Regionalliga: In Buchbach kann es ungemütlich werden

Für den FC Memmingen könnte es am Freitagabend (19 Uhr) mit dem Regionalliga-Auswärtsspiel beim TSV Buchbach in zweifacher Hinsicht ungemütlich werden. Zum einen sind die Wetteraussichten wenig prickelnd, zum anderen ist Buchbach immer ein unangenehmes Pflaster. „Wir wissen was uns erwartet, sowohl vom Gegner als auch von der Atmosphäre her“, sagt FCM-Trainer Matthias Günes, „dementsprechend bereiten wir uns auf ein hartes Spiel vor“.

Die Lage: Elf Unentschieden haben die Memminger auf dem Konto – das ist fast der Topwert aller Ligen von eins bis vier in Deutschland. Lediglich Drittligist 1. FC Saarbrücken hat sich noch einmal öfter die Punkte mit dem Gegner geteilt. Es käme nicht ganz von ungefähr, wenn es auch am Freitag wieder ein Remis unter den Fast-Tabellennachbarn gäbe. Buchbach hat auch schon sieben Unentschieden auf dem Konto, zuletzt in allen vier Spielen nach der Winterpause.  Zudem waren die gegenseitigen Duelle fast immer sehr knappe Angelegenheiten.

Der Gegner: In der Winterpause musste der TSV Buchbach Aleksandar Petrovic ziehen lassen. Er nahm ein Angebot im Trainerstab des Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth an. Nachfolger Marc Unterberger coachte zuletzt Unterhaching in der 3. Liga. Es war nicht die einzige personelle Veränderung im Winter beim Vizemeister der vorigen Saison. Der Ex-Memminger Sascha Hingerl unterschrieb beim Drittligisten SSV Jahn Regensburg. Mit Jonas Wieselberger kehrte nach einem Auslandsaufenthalt sowie Stationen in Würzburg und Bayreuth im Gegenzug ein erfahrener Mann zurück.

Das Hinspiel (im Bild). Der FC Memmingen glich Mitte September einen frühen Rückstand durch einen umstrittenen Elfmeter in der 90. Minute durch Jakob Gräser zum 1:1 aus. In der dramatischen Nachspielzeit wäre beinahe sogar noch der Siegtreffer gelungen.

Das FCM-Personal: Abwehrchef David Bauer meldet sich zurück, dafür könnte krankheitsbedingt Rufus Roth fehlen, der ihn zuletzt beim 1:1 gegen Hankofen in der Innenverteidigung vertreten hat. Ansonsten hofft Günes, dass seine Spieler vom Erkältungsvirus verschont bleiben und kleinere Blessuren schnell ausgeheilt werden, um weiter mit nahezu voller Stärke agieren zu können. Lukas Rietzler ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, ein Einsatz kommt aber noch zu früh.

Das nächste Heimspiel: Noch vor Ostern empfängt der FC Memmingen am Mittwoch, 1. April, um 19 Uhr unter Flutlicht den TSV Schwaben Augsburg. Karten für das schwäbische Derby gibt es bereits im Vorverkauf und online unter www.fc-memmingen.de/tickets. Die Karten sind im Vorfeld günstiger als an der Abendkasse.

Regionalliga-Lizenz: Nachdem auch noch das Messprotokoll für die ausreichende Flutlichtstärke von durchschnittlich 400 Lux nachgereicht wurde, geht der FC Memmingen davon aus, dass bis Ende März die Zulassung für die nächste Spielzeit durch den Bayerischen Fußballverband (BFV) erteilt wird. Für die Anwärter aus den Bayernligen läuft noch die Bewerbungsfrist bis kommenden Freitag. Aus dem Norden werfen der SC Eltersdorf, ASV Neumarkt, ASV Cham und Fortuna Regensburg den Hut in den Ring. Aus der Südstaffel hat der TSV Landsberg den Lizenzantrag gestellt, müsste aber im Aufstiegsfall aus Kapazitätsgründen vom 3C-Sportpark ins das „alte“ städtische Sportzentrum umziehen. Der TSV 1860 München II könnte nur aufsteigen, wenn deren Profis den Sprung in die 3. Liga schaffen.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

Tor: Dominik Dewein – Abwehr: Maximilian Dolinski, Jakob Gräser, David Bauer, Rufus Roth (Kim Paschek) – Mittelfeld: Pascal Maier, Fabian Lutz, Timo Schmidt, Luis Vetter – Angriff: Philipp Kirsamer, David Günes.

Bank: Noah Hill, David Remiger, Luan Fusaro, Kevin Haug, David Mihajlovic, Marcello Barbera, Constantin Kresin, Felix Unger (Tor).

Schiedsrichter: Luca Schultze (München); Assistenten: Sebastian Stadlmayr (Donaumünster), Ilijan Morina (Landau).

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Fotos (C) Siegfried Rebhan

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