Hoffen und Bangen geht in Burghausen weiter

Bayreuth H03 Baierl 300Beim FC Memmingen (18. Platz / 28 Punkte) geben sich die Verantwortlichen vor dem Samstag-Auswärtsspiel (14 Uhr) beim SV Wacker Burghausen (11. Platz / 40 Punkte) keinen Illusionen hin. Nach der unglücklichen 0:1 Niederlage unter der Woche gegen den 1. FC Nürnberg II ist der Regionalliga-Verbleib auf direktem Wege nicht mehr zu schaffen. Der Rückstand zum rettenden 15. Tabellenplatz beträgt aktuell zehn Punkte. Rein theoretisch wäre es zwar machbar, aber praktisch wird’s verdammt schwer. 46 Punkte würden am Ende sicher reichen, aber dafür müssten alle sechs noch ausstehenden Punktspiele gewonnen werden. Realistisch gesehen ist nur noch Rang 17 zu packen. Das ist der erste Relegationsrang, der am Ende berechtigt, den Platz gegen die Bayernliga-Qualifikanten zu verteidigen.

Der Abstand darauf und damit den SV Seligenporten beträgt zwar nach wie vor „nur“ einen Punkt, aber die Memminger hängen hier seit Monaten hinterher. Zuletzt wurden mehrfach die Chancen verpasst, im Fernduell Seligenporten zu verdrängen. Sei es beim mageren Unentschieden bei Schlusslicht FC Unterföhring, beim verpassten, aber möglichen Überraschungscoup gegen den FC Bayern München II oder eben jüngst gegen Nürnberg II. Seit dem 13. Spieltag Ende September kam der FCM nicht mehr von einem Abstiegsplatz weg.

Zwei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen ist die bisherige Bilanz unter dem neuen Trainer Stephan Baierl. In Sachen Ausbeute hat auch er sich mehr erwartet und erhofft, aber das Nervenkostüm einiger Spieler hielt nicht immer. Was dennoch zuversichtlich stimmt: Alle drei Niederlagen fielen mit einem Tor Unterschied äußerst knapp aus, Moral und auch Leistung stimmten zumeist.

So geht es in den nächsten Wochen zwischen Hoffen und Bangen weiter, um den Strohhalm Relegation noch zu erreichen. Die Devise: Selbst möglichst große Ausbeute machen und auf einen Ausrutscher von Seligenporten hoffen, das ins Sachen Torverhältnis ebenfalls fast gleichauf liegt. Das Restprogramm beider Kontrahenten ist von der Schwierigkeit und Gegnern ähnlich, vielleicht für Seligenporten einen Tick schwerer.

Zunächst aber Burghausen: Hier werden mit dem Gelb-gesperrten Muriz Salemovic und Rotsünder David Anzhofer (er bekam nach dem Platzverweis gegen Bayreuth drei Spiele Sperre aufgebrummt) zwei wichtige FCM-Spieler fehlen. Aber auch Wacker ist durch drei Gelb-Sperren dezimiert und muss weiter auf den länger verletzten Torjäger Marinkovic verzichten. Weil Burghausen zuletzt schwächelte und in den Abstiegssog gezogen wurde, wurde Trainer Patrick Mölzl von Ex-Profi Ronald Schmidt abgelöst. Die Wacker-Arena war für Memmingen in den letzten drei punkt- und torlosen Jahren nicht unbedingt ein gutes Pflaster. Was sich aber dieses Mal angesichts der prekären Lage im Abstiegskampf ändern sollte.

Relegationsmodus:

Die Regionalliga-Mannschaften auf den Tabellenplätzen 16 und 17 treten zunächst gegen die Zweitplatzierten der Bayernligen Süd und Nord in Hin- und Rückspiel gegeneinander an. Die Paarungen werden ausgelost. Sollte der designierte Meister TSV 1860 München den Drittliga-Aufstieg schaffen, sind die Sieger der ersten Runde für die Regionalliga-Saison 2018/19 qualifiziert. Im anderen Fall spielen die Sieger der ersten Relegationsrunde ebenfalls in Hin- und Rückspiel nur einen offenen Regionalliga-Platz aus.

Relegationstermine:

1.Runde Hinspiel, Dienstag, 22. Mai; Rückspiel, Freitag 25. Mai / Mögliche 2. Runde: Hinspiel, Dienstag, 29. Mai; Rückspiel, Freitag 1. Juni.

Sollte die SpVgg Greuther Fürth in der 2. Bundesliga in die Abstiegsrelegation müssen, verschieben sich die Termine, weil zunächst abgewartet werden muss, ob bei einem Fürther Zweitliga-Abstieg deren zweite Mannschaft in der Folge die Regionalliga verlassen muss. Hier ergäben sich dann folgende Relegationstermine: 1. Runde 25. und 28. Mai; mögliche zweite Runde 31. Mai und 3. Juni.

Restprogramm:

FC Memmingen (28 Punkte): Burghausen (A), Fürth II (H), Buchbach (H), Eichstätt (A), Rosenheim (A), Schalding-Heining (H)

SV Seligenporten (29 Punkte): Eichstätt (H), Rosenheim (A), Pipinsried (A), Schalding-Heining (H), FC Augsburg II (H), FC Bayern München II (A).

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(Foto: Olaf Schulze)

 

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