Constatin Kresin beendet heimische Torflaute nach 520 Minuten

Der FC Memmingen trifft beim 1:0 im Topspiel gegen den VfB Eichstätt in der Fußball-Regionalliga wieder vor heimischem Publikum. Was Constantin Kresin zu seinem besonderen Tor sagt, berichtet die Allgäuer Zeitung:

Erinnern wir uns zurück an den 15. November 2025: Damals verlor Fußball-Regionallist FC Memmingen ein torarmes Heimspiel gegen den VfB Eichstätt knapp mit 0:1. Am Samstag, ein knappes Jahr später, fiel bei der Neuauflage des Duells in der Memminger Arena erneut nur ein einziges Törchen. Doch das Ergebnis lautete genau andersherum: Gastgeber Memmingen gewann das Spitzenspiel am 13. Spieltag verdient mit 1:0 (0:0).

Torschütze war der 20-jährige Offensivspieler Constantin Kresin, der beim FCM gerade eine starke Entwicklung nimmt und sein drittes Saisontor erzielte. Es lief die 66. Minute, als Verteidiger Max Zeller mit dem Ball am Fuß durch das Mittelfeld sprintete und auf den in zentraler Position wartenden Kresin passte. Der nahm die Kugel mit dem Rücken zum Tor stehend an, drehte sich blitzschnell und traf mit einem platzierten 17-Meter-Flachschuss ins Tor. 1:0 für den FC Memmingen , das Ende einer zähen Heimtor-Flaute der Maustädter. Der Memminger Pressesprecher Andreas Schales lieferte auf der Pressekonferenz nach der Begegnung die exakte Zahl: „Wenn wir richtig gezählt haben, sind wir zuvor 512 Minuten lang auf heimischem Rasen ohne eigenes Tor geblieben“. (Kleine Korrektur: Es waren sogar 520 Minuten).

Torschütze Kresin sagte nach der Partie über seinen Treffer: „Das war schon ein cooles Gefühl. Wir hatten ja in den Heimspielen zuvor und auch diesmal bis zur 66. Minute etliche Torchancen ausgelassen.“ In der zeitlichen Abfolge sah das folgendermaßen aus: In der fünften Minute rauschte ein Torschuss von Luan Fusaro übers VfB-Gehäuse. Dann die 23. Minute: Nach einer Linksflanke von Kresin versuchte es Fusaro im Fallen per Kopf, doch Eichstätt-Keeper Daniel Martin konnte retten. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel kamen die Memminger dann druckvoll über die halblinke Verbindung: Luis Pfaumann bediente Kresin, dessen Abschluss flog aber über den Kasten. Die Eichstätter wurden im ersten Durchgang im Grunde nur einmal gefährlich, nämlich durch einen Torschuss von Aurel Kuqanaj in der 12. Minute. Zur Pause stand es 0:0.

Vier Minuten nach dem Neustart verfehlte ein gefährlicher Abschluss von Kresin nur knapp das Tor. Später folgte eine weitere Torgelegenheit von Fusaro. Und in der Schlussphase der Partie scheiterte Kresin nach starker Vorarbeit des eingewechselten Jonas Koller aus aussichtsreicher Position. Dann war Schluss vor den 540 Zuschauern in der Arena.

Gäste-Coach Markus Mattes lobte nach dem Match das „hervorragende Umschaltspiel der Memminger“. Der FCM stehe berechtigterweise oben in der Tabelle. Mattes‘ Gegenüber, der Memminger Cheftrainer Matthias Günes, lobte auch: „Ich bin sehr zufrieden.“ In der ersten Halbzeit „haben wir extrem adaptiert, was der Gegner macht“. Das mache ihn glücklich. So spricht wohl ein Fußball-Lehrer, der sich darüber freut, dass seine Schützlinge die Inhalte aus dem Training gut auf den Platz bekommen.

Dieselbe Freude empfand vermutlich auch Kapitän Lukas Rietzler, der wegen einer Schulterverletzung derzeit außer Gefecht ist. Es wirkt so, als herrsche beim FCM derzeit eitel Sonnenschein. Zumal Siegtorschütze Kresin betonte: „Die Teamchemie stimmt sehr gut. Wir haben einen starken Zusammenhalt.“

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Von Dominik Prähofer – Allgäuer Zeitung vom 12.10.26 – Fotos (C) Hannah Brenner

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