Enttäuschende TV-Sendung "Sport im Abseits"

TV Kamera 300Die Sendung „Sport im Abseits“ am Mittwochabend zur besten Sendezeit im Bayerischen Fernsehen war leider sehr enttäuschend. Wieder einmal ging es nur um den Profi(t)fußball und anderen Profisport. Im Block, als es um Amateurfußball (immerhin 4.600 Vereine) gehen sollte, wurde über die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga lamentiert. BR-Chefredakteur Nitsche hatte vom Thema wenig Ahnung, weil für ihn wohl Drittliga-Fußballer Amateure sind. Vielleicht hätte er die Sendung seiner Sportredaktion überlassen sollen. Das Wort „Regionalliga“ fiel nur einmal durch Dr. Koch, alles darunter, sprich der Amateurfußball, wurde nicht mal erwähnt. Nicht einmal ein paar Sekunden stand der Amateursport im Fokus. Auch andere Sportarten, um die es eigentlich gehen sollte, kamen im Prinzip nicht vor.

Da stellt sich die Frage, warum ein BR-Team extra nach Memmingen und Marktoberdorf zu Filmaufnahmen mit FCM-Präsident Armin Buchmann und FCM-Kapitän Lukas Rietzler gefahren ist. Die Beiträge wurden gar nicht ausgestrahlt. Da hätten nicht nur die beiden mit ihrer (Arbeits-)Zeit Wertvolleres anfangen können. In der Schule hätte es für diese BR-Sendung geheißen: „Thema verfehlt. Setzen. Sechs“. Zumindest der Titel passte, der Sport stand tatsächlich inhaltlich im Abseits.

Auch für den Bayerische Fußballverband war die Sendung enttäuschend, wie diese Facebook-Stellungnahme zeigt: "Auch wir fanden das sehr schade und hatten uns deutlich mehr erhofft. Unser Präsident Rainer Koch hat daher nach der Sendung sehr deutlich gegenüber dem BR hinterlegt, dass die 3. Liga oder die Frauen-Bundesliga - anders als wohl vom Moderator angenommen - kein Amateurfußball ist und deshalb seine Fragestellungen nicht mit dem Thema des „Amateurblocks“ und den vorangestellten Anmoderationsbeiträgen zusammengepasst haben. Er hat zudem darum gebeten, dass der Amateurfußball jetzt auch noch zeitnah im BR thematisiert wird.

(Archivbild: Olaf Schulze)

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