Regionalliga-Liveticker: FC Memmingen - Viktoria Aschaffenburg 1:3 (0:3)

FCM vs Aschaffenburg13. Regionalliga-Spieltag 2019/2020: Was war das denn für ein Fußballabend? Der FC Memmingen verpennt völlig die erste Viertelstunde, kassiert drei Gegentreffer - dann wird es richtig turbulent und zwei Memminger sehen Rot. Am Ende steht vor 748 Zuschauern eine 1:3 (0:3) Heimniederlage gegen Viktoria Aschaffenburg. Auch Schiri Pflaum hat sich einmal mehr keine Freunde in Memmingen gemacht. Hier der Liveticker zum Nachlesen:

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Die Mannschaftsaufstellungen:

FC Memmingen: Felix Thiel - Philipp Boyer (88. Fadhel Morou), Luca Sirch, Jakob Gräser, Lukas Ender - Olcay Kücük (46. Ensar Skrijelj), Lukas Rietzler, Marco Greisel, David Remiger (72. Natsuhiko Watanabe) - Can Karatas, Marco Nickel.

Bank: Ari Kelmendi (Rote Karte auf der Bank), Tobias Schmölz, Martin Gruber (Tor). - Trainer: Uwe Wegmann.

Viktoria Aschaffenburg: Birk - Desch, Schnitzer, Baier, Schmidt, Gashi (58. Harrer), Verkamp (85. Grünewald), Ech Chad, Cheron (71. Fritsch), Boutakhrit, Zehnder.

Bank: Beinenz, Meßner, Fritsch, Schulz, Neuberger (Tor). - Trainer: Seitz.

Schiedsrichter: Pflaum (Dörfleins).

Gelbe Karten: Remiger, Kücük / Ech Chad, Schnitzer.

Rote Karte: Nickel (24./grobes Foulspiel), Ari Kelmendi (26. Rudelbildung/Tätlichkeit)

Zuschauer: 748.

Tore: 0:1 (8.) Gashi, 0:2 (11.) Desch, 0:3 (15.) Schnitzer, 1:3 (47.) Ph. Boyer.

 

Vor dem Anpfiff:

Neben den Langzeitverletzten Fatjon Celani und Marco Schad muss beim FC Memmingen noch einmal Mario Jokic passen. Der Innenverteidiger hat weiter Rückenprobleme. Die Jungs von Trainer Uwe Wegmann sind gut drauf und wollen natürlich jetzt zuhause nachlegen. Die Stimmung in Aschaffenburg ist aber genauso gut. Mindestens ein Punkt soll aus dem Allgäu entführt werden Luca Dähn fehlt studienbedingt.

Der FCM tritt mit der gleichen jungen Startelf wie beim 3:0 Auswärtssieg beim SV Schalding-Heining an. Für den freigewordenen Kaderplatz ist A-Junioren-Spieler Tobias Schmölz nachgerückt. Es ziehen Wolken auf und es wird etwas windig, aber sonst gute äußere Bedingungen in der Arena. Unglücklich ist, dass die Indians nebenan fast zeitgleich in die Eishockey-Oberliga starten.

Im Vorab-Interview auf dem Spielfeld geben sich beide Trainer zuversichtlich. "Es wird auf Kleinigkeiten ankommen", tippt Aschaffenburgs Trainer Jochen Seitz. Sein Gegenüber Uwe Wegmann sagt: "Wir werden versuchen, 90 Minuten konzentriert zu spielen". Allerdings gibt es kurzfristig eine Änderung in der Aufstellung. Auch Lirim Kelmendi kann nicht spielen. Er hat in der Trainingswoche einen Schlag aufs Knie bekommen und muss nun doch abwinken. Für ihn rückt mit Lukas Ender ein weiterer 19-jähriger in die Startelf.

Die FCM-Hymne "Die Macht im Allgäu läuft" ... gleich geht's los.

Nach 15 Minuten:

0:3 - Die erste Chance des Spiels hat der FCM. Can Karatas dribbelt durch den Strafraum, bei seiner Flanke wird aber David Remiger am Abheben gehindert, so dass er nicht zum Kopfball kommt. Dann kollektiver Tiefschlaf bei einem Einwurf von rechts, der Ball landet im Fünf-Meter-Raum bei Gashi und der schiebt flach ins lange Eck ein (8.). Der Gegentreffer rüttelt aber nicht auf. 11. Minute: Erneut ein Einwurf fast an der gleichen Stelle wie zuvor, Aschaffenburg schnappt sich das Ding - dieses Mal landet der Ball an der Strafraumkante bei der Desch, der locker zum 0:2 einschieben kann. Und es wird noch schlimmer. Schnitzer klaut sich den Ball und narrt die Memminger Innenverteidiger nach Belieben. Er kann fast noch fragen, wohin FCM-Torhüter Felix Thiel den Ball haben - das 0:3 (15.). Leistung und Spielstand nach einer Viertelstunde sind desolat. Der FCM findet praktisch nicht statt. FCM-Trainer Uwe Wegmann schüttelt verständnislos den Kopf ...

Nach 30 Minuten:

0:3 - Memmingen ist kräftig entzaubert, versucht aber nun zumindest ins Spiel zu kommen. Für's Wachmachen sorgt jetzt erfrischender Regen. Aber es wird im Gegenteil richtig hitzig. Schiri Pflaum gibt nach einem Foul an Nickel zunächst Vorteil, pfeift aber die fällige Gelbe Karte nicht nach (22.). Das sorgt für Unmut auf der Tribüne. Kurz darauf ein Einstieg von Nickel gegen Boutakhrit an der Außenlinie vor der Memminger Bank. Pflaum zückt sofort Rot gegen Nickel - es kommt zur Rudelbildung, die sich erst nach Minuten beruhigt. Der Memminger Ari Kelmendi von der Bank sieht auch noch Rot. Aschaffenburg, das sich an den Schubsereien samt Torwarttrainer gegen den Schiri beteiligt, bleibt unbestraft. Zur Rudelbildung gehören immer zwei  Seiten und das muss nach den Regeln zwingend  bestraft werden - eigentlich Gelb auf beiden Seiten, Regelbeugung? Strafen gibt es nur einseitig. Nach den tumultartigen Szenen beruhigt es sich wieder. Pflaum steht in Memmingen nicht zum ersten Mal in der Kritik - am klaren Spielstand für die Gäste ändert sich erst mal nichts. Der FCM ist ja auch in Unterzahl. Eigentlich ist nur noch Schadensbegrenzung für den FCM auf allen Ebenen angesagt.

Nach 45 + 3 Minuten:

0:3 - Unglaublich geht's weiter. Thiel wird ungestraft beim Abstoß angegangen. Boutakhrit fällt immer wieder, provoziert und Pflaum fällt darauf rein. Das ist nicht clever, was der Aschaffenburger macht, sonst höchst unsportlich. Auch das Nachtreten von Schnitzer gegen Rietzler bleibt ungeahndet. Schiri und Assi stehen zehn Meter daneben.  Aschaffenburg steht immer noch ohne Gelb da. Unglaublich ist auch nach wie vor der Spielstand.

Halbzeit:

Jetzt gilt es das Geschehen zu beruhigen und die zweite Halbzeit ordentlich rumzubringen - das gilt für alle. Kücük ist offenbar der Meinung, dass er zweimal die Gelbe Karte gesehen hat, lässt sich aber nicht nachvollziehen. Wegmann lässt ihn vorsorglich in der Kabine, für ihn kommt Ensar Skrijelj.

Nach 60 Minuten:

1:3 - Die angedachte Schadensbegrenzung gelingt schnell zumindest mit dem Anschlusstreffer - Philipp Boyer zieht nach einer Ecke aus 24 Metern ab - das 1:3 (47.). Nach einer Stunde fällt Karatas im Kontakt mit Verkamp. Bei einem Elfmeterpfiff hätte sich Aschaffenburg vermutlich nicht beschwert - aber Pflaum pfeift nicht. Das Kommentieren mit einem Grinsen zu seinem Assistenten hätte er sich sparen können. 748 Zuschauer sind heute in der Arena - zumindest sehen sie ein in der ersten Halbzeit sehr, sehr bemerkenswertes Spiel.

Nach 75 Minuten:

1:3 - Insgesamt plätschert das Geschehen dahin, Memmingen bemüht, kommt auch zu ein paar Ecken. Aschaffenburg verwaltet eher, als dass sie den entscheidenden Ball setzen wollen. Schiri Pflaum hat seinen persönlichen Aktionsradium jetzt rund um den Mittelkreis begrenzt. Sollte ein Schiri eigentlich nicht diagonal laufen?

Nach 90 Minuten:

1:3 - Pflaum hat für Aschaffenburg auch noch Gelbe Karten für Aschaffenburg dabei, unter anderem für Schnitzer, der mit beiden Händen Philipp Boyer stößt. Eigentlich hätte Schnitzer gar nicht mehr nach dem Nachtreten gegen Rietzler dabei sein dürfen. Drei Nachspielminuten gibt es obendrauf. Dann ist Schluss - und das ist heute auch gut so.

Abpfiff:

Aschaffenburg hat sich mit den dritten Punktspielsieg erst einmal Luft nach hinten verschafft. für den FCM geht der Abstiegskampf weiter. Jetzt heißt es sich erst einmal wieder sortierten vor dem Pokal-Viertelfinale am Donnerstag gegen den SV Schalding-Heining.

 

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