Regionalliga: FC Memmingen – SpVgg Oberfranken Bayreuth 2:1 (2:1)

Bayreuth H01 Jubel 300„Mehr an Emotionen geht nicht“, schnaufte Armin Buchmann, der Vorsitzende des FC Memmingen nach gut 100 Fußballminuten am Freitagabend erst einmal durch. Es war hochemotionaler Abstiegskrimi gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth. 2:1 (2:1) gewannen die Memminger und landeten einen überlebenswichtigen Heimsieg. Sie bleiben aber weiter auf dem vorletzten Regionalliga-Platz, weil der davor auf dem Relegationsrang stehende SV Seligenporten tags darauf seine Pfllichtaufgabe gegen Schlusslicht FC Unterföhring löste (5:0).

Auch Trainer Stephan Baierl brauchte Distanz um das Gesehen zu verarbeiten: „Zum Runterfahren brauche ich noch ein paar Schnäpse“. Es ging aber auch ohne Hochprozentiges. Schon nach 55 Sekunden hatte Muriz Salemovic den Gästen eingeschenkt. Alle rechneten mit einer Flanke, der Ball senkte sich von der rechten Strafraumseite in den Winkel. Bayreuth war in der ersten Halbzeit eigentlich nicht richtig anwesend – außer in der 20 Minute, als Mergim Bajrami einen Konter zum 1:1 setzte. In der Situation zuvor hatten die FCM-Fans lautstark einen Elfmeter gefordert, als Lukas Rietzler im Strafraum zu Fall kam. Für Schiedsrichter Patrick Hanslbauer war es jedoch kein Foul, wie er an diesem Abend auch noch einige weitere Situationen anders beurteilte als der große Rest in der Arena.

Bei der Roten Karte gegen Bayreuths Ivan Knezevic, der sich nach Abpfiff der verlängerten ersten Hälfte (wegen einer längeren Behandlungspause an Dennis Hoffmann) an einer Tätlichkeit an Burak Coban hinreißen lief, lag er richtig. Auch als David Anzenhofer in der Nachspielzeit Patrick Hobsch abgrätschte, gab es am Karton nichts zu rütteln. Als zuvor Michael Heilig die Ampelkarte sah, schon eher (65.). Hanslbauer brauchte einige Zeit bis er merkte, dass der 19-jährige schon verwarnt gewesen war.

„Heute zählt einzig allein der Sieg. In unseren guten Phasen haben wir es verpasst für die Entscheidung zu sorgen“, wollte Baierl mit den Seinen aber nicht allzu hart ins Gericht gehen. Nach der erneuten Führung von Jamey Hayse (37.) verpassten es Jannik Rochelt und Burak Coban wiederholt nachzulegen, beziehungsweise SpVgg-Keeper Skowronek hatte Entscheidendes dagegen. Aber auch FCM-Torhüter Martin Gruber verhinderte mit einem Glanzreflex gegen Böhnlein einen weiteren Gästetreffer.

Baierl hatte zwar vor Partie vorgehabt angesichts der Dauerbelastung zu rotierten, aber die Ausfälle von Furkan Kircicek (krank) und Sebastian Schmeiser (Zerrung) waren nicht eingeplant. Mit David Remiger gab ein weiteres Eigengewächs sein Regionalliga-Debüt. Weitere Nachrücker dürfte es im Dienstag-Heimspiel (19 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg II geben, weil hier mit Anzenhofer, Heilig und Schmeiser gleich drei Innenverteidiger ausfallen. FC Memmingen: Gruber - Boyer, Heger (75. Krogler), Heilig, Remiger - Rochelt, Hoffmann, Rietzler, Coban (90. + 2 Buchmann) - Hayse (68. Anzenhofer), Salemovic. – Trainer: Baierl. SpVgg Bayreuth: Skowronek – Golla, Dengler, Kolbeck, Weber – Schmitt, Weimar (46. Hobsch), Böhnlein, Held (75. Krahnert) – Knezevic, Bajrami (46. Wolf). - – Trainer: Stadler. Tore: 1:0 (1.) Salemovic, 1:1 (20.) Bajrami, 2:1 (37.) Hayse. - Schiedsrichter: Haslberger (St. Wolfgang). - Gelbe Karten: Heilig, Coban / Schmitt, Weber, Held, Böhnlein. - Gelb-Rot: Heilig (65./wiederholtes Foulspiel). - Rote Karten: Anzenhofer (90. + 1/grobes Foulspiel) / Knezevic (45. + 3 Tätlichkeit nach Ende der 1. Halbzeit an Coban). - Zuschauer: 776.

(Foto: Olaf Schulze)

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