In der Bayernliga-Meistersaison waren die Fußballer des FC Memmingen mit 12 Punkteteilungen die „Unentschieden-Könige“. Und auch in der laufenden Regionalliga-Saison entpuppt sich der Aufsteiger wieder als absoluter Remis-Spezialist. Das 0:0 am vergangenen Samstag gegen Viktoria Aschaffenburg war nun schon das neunte Unentschieden der laufenden Runde. Nicht nur diesen Trend wollen die Memminger (11. Platz / 27 Punkte) im Nachholspiel am Dienstag (19 Uhr) gegen den TSV Aubstadt (8. / 31 Punkte) möglichst mit einem Heimsieg brechen. Der letzte „Dreier“ liegt – auch bedingt durch die lange Winterpause – schon eine ganz Weile zurück. Gegen Spitzenteam SpVgg Unterhaching gab es am 25. Oktober vergangenen Jahres einen 2:1 Überraschungscoup.
„Wir leben schon etwas von unserem guten Saisonstart“, blickt FCM-Trainer Matthias Günes auf sechs sieglose Spiele hintereinander zurück. Ganz leer ausgegangen sind seine Jungs in dieser Phase aber nicht – vier Unentschieden waren darunter. Günes betont, dass die Ausbeute mit dem angepeilten Ziel Klassenerhalt „voll im Plan liegt“.
Jetzt kommt Aubstadt. Wie endete das Hinspiel seinerzeit im Sommer? Mit 0:0 auch Unentschieden. Beim Blick in die Statistik und die Leistungskurve der Gäste wäre ein Punkt am Dienstag für den FCM vermutlich auch dieses Mal nicht das schlechteste Ergebnis. Gewonnen wurde gegen diesen Gegner noch nie. Aubstadt zeigte zuletzt gegen die Aufstiegskandidaten in Würzburg (0:1) und Unterhaching (1:1) starke Leistungen.
Günes kündigt eine gewisse Rotation bei seinem Personal an. Zum einen, weil schon am Freitag das nächste Spiel beim FC Bayern München II ansteht und zum anderen, weil Jakob Gräser und Marcello Barbera gegen Aschaffenburg mit Blessuren aus der Partie gegangen sind. Auch wenn Michael Bergmann und Lukas Rietzler verletzt und David Mihajlovic krank fehlen, gibt es der Kader her, auf der einen oder anderen Position durchzutauschen. Maximilian Dolinski steht nach seiner Rot-Sperre auch wieder zur Verfügung.