
Mit den Würzburger Kickers erwartet der FC Memmingen in der Regionalliga Bayern einen der Meisterschafts- und Aufstiegsanwärter. Anpfiff des Schlager-Heimspiels ist am Samstagnachmittag um 14 Uhr in der Arena an der Bodenseestraße. Die Partie ist der Auftakt von zwei „englischen Wochen“ hintereinander. Bereits am kommenden Dienstag geht es auswärts bei der SpVgg Ansbach weiter.
Die Lage: Drei Niederlagen zuletzt hintereinander – das war für den FC Memmingen ein Novum in dieser Saison. Alle drei wurden in der Fremde kassiert, was die bislang ordentliche Auswärtsbilanz verhagelte. Durch die Nachholspiele unter der Woche ist der einstmals große Vorsprung auf die Gefahrenzone auf sieben Punkte geschrumpft. „Wir können mit der Situation umgehen“, sagt FCM-Trainer Matthias Günes dazu, „es liegt nach wie vor in unserer Hand die Punkte einzufahren“. Eine Überraschung gegen ein Spitzenteam täte dem Aufsteiger in der aktuellen Situation gut.
Der Gegner: Nachdem der 1. FC Nürnberg II auf einen Drittliga-Aufstieg verzichtet, werden die Würzburger Kickers und die SpVgg Unterhaching die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation unter sich ausmachen. Dass Würzburg mit aller Macht zurück in die 3. Liga will, unterstreicht der Trainerwechsel vor wenigen Wochen. Unter Rückkehrer Michael Schiele nach Marc Reitmaier ging es aufwärts, nicht nur ergebnistechnisch. Die Stimmung hat sich rasant zum Positiven gedreht, das Team zeigt sich vom Spielsystem her flexibel und hat auch wieder Torhunger entwickelt. Personell ist der Profikader ohnehin stark bestückt. Zuletzt gelang in der 8. (!) Nachspielminute ein 2:1 Heimsieg gegen den FC Bayern München II. Mit dem verwandelten Foulelfmeter machte Tarsis Bonga nicht nur den Siegtreffer, sondern auch sein 13. Saisontor.
Das Hinspiel: Am Dallenberg unterlag der FCM knapp mit 0:1, kassierte hier seine erste Auswärtsniederlage nach langer Zeit. Unglücklich war der Gegentreffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Kurz zuvor hatte Memmingen durch Winter-Abgang Nico Nollenberger die eigene Chance in Führung zu gehen und Würzburg Glück, dass Torhüter Johann Hipper wegen Handspiels außerhalb des Strafraums nicht vom Platz gestellt wurde.
Das FCM-Personal: Pascal Maier ist nach seiner Gelb-Roten-Karte in Fürth automatisch für eine Partie gesperrt. Bei Rufus Beck und Philipp Kirsamer geht es wieder – ob über die gesamte Spielzeit, ist noch offen. Luis Vetter laboriert an einer Zerrung, für David Mihajlovic sieht es mit seiner Knieverletzung nach vorzeitigem Saisonende aus. Angesichts der anstehenden Belastung mit vier Spielen innerhalb von nur 12 Tagen will FCM-Trainer Matthias Günes personell die Kräfte entsprechend einteilen.
Rund ums Spiel: Zwischen 100 und 150 Gästefans haben sich angekündigt. Es gibt keine strikte Fantrennung, aber punktuelle Einlasskontrollen. Kicker-Anhänger gelangen zum Gästeblock der Arena über den Mittel-Eingang im Stadiongelände. Kassen- und Arena-Öffnung ist um 13 Uhr. Karten sind im Vorverkauf und unmittelbar bis zum Anpfiff online günstiger als an der Tageskasse erhältlich. An die FCM-Fans werden von Sponsoren sogenannte Klatschpappen verteilt, um für Stimmung zu sorgen. Zum Spiel wird von der VR-Bank ein Defibrillator übergeben. Das Erste-Hilfe-Gerät wird künftig fest im Stadion installiert sein Die Einlaufkinder stellt der SV Haslach. Der Spielball wird vom Immoteam Allgäu gestiftet.
Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:
Tor: 22 Dominik Dewein – 13 Maximilian Dolinski, 3 Jakob Gräser, 6 David Bauer, 17 Rufus Roth – Mittelfeld: 16 Luan Fusaro, 4 Timo Schmidt, 8 Fabian Lutz, 14 David Remiger – Angriff: 23 Constantin Kresin, 24 David Günes.
Bank: 2 Noah Hill, 9 Philipp Kirsamer, 15 Michael Bergmann, 18 Kim Paschek, 27 Marcello Barbera, 29 Lukas Rietzler, 1 Felix Unger (Tor).
Verletzt: David Mihajlovic, Luis Vetter; gesperrt: Pascal Maier.
Schiedsrichter: Dr. Markus Huber (SSV Wurmannsquick); Assistenten: Christoph Stühler (DJK-SC Oesdorf), Johannes Roth (SC 1928 Rain.
STADIONZEITUNG „ARENA AKTUELL“
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Fotos (C) Hannah Brenner – Szenen vom 0:1 im Hinspiel