Regionalliga: FC Memmingen – SpVgg Ansbach 4:1

Perfekter Saisonstart für den FC Memmingen. Nach dem Auswärtssieg beim Neuling Landsberg ist auch die Heimpremiere der neuen Runde mit einem 4:1 (1:1) Erfolg über die SpVgg Ansbach vollauf gelungen. Vor 781 Zuschauer bei schwüler Hitze machte Neuzugang Uros Micic in der ersten Halbzeit eine vorübergehenden Rückstand wett. Fabian Lutz, mit Luis Pfaumann ein weiterer Neuer und der eingewechselte Philipp Kirsamer schraubten das Ergebnis zum auch in der Höhe verdienten Sieg nach oben.

Nächsten Dienstag wartet bereits die nächste Aufgabe: Im Pokal geht es um 18.30 Uhr zuhause gegen den Drittligisten FC Ingolstadt.

FC Memmingen: Dewein – Dolinski, Zeller, Schmidt, Paschek – Micic (61. Gräser), Lutz, Rietzler, Fursaro (83. Remiger) – Kresin, (83. Bergmann), Pfaumann (74. Kirsamer).

SpVgg Ansbach: Schiefer – Beetz, Dietrich, Angermeier (54. Mata), Kroiß, Puscher (73. Schmidt), Müller (73. Althaus), Weeger, Hayer (54. Nuhanovic), Manz, Ücüncü (73. Hahn).

Tore: 0:1 (14.) Ücüncü, 1:1 (30.) Micic, 2:1 (48.) Lutz, 3:1 (56.) Pfaumann, 4:1 (86.) Kirsamer. – Schiedsrichter: Krauß (Fladungen). – Gelbe Karten: Micic, Unger / Puscher. – Zuschauer: 781.

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Die Allgäuer Zeitung schreibt zum Ansbach-Spiel:

Erst Fußball, dann Wallenstein

Eine halbe Stunde nach dem Abpfiff wirkte Matthias Günes sehr entspannt. Dafür gab es drei Gründe: Die von ihm trainierte Regionalliga-Mannschaft des FC Memmingen hatte das erste Heimspiel der neuen Saison gegen die SpVgg Ansbach mit 4:1 (1:1) gewonnen, das war Grund Nummer eins.

Und es führt direkt zum zweiten Grund: Durch den verdienten Sieg gehören die Allgäuer nun mit der Maximalausbeute von sechs Zählern und 5:1-Toren zur Spitzengruppe der Liga – auch wenn erst zwei von 38 Spieltagen absolviert sind. Der dritte Grund für Günes‘ gute Laune war seine Familie: Nachdem der 43-jährige Coach im e-con Arena-Park die offizielle Pressekonferenz nach der Partie absolviert hatte, dauerte es nur wenige Sekunden, ehe seine beiden Töchter ihren Papa für sich beanspruchten. Ob man denn gleich anschließend noch zu den gerade stattfindenden Wallenstein-Festspielen gehen könne, wollten sie von ihm wissen. Zwar strahlten Günes‘ Augen ob der Nähe, die ihm seine Liebsten in diesem Moment gaben. Doch er musste seine Töchter vertrösten: „Am Sonntag gehen wir zu Wallenstein. Jetzt fahren wir erst einmal heim nach Füssen.“

Zuvor hatte sich Günes’ Team den zweiten Saisonsieg durch einen souveränen Auftritt erarbeitet. Die erste Chance des FCM durch einen Flachschuss von Constantin Kresin entschärfte Ansbachs Keeper Heiko Schiefer noch. Dann gab‘s für die Memminger die sprichwörtliche kalte Dusche, die sie angesichts der schwülheißen Witterung tatsächlich gut hätten gebrauchen können: Die Mittelfranken nutzten „katastrophale Unachtsamkeiten“ (Günes) der Memminger Abwehrspieler im eigenen Strafraum zum 0:1 durch Tarkan Ücüncü. Der frühe Rückstand nach 14 Minuten sorgte dafür, dass die FCM-Kicker das Zepter in die Hand nahmen. Nach 31 Minuten münzten sie ihre Überlegenheit erstmals in Zählbares um: Uros Micic (21) nutzte einen Patzer von Schlussmann Schiefer zum 1:1-Ausgleich. „Spätestens ab da war das Ganze eine klare Nummer zu unseren Gunsten“, analysierte Günes. Seine Akteure seien „laufstärker und griffiger“ gewesen. „Außerdem haben wir uns mehr Torchancen erspielt als die Ansbacher.“ Sein Trainerkollege Niklas Reutelhuber sagte: „Meine Mannschaft war in den ersten 15 Minuten ordentlich drin“. Für die verbleibende Spielzeit stellte der Gästecoach dann aber ein „Kollektivversagen“ fest.

Nach dem Wiederbeginn dauerte es nur drei Minuten, ehe die Memminger das Spiel drehten: Nach einem 40-Meter-Flugball glänzte Fabian Lutz zunächst mit einer technisch starken Ballannahme. Dann donnerte er die Kugel an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball ins Tor sprang, zum 2:1 für den FCM (48.). Bald darauf fiel das 3:1: Der vom Lokalrivalen FV Illertissen gekommene Luis Pfaumann setzte sich im Laufduell mit Ansbachs Ben Müller durch und traf dann – am erneut patzenden Torwart Schiefer vorbei – zum 3:1 (56.). Der Torhunger der Vorjahres-Aufsteigers war damit aber noch immer nicht gestillt. Gegen einen insgesamt schwachen Gegner (dies entsprach auch der Einschätzung von Esad Kahric, dem Sportlichen Leiter des FCM) legte der eingewechselte Philipp Kirsamer mit einem fulminanten Schuss kurz vor dem Spielende noch das 4:1 nach (85.).

Cheftrainer Günes freute sich, dass seine Jungs „nach dem Rückstand eine super Reaktion gezeigt“ hätten. Ein besonderes Lob zollte er Fabian Lutz (30). „Fabian ist eine absolute Säule in unserem Spiel. Er ist immer gesetzt, er läuft viel.“ Der Mittelfeld-Spieler habe sich generell bemerkenswert gut entwickelt. „Er ist in seiner aktuellen Rolle unheimlich wichtig für uns“, sagte Günes.

Von Dominik Prähofer – Allgäuer Zeitung vom 03.08.26 – Fotos (C) Hannah Brenner, Siegfried Rebhan, Olaf Schulze

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Fotos (C) Hannah Brenner, Raphael Krieger, Siegfried Rebhan, Olaf Schulze

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