.

Das FCM-Personal: Innenverteidiger Yannick Scholz und Offensivmann Lars Gindorf stehen nach ihren Sperren wieder zur Verfügung. Dafür muss erneut Martin Dausch passen, der gerade erst beim 0:0 gegen Rain nach längerer Verletzungspause zurückgekehrt war. Der Kapitän kassierte seine fünfte Gelbe Karte und muss einmal aussetzen. Auch der verletzte Oktay Leyla fehlt.

Das Hinspiel: Beim 3:3 Unentschieden machten die Memminger durch Treffer von Scholz (im Bild), Leyla und Timo Hirschle einen 0:1 bzw. 1:3 Rückstand noch wett. Alle drei FCM-Treffer wurden von Dausch eingeleitet.

Der Ausblick: Alles ist für den FCM aktuell möglich: Klassenerhalt, schlimmstenfalls der direkte Abstieg oder der Umweg über die Relegation. Deshalb gilt der Blick schon einmal auf die möglichen Relegationsgegner aus den Bayernligen. In der Süd-Staffel läuft es auf die SpVgg Hankofen als Meister und Regionalliga-Aufsteiger hinaus. Nachdem der FC Ingolstadt II bei einem Zweitliga-Abstieg der eigenen Profis nicht in die vierte Liga dürften, machen wohl der SSV Jahn Regensburg II, der SV Kirchanschöring und der SV Donaustauf den Teilnehmer an der gegen den 16. oder 17. Der Regionalliga Bayern aus. In der Bayernliga Nord liefern sich der FCE Bamberg und die DJK Vilzing ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel. Chancen zumindest auf Rang zwei haben auch noch der ATSV Erlangen und die SpVgg Ansbach.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

Tor: Martin Gruber – Abwehr: Jakob Gräser, Yannick Scholz, Amer Dedic, Altin Maxhuni – Mittelfeld: Matthias Moser, David Mihajlovic, Tiziano Mulas, Pascal Maier (Lars Gindorf) - Angriff: Roland Wohnlich, Timo Hirschle.

Bank: Nico Fundel, Gabriel Galinec, David Remiger, Dominik Stroh-Engel, Nicolai Brugger, Mustafa Özhitay (Tor).

Ausfallliste: Martin Dausch, Oktay Leyla.

Schiedsrichter: André Denzlein (29/Hochstadt/Oberfranken); Assistenten: Andreas Voll, Martin Götz.

 

Foto (C) Siegfried Rebhan

 

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