
Für den FC Memmingen geht es Schlag auf Schlag weiter. Nach der Hitzeschlacht im Pokal am Dienstagabend gegen den Drittligisten FC Ingolstadt (0:3) dürften die Temperaturen im nächsten Regionalliga-Spiel am Freitagabend (19 Uhr) bei der SpVgg Bayreuth zumindest etwas erträglicher sein. Heiß hergehen könnte es trotzdem, denn es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die ihre beiden ersten Punktspiele gewonnen haben.
Die Lage: Das Pokal-Aus hatte FCM-Trainer Matthias Günes schnell abgehakt und mit der Vorbereitung auf Bayreuth begonnen. Nach den erfolgreichen Partien in Landsberg (1:0) und gegen Ansbach (4:1) erwartet er eine weitaus „knackigere Aufgabe“.
Der Gegner: Wegen klammer Kasse und Schulden noch aus der Drittliga-Saison 2022/2023 hat sich die SpVgg Bayreuth erst einmal vom Profifußball verabschiedet, arbeitet mit Amateurstrukturen aber durchaus erfolgreich weiter. Trainer Lukas Kling kann weiter auf einige sehr erfahrene Akteure wie Jann George, Edwin Schwarz oder Marco Zietsch bauen. Zietsch fällt allerdings aktuell aus. Der 2:0 Auftaktsieg gegen die Fürther Zweitvertretung und das 3:0 gegen die Augsburger-Bundesliga-Reserve waren überzeugend. Lediglich im Pokal lief es unter der Woche etwas unrunder, aber nach einem Zwei-Tore-Rückstand wurde mit einem Kraftakt und einem 4:2 Erfolg beim Bayernligisten TSV Kornburg das bayerische Achtelfinale erreicht.
Das FCM-Personal: Im Pokalspiel gegen Ingolstadt kamen glücklicherweise keine Verletzten hinzu. Pascal Maier saß zumindest schon wieder auf der Bank. Jonas Koller kehrt nach seinem krankheitsbedingten Ausfall ebenfalls in den Kader zurück. Bis auf die Langzeitverletzten steht weiter ein großes Aufgebot zur Verfügung, sodass Günes auch an taktischen Varianten feilen kann, wobei der nächste Gegner ein ähnliches Spielsystem wie Memmingen haben dürfte. Gegen Ingolstadt wurde etwas rotiert, am Freitagabend dürfte die Aufstellung wieder Ähnlichkeit wie beim Heimsieg gegen Ansbach haben, wobei sich der Coach „auf ein, zwei Positionen“ noch nicht final festgelegt hat.
Bisherige Vergleiche: Bayreuth gehört zu den Vereinen, mit denen die Memminger in den vergangenen Jahrzehnten mit am öftesten die Kräfte gemessen haben – insgesamt 59 Mal. Die Bilanz ist mit 31 Niederlagen, 14 Unentschieden und 14 FCM-Siegen deutlich. Der letzte Memminger „Dreier“ gegen die „Oldschood“ ist schon eine Weile her und resultiert aus dem Jahr 2018. In der vergangenen Saison gelang zuhause ein 1:1, das Rückspiel im Hans-Walter-Wild-Stadion wurde mit 1:3 verloren.
Das nächste Heimspiel: Für das Top-Duell mit dem TSV 1860 München am Freitag, 14. August (19 Uhr) waren am Donnerstagnachmittag nur noch wenige Karten zu haben, sodass der FCM mit einer mit 5.000 Zuschauern ausverkauften Arena rechnen darf. Das Spiel gegen die „Löwen“ wird im frei empfangbaren Livestream von BR24Sport übertragen. Restkarten online unter www.fc-memmingen.de/tickets.
Liveticker: Das Bayreuth-Spiel kann über die FCM-Homepage verfolgt werden. Über ein neues Streaming-Angebot in der Nachfolge von Sporttotal laufen derzeit noch Gespräch. Eine Spielzusammenfassung mit den Höhenpunkten gibt es noch am gleichen Abend bei BFV.TV.
Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen gegen Ansbach (Rückennummer in Klammer):
Tor: Dominik Dewein (22) – Abwehr: Maximilian Dolinski (13), Max Zeller (2), Timo Schmidt (4), Kim Paschek (18) – Mittelfeld: Uros Micic (11), Lukas Rietzler (29), Fabian Lutz (8), Luan Fusaro (16) – Angriff: Constantin Kresin (23), Luis Pfaumann (10).
Bank: Jakob Gräser (3), Rufus Roth (6), Pascal Maier (7), Philipp Kirsamer (9), David Remiger (14), Michael Bergmann (15), Luka Petrovic (17), Dominik Martin (19), Jonas Koller (20), Felix Unger (1/Tor), Daniel Keller (30/Tor).
Verletzt: Mike Gerhardt, Jordan Spitzlberger.
Schiedsrichter: Raphael Salzberger (22 Jahre/FC Mühldorf/Oberbayern); Assistenten: David Kern (DJK Wülfershausen), Ilrirjan Morina (FSV Landau).
LIVETICKER
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Fotos (C) Siegfried Rebhan