
Der FC Memmingen hat zwei „Matchbälle“ vor eigenem Publikum, um vorzeitig den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern unter Dach und Fach zu bringen. Unter Flutlicht geht es am Freitagabend (19 Uhr) gegen den SV Wacker Burghausen und nächsten Dienstag (ebenfalls 19 Uhr) kommt der TSV Schwaben Augsburg zum Nachholspiel.
Die Lage: Mit dem Ende der Negativserie durch den 3:1 Auswärtssieg unter der Woche in Ansbach hat sich der FC Memmingen seinen Vorsprung von sieben Punkten auf die Abstiegszone erhalten. Rein rechnerisch sollten noch fünf Punkte aus den noch ausstehenden fünf Spielen für den Liga-Verbleib reichen.
Der Gegner: Mit dem bisherigen Abschneiden und dem achten Tabellenplatz sind die Verantwortlichen des SV Wacker Burghausen nur bedingt zufrieden. Zumindest nach hinten brennt nichts mehr an. Der ehemalige Zweitligist spielt eine wechselvolle Runde, blieb zuletzt viermal sieglos – darunter drei Unentschieden. Sauer war Trainer Lars Bender zuletzt nach der 1:3 Heimniederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth II. Der Coach war hinterher ganz kurz angebunden: „Wir haben eine Lehrstunde in puncto Effizienz bekommen. Damit ist alles gesagt.“ Die große Überlegenheit konnte nicht genutzt werden. Zuvor gab es bei Schwaben Augsburg eine 0:1 Niederlage und beim FC Augsburg ein 0:0. Gegen Kellerkinder tat sich Burghausen zuletzt schwer. Zuhause konnte Wacker mit Rang vier der Heimtabelle überzeugen, in der Fremde weniger, wie der vorletzte Platz in der Auswärtstabelle belegt. Eine Veränderung gibt es in der nächsten Saison auf dem Trainerposten. Bender wird den Verein verlassen und sich einer neuen Aufgabe widmen. Nachfolger wird mit Matthias Ostrzolek (Schwaben Augsburg) ein weiterer Ex-Profi.
Bisherige Vergleiche: Von den bislang 16 Regionalliga-Duellen gewann Burghausen zehn, Memmingen drei – zuletzt 2019. Dreimal gab es ein Unentschieden. Im Hinspiel unterlag der FCM mit 0:2.
Das FCM-Personal: Die taktische Umstellung in der zweiten Halbzeit hat sich in Ansbach bewährt und den FC Memmingen auf die Siegerstraße geführt. Angesichts der zweiten „englischen Woche“ in Folge gilt es noch einmal die Kräfte einzuteilen. FCM-Trainer Matthias Günes hofft, dass sich im Saisonendspurt keiner mehr verletzt. Wenn es bei Rufus Roth wieder gehen sollte, stehen bis auf David Mihajlovic alle Kräfte zur Verfügung. David Bauer ist nach seiner Gelb-Sperre wieder dabei. Der wiedergenesene Angreifer Phillip Kirsamer ging in Ansbach zwar selbst leer aus, war aber brandgefährlich. Zudem gab die Rückkehr von Kapitän Lukas Rietzler der Mannschaft sichtbar Stabilität.
Rund ums Spiel: Die Einlaufkinder stellt die JFG Wertachtal. Im Zuge der Einladungen für die Nachbarvereine sind der SV Dickenreishausen und Türkspor Memmingen in der Arena zu Gast. Auch eine Gruppe von Regens Wagner aus Lautrach hat der FCM eingeladen. Karten für das Spiel gibt es im Vorverkauf und online günstiger als an der Abendkasse, die um 18 Uhr öffnet.
Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:
Tor: 22 Dominik Dewein – Abwehr: 13 Maximilian Dolinski, 3 Jakob Gräser, 4 Timo Schmidt,18 Kim Paschek – Mittelfeld: 7 Pascal Maier, 29 Lukas Rietzler, 8 Fabian Lutz, 27 Marcello Barbera.
Bank: 2 Noah Hill, 11 Luis Vetter, 14 David Remiger, 15 Michael Bergmann, 16 Luan Fusaro, 17 Rufus Roth, 23 Constantin Kresin, 1 Felix Unger (Tor).
Schiedsrichter: Maximilian Ziegler (FC Lindach); Assistenten: Kevin Rösch (SF Laubendorf), Tim Parzefall (TSV Abtswind).
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