Regionalliga-Reform: Entscheidung am 8. Dezember

Logo Regionalliga Bayern 800 400Die Diskussion über die Neugestaltung der Regionalligen in Fußball-Deutschland und die Aufstiegsregelung zur 3. Liga hat in den vergangenen Wochen Fahrt aufgenommen. Nur noch drei Modelle werden nach Entscheidung des DFB-Spielausschusses in einer neuen Arbeitsgruppe geprüft, damit ab der Saison 2018/19 mehr als nur drei der fünf Regionalliga-Meister in die 3. Liga aufsteigen können. Vom Tisch ist nach Informationen der Sport Bild eine Aufstockung der 3. Liga von 20 auf 22 Vereine.

Zwei Varianten sehen vor, dass vier Vereine aus fünf Ligen aufsteigen. Das gilt für das Modell, das je einen festen Aufsteiger aus West und Südwest vorsieht. Zwei weitere Aufsteiger würden Nord, Nordost und Bayern ausspielen. Das gilt auch für ein rollierendes System, bei dem per Losentscheid für fünf Jahre im Voraus festgelegt wird, welche drei Meister direkt aufsteigen. Die beiden übrigen Meister würden den vierten Aufsteiger ausspielen. Mit diesen Varianten könnte Bayern leben.

Beide Modelle sind aber aus Sicht der 3. Liga nicht akzeptabel, weil ihren Absteigern je nach Region die Chance genommen würde, direkt wieder aufzusteigen. Die 3. Liga plädiert für eine Reduzierung auf vier Regionalligen, alle vier Meister sollen direkt in die 3. Liga aufsteigen.

Wenn die beiden oberen Varianten nicht zum Zug kommen sollte und es eine Reduzierung von fünf auf vier Regionalligen geben sollte, dann spricht sich Bayern dafür aus, dass der Freistaat zusammen mit Thüringen und Sachsen eine Spielklasse Südost bildet, darüber soll es eine Staffel Nordost geben.

Aus dem Nordosten kommt nun noch ein neuer Kompromissvorschlag hinzu, der mit DFB-Präsident Reinhard Grindel verhandelt wurde. Einhellige Meinung: Die Nordost-Staffel muss bleiben. Damit deutet viel darauf hin, dass es auch künftig fünf Regionalligen geben soll und damit auch eine wie auch immer geartete Relegation. Neu ins Gespräch gebracht wurde eine neue Aufstiegsrunde. Neben einem rotierenden System, in dem fünf Meister die vier Aufsteiger ausspielen, könnte es eine neue Relegation mit sechs Teilnehmern geben. Dann würden in zwei Dreierstaffeln die Aufsteiger ausgespielt.

Grindel nahm zur Tagung der Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform mit: "Es gibt verschiedene Modelle, über die ergebnisoffen diskutiert wird. Wenn aber einzelne Regionalligen ein Aufstiegsrecht erhalten, dann stellt sich die Gerechtigkeitsfrage. Es gibt aber einen klaren Wunsch der Regionalligisten und Drittligisten, die Regionalliga Nordost zu erhalten.“

Es ist allerdings unmöglich, die Forderungen, dass alle Regionalligameister aufsteigen müssen und gleichzeitig die Anzahl der Regionalligen in ihrer Struktur erhalten bleiben, umzusetzen. Insofern heißt es, einen tragfähigen Kompromiss zu finden, der das Entgegenkommen aller Drittligisten, nämlich von drei auf vier Aufsteiger zu erhöhen, widerspiegelt und gleichzeitig für alle Regionalligameister die gleichen Chancen bietet. Eine endgültige Entscheidung, wie die neue Aufstiegsregelung zur 3. Liga aussieht, wird auf dem anberaumten außerordentlichen DFB-Bundestag am 8. Dezember in Frankfurt fallen. Hier wird auch der FC Memmingen durch Armin Buchmann als Delegierter vertreten sein.

 

Offizielle Webseite des FC Memmingen mit Informationen über die Saison, den Verein und die Mannschaften.

Copyright © 2017 FC Memmingen e.V.
Designed by sm@rt-it GmbH