
Keine Verschnaufpause für den FC Memmingen: Nach dem 1:0 Heimsieg gegen den VfB Eichstätt geht es bereits am Dienstagabend in der Regionalliga Bayern mit einem Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth II weiter. Weil in Burgfarnbach, wo die Fürther U23 normalerweise ihre Heimspiele austrägt, kein Flutlicht zur Verfügung steht, wird die Begegnung im großen Zweitliga-Stadion „Sportpark Ronhof – Thomas Sommer“ ausgetragen.
Die Memminger sind wieder bis auf einen Punkt an Spitzenreiter TSV Buchbach herangerückt und fühlen sich in der Rolle als Überraschungszweiter weiter pudelwohl. Imponierend ist die starke Defensive, die stabil steht, obwohl die Abwehr gegen Eichstätt schon nach kurzer Zeit erneut umgekrempelt werden musste. David Remiger schied verletzt aus und wird mit einem dicken Fuß auch in Fürth fehlen. Der eingewechselte Jonas Koller schloss die Lücke nahtlos (im Bild).
FCM-Trainer Matthias Günes will deshalb auch nicht über Ausfälle lamentieren, auch wenn das personelle Korsett enger wird. Weil es der Spielverlauf nicht hergab, blieben gegen Eichstätt mit Pascal Maier, Philipp Kirsamer, Uros Micic und Dominik Martin Spieler draußen, die auch immer eine Option für die Startelf sein könnten.
Beim Gegner gibt es ein Wiedersehen mit David Günes. Der beste Memminger Torschütze der vergangenen Saison und Neffe von FCM-Trainer Matthias Günes wagte den Sprung in den Profifußball und hat für das „kleine Kleeblatt“ bislang vier Treffer erzielt, zwei davon am vergangenen Wochenende beim spektakulären 3:3 Unentschieden bei Wacker Burghausen. Bis zur Nachspielzeit lagen die Fürther mit 1:3 hinten. Nach Holperstart der zum größten Teil neuformierten jungen Mannschaft zeigte die Kurve zuletzt deutlich nach oben. Beim 1:1 gegen den FC Bayern München II musste der Ausgleich erst kurz vor Schluss geschluckt werden. Das Prestige-Duell gegen Nürnberg II wurde mit 2:1 gewonnen. Damit steht augenblicklich der erste Nicht-Abstiegsplatz zu Buche.
Der FC Memmingen will seine Auswärtsweste mit sechs Siegen aus sechs Spielen weiter blütenweiß halten. Das will David Günes gegen seinen alten Klub ändern. Sein Tipp und seine Ansage: „Es wird ein spannendes Spiel und wir werden mit 1:0 gewinnen“. Am liebsten mit einem eigenen Treffer. Dazu müsste er die „Memminger Stadtmauer“ knacken, die in den 13 ausgetragenen Partien hinten schon ganze achtmal zu Null spielte.
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Fotos (C) Hannah Brenner, Olaf Schulze