
Natürlich hätte Matthias Günes mit dem FC Memmingen (1. Platz / 30 Punkte) auch zuhause gerne mehr Punkte geholt. Die 1:2-Heimniederlage zuletzt gegen die starke und effiziente Zweitliga-Reserve des 1. FC Nürnberg in einem Regionalliga-Niveau auf hohem Niveau, weiß der Trainer aber auch entsprechend einzuordnen: „Mit der Leistung an diesem Tag hätten wir nicht gegen viele Mannschaften verloren. Inhaltlich bin ich top-zufrieden“.
Während in der eigenen Arena die Ergebnisse der eigentlich guten Form etwas hinterherhinken, waren die Memminger auswärts bislang das Maß aller Dinge: Sieben Spiele – sieben Siege. Das haben zuletzt die Würzburger Kickers in der Saison 2023/2024 geschafft. Nur der FC Bayern München II war in der Runde 2013/2014 mit neun Auswärtssiegen am Stück noch besser. Der FCM könnte mit einem weiteren „Dreier“ am Freitagabend (19 Uhr) beim Aufsteiger SC Eltersdorf (13. / 18 Punkte) noch näher an diese Marke herankommen. Vereinsrekord ist die Serie schon längst. Übrigens feierten sowohl Würzburg als auch Bayern II in den betreffenden Spielzeiten am Ende die Meisterschaft.
Doch erst einmal ist der nächste Gegner im Fokus: Aufsteiger Eltersdorf blieb in den letzten vier Begegnungen ungeschlagen (ein Sieg, drei Unentschieden), versucht mit „Kick & Rush“-Fußball erfolgreich zu sein, was den SCE aus der Sicht von Günes „etwas unberechenbar macht“. Perfekt lief es für die Erlanger Stadtteil-Kickers gegen Favoriten: Mit 3:0 daheim gegen den FV Illertissen, mit 2:0 in Buchbach und 1:0 beim FC Bayern II. Entsprechend erwartet Günes ein „Kampfspiel mit vielen Kopfballduellen. Es kommt wieder eine andere Art und Weise von Fußball als gegen Nürnberg auf uns zu“.
Personell können die Memminger wieder auf Fabian Lutz zurückgreifen., während Dominik Martin und David Remiger weiter verletzt fehlen werden. Kapitän Lukas Rietzler, der sich erst einmal nicht an der Schulter operieren lässt, hat in dieser Trainingswoche wieder am Rasen geschnuppert, ist aber noch nicht einsatzbereit. Seit einiger Zeit trainieren die A-Junioren Maximilian Berka und Dominik Reichert im Regionalliga-Kader mit, waren zuletzt auch im Aufgebot zu finden, wenngleich noch ohne Viertliga-Einsatz. „Das sind zwei vielversprechende und entwicklungsfähige Jungs“, will Günes die beiden 18-jährigen immer mal mitnehmen, wenn es deren Einsätze in der U21- und U19-Mannschaft erlauben, um die nächsten Talente heranzuführen. Günes geht davon aus, dass beide im Laufe der Saison auch zu Einsätzen in der ersten Mannschaft kommen können.
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Fotos (C) Hannah Brenner, Olaf Schulze