Regionalliga-Liveticker: FC Memmingen - SpVgg Greuther Fürth II 0:1 (0:0)

FCM vs Fuerth 800 4007. Regionalliga-Spieltag: Der FC Memmingen hat alles versucht, konnte aber den Spitzenreiter letztendlich nicht trotzen. Vor 939 Zuschauern gab es eine 0:1 (0:0) Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth II. "Ein Unentschieden wäre verdient gewesen", sagte hinterher ein enttäuschter FCM-Trainer Uwe Wegmann, der seine Mannschaft nach dem Sieg gegen Eichstätt und dem Punkt in Aubstadt im Aufwind sah. Hier der Liveticker zum Nachlesen:

Der Liveticker aktualisiert sich nicht automatisch. Bitte betätigen Sie in regelmäßigen Abständen den Button "Aktualisieren" in Ihrem Browser oder die Taste "F5".

Die Mannschaftsaufstellungen:

FC Memmingen: Martin Gruber - David Remiger (46. Fatjon Celani), Luca Sirch, Ari Kelmendi, Lirim Kelmendi - Fadhel Morou, Marco Greisel, Lukas Rietzler, Olcay Kücük (87. Ensar Skrijelj) - Natsuhiko Watanabe, Marco Nickel.

Auswechselspieler: Mario Jokic, Marco Boyer, Lukas Ender, Jakob Gräser, Marco Zettler (Tor). - Trainer: Wegmann.

SpVgg Greuther Fürth II: Schaffran – McLemore (79. Klaus), Sollfrank, Ort, Coskun – Ahrend, Adlung, Ferri, De la Cruz (46. Kratzer) – Wüst, Parker (71. Subaric)

Auswechselspieler: Jost, Zahaczewski. - Trainer: Ruman.

Schiedsrichter: Kreye (Warmensteinach).

Gelbe Karten:Watanabe, Greisel / Parker, Adlung, Ahrend, Ort.

Zuschauer: 939.

Tor: 0:1 (55.) McLemore.

 

Vor dem Anpfiff:

Optimales Fußballwetter in der Arena gegen den Spitzenreiter. Beim FC Memmingen fehlt neben dem Langzeitverletzten Marco Schad erneut Philipp Boyer. Bei Fatjon Celani reicht es nicht über 90 Minuten - er nimmt auf der Bank Platz. Marco Greisel kann wieder spielen. Ersatz-Torhüter Felix Thiel weilt noch in Wien, wo am "Keeper-Battle" teilgenommen und den zweiten Platz belegt hat. Die Gäste kommen natürlich einem Pfund Selbstbewusstsein. Kein Wunder nach fünf Siegen und einem Unentschieden. Fürth II war allerdings unter der Woche im Einsatz, der FCM nicht. Der Tabellenführer setzte im Nachholspiel in Rain den Lucky-Punch und gewann durch einen Treffer in der Nachspielzeit von Malik McLemore mit 1:0. Dreh- und Angelpunkt im Fürther Spiel ist Ex-Profi Daniel Adlung.

Nach 15 Minuten:

0:0 - Fürth drückt in der Anfangsphase dem Spiel den Stempel auf und den FCM hinten rein. Die Memminger versuchen zwar anzulaufen, aber die Fürther lassen Ball flüssig laufen. Der FCM lauert darauf, mal einen weiten Ball zu schlagen und zu erlaufen. Die erste Gelbe geht an Fürth. Shawn Parker, für Augsburg schon in der Bundesliga aktiv, grätscht FCM-Kapitän Lukas Rietzler ab, als der den Ball schon zu Torhüter Martin Gruber zurückgespielt hatte. Die erste FCM-Chance nach 14 Minuten: Fadhel Morou luchst McLemore im Zweikampf den Ball aber und veruscht es mal vom Strafraumeck aus, aber Fürths Keeper Schaffran hat den Ball. Nach einer Viertelstunde beweist Ari Kelmendi fast ein gutes Auge, sieht dass Schaffran weit vor seinem Kasten steht und zieht von der Mittellinie ab - da fehlt nur ein guter Meter, dass sich das Leder ins Tor gesenkt hätte. Schaffran wäre vergeblich zurückgeilt.

Nach 30 Minuten:

0:0 - Der FCM spekuliert bislang mit den langen Bällen vergeblich, wenn es nach vorne geht, sind die Pässe auch noch zu ungenau. Bei Fürth wieder immer Ex-Profi Daniel Adlung gesucht. Er tritt auch die Freistöße, von denen die Memminger möglichst wenig zulassen wollen. Das Memminger System ist klar: Hinten dicht halten und vorne versuchen, mal einen Nadelstich zu setzen. Da geht es halt oft hinten rum, Geduld ist gefragt.

Nach 45 Minuten:

0:0 - 33. Minute: Die bislang größte Möglichkeit im Spiel. Marco Nickel kriegt im Strafraum den Ball, legt ab auf Nats Watanabe - der Japaner zieht nur knapp am langen Pfosten vorbei. Kurios: Fürth hat gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, aber die drei besten und einzigen Chancen bis hierhin hatte bislang Memmingen. Die nächsten Verwarnungen gehen erneut an die Gäste. Erst Adlung wegen taktischen Foulspiels und in der gleichen Situation für Ahrend wegen Ballwegschlagens. Dann aber kurz vor der Pause Fürth. 44. Minute: Gruber klärt im 1-gegen-1 bravurös gegen Parker. Senkuden später Parker und Adlung im Fünfmeter - der Ball im Tor. Schiri Kreye entscheidet auf Treffer, nimmt ihn aber Intervention seines Assistenten Günebakan wegen Handspiels zurück. Fürth protestiert, wie auch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als ein vermeintlicher Treffer wegen Abseits nicht gegeben wurde. Puh, durchschaufen - da war jetzt schon ein Stück Glück für den FCM dabei.

Halbzeit:

Beide Seiten tauschen zur Pause. Bei Fürth kommt Kratzer für De la Krutz - beim FCM soll's Fatjon Celani offensiv richten. Trainer Uwe Wegmann nimmt dafür Abwehrmann David Remiger runter, Rietzler rückt dafür in die Vierer-Abwehr-Kette, so sieht's zumindest aus.

Nach 60 Minuten:

0:1 - Die ersten Minuten der zweiten Hälfte haben es auch in sich. Schöne Kombination über Watanabe und Lirim Kelmendi auf Celani - Schaffran macht sich lang (49.). Gleich darauf nochmal, als Celani für Marco Greisel auflegt (50.). Mit mehr Druck hinter dem Ball, wäre es gefährlicher geworden. Watanabe erobert sich den Ball mit der Schulter, der Schiri entscheidet Handspiel - der Japaner gibt den Ball nicht raus, auch dafür gibt es Gelb. 53. Minute: Wie eine Flipperkugel flutscht der Ball durch den Strafraum - aus kurzer Distanz köpft Sollfrank, Gruber rettet wie ein Springteufel. Aber dann patzt ausgerechnet der Memminger Schlussmann, ist zu weit von seiner Box entfernt, wird von McLemore ausgespielt - das Fürther 0:1 (55.). Ein sichtlicher Schock für die Memminger, die den Faden verloren haben. Reihenweise Ecken für die Gäste.

Nach 75 Minuten:

0:1 - Was geht da noch gegen den Spitzenreiter, der erst drei Gegentore in dieser Runde kassiert hat? Auch Greisel holt sich Gelb wegen Ballwegschlagens (63.). Der Mittelfeldmann fasst sich einfach mal ein Herz aus 30 Metern, halbhoch - aber Schaffran macht den Flieger und hat den Ball sicher (66.). 72. Minute: Fürths Wüst versucht es aus der Distanz. Der Heber geht einen guten Meter am Tor vorbei. Nächster Karton für Ort bei den Gästen (74.), aber zuvor hätte Parker auch schon seinen zweiten Karton sehen müssen, als er den Ball noch wegschlug, als schon wegen Abseits abgepfiffen wurde. Das wäre Gelb-Rot gewesen. Kreye sieht sich heftigen Memminger Protesten ausgesetzt. Und der FCM hatte recht, es war eigentlich ein Regelverstoß des Unparteiischen, der sonst mit der Zeitverzögerungs-Regel konsequenter war. Die vier mitgereisten Fürther Fans haben zumindest Spaß, den Memmingern ist er erst mal vergangen. Offiziell sind es heute 939 Zuschauer in der Arena.

Nach 90 Minuten:

0:1 - In den Schlussminuten versucht es der FCM der Brechstange, mal mit Wucht drüber, mal ist wieder Schaffran zur Stelle. Da bräuchte es halt auch ein Stück Glück gegen die gut gestaffelten Gäste. Jetzt mal Nickel - ja das war gefährlich - Ecke (88.). Der entscheidende Pass kommt einfach nicht an. Dann ist nach nur drei Nachspielminuten Schluss und die Memminger Spieler sinken zu Boden.

Abpfiff:

Fürth freut sich, baut die Tabellenführung aus. Es war ein Spiel, in dem viel drin war - aber leider nicht für Memmingen, das über weite Streckeneine ordentliche Leistung taktisch und kämpferisch gegen spielerisch überlegene Gäste zeigte. Der FCM findet sich jetzt bittererweise sogar am Tabellenende wieder, weil das bisherige Schlusslicht Heimstetten einen 6:1 Kantersieg in Rosenheim gelandet hat.

 

Copyright © 2020 FC Memmingen e.V.
Designed by SMART-IT GmbH