Regionalliga: FC Memmingen – TSV Schwaben Augsburg 0:1

Der FC Memmingen hat in der Nachholpartie des 26. Spieltags abermals die Chance verpasst, vorzeitig den Regionalliga-Erhalt festzuzurren. Vor 482 Zuschauern gab es gegen den TSV Schwaben Augsburg eine 0:1 (0:0) Heimniederlage. Die Gäste wahrten damit die Chance auf den Klassenerhalt. Drei Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung der Memminger auf die Relegationsplätze weiterhin sieben Punkte. Damit bleiben noch drei „Matchbälle“ zum Klassenerhalt.

Unter der Überschrift „Wir waren schlecht“ berichtet Dominik Prähofer in der Allgäuer Zeitung über das Spiel:

Fußball-Viertligist FC Memmingen tritt im Kampf um den Klassenerhalt weiter auf der Stelle. Bei der 0:1 (0:0)-Heimpleite gegen Schwaben Augsburg zeigte die Mannschaft am Dienstag eine enttäuschende Vorstellung. Zwar haben die Memminger weiterhin sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, gegen die Fuggerstädter verpassten sie es aber erneut, den Liga-Erhalt endgültig in trockene Tücher zu bringen.

FCM-Coach Matthias Günes wählte nach dem Match deutliche Worte: „Wir haben heute – zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt – unsere bislang schlechteste Saisonleistung abgeliefert.“ Seine Spieler seien von Beginn an „nur im Verwaltungsmodus unterwegs gewesen“. Auf Memminger Seite habe „die Schärfe im Spiel gefehlt.“ Günes räumte ein: „Wir waren schlichtweg schlecht – und die Schwaben ein verdienter Sieger.“ Der 43-Jährige hielt seinen Akteuren aber zugute, dass „die meisten unserer Spieler momentan ihre erste Saison in der Regionalliga bestreiten.“

Zwei Tage nach dem 43. Geburtstag von Günes waren dessen Spieler nicht imstande, ihren Coach mit einer überzeugenden Leistung zu beschenken. Im Gegenteil: Die Memminger wirkten von Beginn an ziemlich verhalten, geradezu gehemmt. Den Violetten – so der Beiname der Gäste-Elf – schien der Druck im Abstiegskampf dagegen Beine zu machen.

Dementsprechend verzeichneten die Augsburger nach 17 Minuten auch die erste echte Torchance der Partie: FCM-Torhüter Dominik Dewein bewahrte sein Team gegen den durchgebrochenen Achitpol Keereerom jedoch vor einem Rückstand. Sieben Minuten später rauschte ein Gäste-Kopfball von Jonas Greppmeir übers Gehäuse. Und wenig später zielte Schwabens Abwehrspieler Dennis Ruisinger aus spitzem Winkel über den Kasten. Es dauerte bis zur 39. Minute, ehe die Memminger für Torgefahr sorgten: Den Drehschuss von Timo Schmidt entschärfte Gäste-Keeper Maximilian Reil jedoch problemlos.

Drei Minuten nach dem Wiederbeginn scheiterte dann David Bauer an der Fünfmeter-Raum-Markierung mit einem Kopfball am Augsburger Schlussmann. In der 75. Minute ging ein Raunen durchs Rund, als Ex-Profi Matthias Ostrzolek mit einem raumöffnenden Pass eine Kombination über Lukas Ramser und Levis Schaber einleitete – und Schabers Lattenkracher von FCM-Kicker Kim Paschek von der Torlinie gekratzt wurde. Weiter 0:0. Nur eine Minute später fiel aber schließlich das Tor des Tages: Der im Mittelfeld von den Gastgebern überhaupt nicht gestörte Jonas Greppmeir passte direkt in den Lauf von Ramser und der lupfte den Ball über den herausstürzenden Dewein lässig ins Tor – 0:1.

Die Bemühungen der Hausherren, in der Schlussphase zumindest noch ein Remis zu erkämpfen, blieben meist harmlos. Und so kassierten die Maustädter nach dem vorausgegangenen Burghausen-Match innerhalb von nur vier Tagen die zweite 0:1-Heimniederlage.

FC Memmingen: Dewein – Paschek (80. Kresin), Gräser, Bauer, Remiger (77. Vetter) – Maier (46. Roth), Rietzler, Schmidt (84. Kroh), Lutz – Kirsamer (62. Fusaro), D. Günes.

TSV Schwaben Augsburg: Reil – Redier, Ruisinger, Ostrzolek, Schwarzholz (88. Fackler-Stamm), Greisel, Greppmeir (80. Radoki), Krug, Sodji (46. Heiß), Keereerom (72. Ramser), Schaber.

Tor: 0:1 (75.) Ramser. – Schiedsrichter: Krzyzanowski (Neuburg/Donau). – Zuschauer 482.

BILDERGALERIE

FUPA-BILDERGALERIE I

FUPA-BILDERGALERIE II

.

Fotos (C) Hannah Brenner, Siegfried Rebhan, Olaf Schulze

WEITERE ARTIKEL