Fabian Lutz: Das ist schon was anderes

Lutz Fabian New Hamphire 300Alles neu für den Allgäuer Fußballer Fabian Lutz (rechts im Bild): Nach zwölf Jahren beim FC Memmingen zog es den 23-jährigen Bad Grönenbacher im Sommer in die USA. Dort erhielt er ein Stipendium: Er absolviert sein Master-Studium (Bewegungswissenschaften) an der Universität in Durham im Bundesstaat New Hampshire (Nordosten). Für das Uni-Team, die „UNH Wildcats“, spielt er dort gleichzeitig in der höchsten US-College-Liga, der NCAA Division 1. Seit einem Monat ist er nun dort. „Das Niveau ist besser als erwartet, aber der Fußball ist schon anders als in Deutschland“, erzählt Lutz lachend.

Die Unterschiede seien schwer zu erklären. Sein Eindruck: „Man merkt manchen Spielern an, dass Erfahrung fehlt. Und es wird weniger auf Ballbesitz gespielt, sondern gleich nach vorne.“ Und noch etwas ist anders: Lief Lutz in der Regionalliga für den FCM meist als Außenverteidiger auf, ackert er in den USA oft im rechten Mittelfeld. Nunmehr fünf Partien hat er bestritten – drei in der Vorbereitung und zwei Pflichtspiele.

Während es in der sogenannten „Pre-Season“ mit zwei Remis und einer Niederlage durchwachsen lief, glückte der Start in die Liga: Zuhause gab es vor 2100 Zuschauern einen 1: 0-Sieg über Boston. „Wir waren deutlich besser und hätten höher gewinnen müssen“, hadert Lutz. Den entscheidenden Treffer leitete er ein: Seinen Schuss ließ Bostons Keeper prallen, ein Teamkollege schob ein. In der Nacht von Montag auf Dienstag traten die Wildcats in Providence an. Im ersten von vier Auswärtsspielen nacheinander gelang ein 2: 1-Erfolg. „Diesmal war es aber ein bisschen glücklich – naja, Hauptsache gewonnen“, sagt Lutz. Meistens spiele er „nur“ etwa 60 Minuten, erzählt er und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Das ist hier bei Stürmern und Außen so üblich – nervt ein bisschen.“

„Alles läuft hier sehr professionell, wir werden komplett versorgt, bekommen dreimal pro Tag Essen und nach den Spielen Sandwiches. In den ersten Wochen hatten wir zweimal täglich Training und dazu noch Meetings“, berichtet Lutz. Vor und nach den Einheiten können sich die Sportler behandeln lassen. Lutz erklärt: „Hier wird viel für die Regeneration getan – so stelle ich es mir bei Profiklubs vor.“ Studium und Sport seien eng verknüpft: „Ich wusste das nicht, aber wenn man nicht zur Uni geht oder schlechte Noten schreibt, kann man seine Spielberechtigung verlieren. Deswegen sind alle diszipliniert.“ Es gebe viele Faktoren, die Spieler müssen laut Lutz auf vieles achten. Doch bei vorbildlichem Verhalten sei alles kein Problem.

Lutz berichtet sehr positiv aus Durham: „Es ist cool hier, die Leute sind sehr nett und die Uni zwar weitläufig, aber auch schön.“ Angetan ist Lutz auch von seinen Teamkameraden: „Es macht wirklich Spaß, weil wir alle ungefähr gleich alt sind.“ Beste Voraussetzungen also für eine erfolgreiche Saison.

(Von Jan-Mirco Linse - Allgäuer Zeitung vom 05.09.19 - Foto: privat)

 

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