U19-Trainer Oliver Greiner: Das Ergebnis harter Arbeit

FCM Oliver Greiner 300Oliver Greiner (47) ist seit gut fünf Jahren Trainer der U19-Fußballer beim FC Memmingen, die aktuell in der Bayernliga für Furore sorgen und zwischen den beiden Favoriten FC Ingolstadt 04 und dem TSV 1860 München Rang zwei rangieren.

Herr Greiner, kurz vor dem Hinrunden-Ende steht der FCM auf einem tollen zweiten Tabellenplatz. Finanziell wesentlich besser gestellten Klubs wie 1860 München und dem FC Ingolstadt liefert Ihr derzeit ein offenes Meisterschaftsrennen. Warum kann das ,kleine Memmingen´ mit den ,Großkopferten´ so gut mithalten?

Oliver Greiner: Ich denke, das ist das Ergebnis harter Arbeit. Hinzu kommt, dass die Jungs unsere Vorgaben sehr gut umsetzen.
Das ist bei anderen Mannschaften auch der Fall …

Greiner: Ja klar, wir hatten im Sommer 16 (!) Abgänge und mussten einen Neuaufbau starten. Und jetzt ist es so, dass sowohl unsere Spieler als auch deren Eltern einfach brutal gut mitziehen. Manche Jungs kommen nach der Schule vier Mal die Woche aus München mit dem Zug zu uns ins Training, das muss man sich mal vorstellen, was das für ein Riesenaufwand ist. Ganz ehrlich, ich selbst würde diesen Aufwand nicht betreiben.

Um die Lücke zu den genannten Großklubs – zu denen im Übrigen auch die Würzburger Kickers und Jahn Regensburg zählen – zu schließen, muss man als FCM wohl vieles richtig machen?

Greiner: Natürlich. Die Ingolstädter und die Sechziger trainieren bis zu sechs Mal pro Woche – wir dagegen nur vier Mal. Auch in Sachen Infrastruktur sind sie besser aufgestellt als wir. Wir haben nur einen einzigen Kunstrasenplatz und dort stehen sich dann im Winter, salopp gesagt, 100 Kicker gegenseitig auf den Füßen rum. Wenn man als Trainer dort den Spielaufbau üben lassen will, hat man ein Problem. Wir müssen trotzdem schauen, dass wir aus unseren Bedingungen das Maximale rausholen.

Übernächstes Wochenende gastieren Sie mit Ihrer U19 zum Spitzenspiel beim Tabellenführer Ingolstadt. Worauf stellen Sie sich ein?

Greiner: Die Ingolstädter sind sehr stark, schießen sehr viele Tore. Wir brauchen aber keine Angst haben und müssen unser Spiel machen.

Wie würden Sie dieses erfolgreiche Memminger Spiel einem Außenstehenden beschreiben?

Greiner: Nun, das ist einfach erklärt: Wir agieren offensiv, haben ein gutes Umschaltspiel und wollen den Gegner früh unter Druck setzen.

Letzte Frage, Herr Greiner: Euer Saisonziel war ein Platz in den Top-5, jetzt seid Ihr Zweiter. Welchen Rang peilen Sie jetzt Anfang November an?

Greiner: Ganz ehrlich, jetzt würde ich schon gerne Zweiter werden …

(Interview von Dominik Prähofer - Memminger Zeitung vom 10.11.17 - Foto: Olaf Schulze)

 

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