Vier Minuten haben der U19 des FC Memmingen gefehlt, um den klassenhöheren FC Ingolstadt aus dem Pokal zu kegeln. Nach 90 spannenden und gutklassigen Minuten hatte der leidenschaftlich spielende Bayernligist beim 2:2 (1:1) die Oberbayern am Rande einer Niederlage. Im Elfmeterschießen setzten sich Ingolstadt mit 6:4 durch.
Schon in der ersten Hälfte waren die Memminger das Team mit den besseren Möglichkeiten. Aber der FCI kam in der 24. Minute durch ein unglückliches Eigentor von FCM-Keeper Kaan Kul zur Führung. Memmingen zeigte sich nur wenig beeindruckt und erspielte sich gute Chancen, eine davon nutzte Angelino Reinhardt in der 37. Minute zum verdienten Ausgleich.
Der Memminger Angreifer war es auch, der nur wenige Augenblicke nach dem Wechsel zuschlug: Im Mittelfeld stibitzte er einem Gästespieler den Ball, ging auf und davon und versenkte ihn vehement aus 18 Metern zum 2:1. Die Hausherren hatten die Partie gut im Griff, Reinhardt verpaßte in der 68. Minute den dritten Treffer, nachdem er sich sehenswert durchgesetzt hatte, dann aber zu zaghaft abschloß. Ingolstadt machte dann in der Schlußviertelstunde nochmals Dampf und kam vier Minuten vor dem Ende zum eher glücklichen Ausgleich nach einem Getümmel vor dem FCM-Kasten – Malik Kaydin traf zum 2:2. Dabei blieb’s, ein Elfmeterschießen mußte die Entscheidung bringen. Dort hatten die Gäste die besseren Nerven und versenkten vier von fünf Elfern – Memmingen verschoß zweimal.
(Foto: Wolfgang Radeck)