BFV-Toto-Pokal: FC Memmingen – FC Ingolstadt 0:3

Der FC Memmingen ist mit einer 0:3 (0:2) Heimniederlage gegen den Drittligisten FC Ingolstadt 04 aus dem BFV-Toto-Pokal ausgeschieden. Vor 666 Zuschauern bot der Regionalligist aber eine ordentliche Vorstellung gegen die Profitruppe und hätte zumindest ein besseres Ergebnis verdient gehabt. Die Möglichkeiten dazu waren da.

FCM-Trainer Matthias Günes hatte auf einigen Positionen rotiert und mit Spielern, die in den beiden Regionalliga-Auftaktspielen von der Bank kamen, frische Kräfte von Anfang an ins Spiel gebracht. Favorit Ingolstadt übernahm, wie erwartet, die Initiative – aber Memmingen beschränkte sich nicht nur auf die Verteidigungshaltung und wagte eigene Vorstöße, die durchaus noch gefährlicher hätten werden können. Die Gästeführung gelang in der 28. Minute Frederik Carlsen, der im Fünfmeterraum den Ball direkt annahm und ins kurze Eck bugsierte.

FCM-Torhüter Dominik Dewein vereitelte in Sekundenbruchteilen zwei weitere Ingolstädter Möglichkeiten, Ugundo versuchte es per sehenswertem Fallrückzieher (35.). Zwei Minuten danach bot sich Constantin Kresin die Riesenchance zum Ausgleich, doch er verzog freistehend vor dem Tor (37.). Kaltschnäuziger zeigten sich die Drittliga-Profis, allen voran Lars Lokotsch. Die Memminger reklamierten zwar zurecht, aber vergeblich auf ein vorangegangenes Handspiel, doch der wuchtige Offensivmann schnappte sich das Leder und vollstreckte zum 0:2 (38.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte der nächste Hochkaräter für den FCM, als Kapitän Lukas Rietzler an die Querlatte köpfte (45. +2).

Für bange Blicke Richtung Himmel sorgte in der zweiten Halbzeit eine amtliche Hagelwarnung, aber das Unwetter zog um Memmingen herum, so dass die Begegnung ordnungsgemäß zu Ende gebracht werden konnte. Ingolstadt machte mit dem dritten Treffer alles klar. Ein Strich mit voller Wucht durch Davide Sekulovic ins Kreuzeck – da gab es nichts zu halten (60.). Damit war die Entscheidung gefallen, trotzdem blieb bei der anhaltenden Schwüle ein munteres Spiel. Für Memmingen war es auch eine wertvolle Übungseinheit nicht nur für das Defensivverhalten. Der FCM fühlte sich am Ende etwas unter Wert geschlagen, hätte selbst zumindest einen Treffer verdient gehabt.

An einem solchen Abend müsste schon alles passen, um für eine Überraschung zu sorgen. „Wir haben heute verdient gegen einen guten Gegner verloren, der sehr engagiert und körperlich robust aufgetreten ist. Ingolstadt war die ersten 60 Minuten sehr effizient und wir konnten unsere guten Torchancen nicht nutzen“, befand am Ende Matthias Günes, der schon etwas traurig war, so früh im Wettbewerb auf einen starken Gegner getroffen zu sein und auszuscheiden. Ingolstadt steht damit im bayerischen Pokal-Achtelfinale, der FC Memmingen konzentriert sich auf die nächste Regionalliga-Aufgabe, denn schon am Freitag geht es mit dem Auswärtsspiel in Bayreuth weiter.

FC Memmingen: Dewein – Remiger (61. Fusaro), Gräser (75. Petrovic), Roth (46. Pfaumann), Zeller, Rietzler, Schmidt, Bergmann (72. Martin), Lutz, Kirsamer (46. Dolinski), Kresin-

FC Ingolstadt 04: Ponath – Lorenz, Scholz, Decker, Bennetts (69. Rosenlöcher), Gül (78. Fröde), Carlsen, Šapina (46. Durakov), Sekulovic (69. Deichmann), Lokotsch (75. Seo), Ugondu.

Tore: 0:1 Frederik Carlsen (28.), 0:2 Lars Lokotsch (38.), 0:3 Davide Sekulovic (60.). – Schiedsrichter: Hummel (Betzigau). Gelbe Karten: Zeller, Günes / -. – Zuschauer: 666.

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Fotos (C) Hannah Brenner, Siegfried Rebhan, Olaf Schulze

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