Regionalliga: In Bayreuth keine Eier ins Osternest legen lassen

Nach der Spielabsage am vergangenen Mittwoch gegen Schwaben Augsburg ist der FC Memmingen in der Regionalliga Bayern beim eigentlich geplanten Doppel-Spieltag über Ostern nur einmal im Einsatz. Am Ostermontag (14 Uhr) geht es im Duell der der Tabellennachbarn zur SpVgg Bayreuth – der Elfte spielte beim Zwölften.

Die Lage: Durch die Ergebnisse der anderen Clubs, die unter der Woche im Einsatz waren, hat sich der Vorsprung des FC Memmingen auf die Relegationsplätze auf immer noch passable zehn Punkte verkürzt. In den nächsten beiden Auswärtsspielen in Bayreuth und anschließend bei der SpVgg Greuther Fürth II soll gegen zwei Mannschaften, die hinter dem Aufsteiger in der Tabelle rangieren, der Abstand gehalten oder am besten ausgebaut werden.

Der Gegner: Die SpVgg Bayreuth kämpft noch mit Altlasten aus der Drittliga-Saison 2022/2023, die mit einem dicken Minus abgeschlossen wurde. Mit einer Crowdfundig-Aktion wurde versucht kurzfristig eine halbe Million Euro zu akquirieren, um die Schuldenlast zu drücken – es kamen aber nur 130.000 Euro zusammen. Geschäftsführerin Nicole Kalemba, die den Verein Mitte April verlassen wird, hat zudem große Einsparmaßnahmen umgesetzt. Im Winter wurde den Spielern freigestellt, ob sie bleiben oder gehen wollen. Ziel war es Gehälter zu reduzieren. Sechs Akteure gingen, es wurden trotz angespannter Lage aber auch vier Neuzugänge verpflichtet.

Die „Altstadt“, wie sie im Volksmund gerufen wird, blieb in den Spielen nach der Winterpause wettbewerbsfähig. Es gab Unentschieden in Eichstätt und Buchbach sowie Heimsiege gegen Schwaben Augsburg und Bayern München II, zu dem mit freiem Eintritt die Rekordkulisse von über 6.700 Zuschauern angelockt wurde. Zuletzt stotterte der Motor mit zwei 0:3-Niederlagen hintereinander in Hankofen und Fürth. „Wer von uns gemeint hat, dass wir schon aus dem Gröbsten raus sind, weil wir die ersten vier Spiele recht ordentlich gespielt haben, der ist jetzt hoffentlich wieder in der Realität angekommen“, kritisiert SpVgg-Trainer Lukas Kling. Auch wenn ab Sommer von Profi- auf Amateurfußball umgestellt wird, will Kling bleiben. Wie es heißt, hat der Verein auch weiter die Ambitionen in der Regionalliga eine gute Rolle spielen zu wollen.

Hinspiel: In einer intensiven Partie trennten sich beide Mannschaften mit 1:1. Timo Schmidt erzielte für den FCM nach einem Pausenrückstand den Ausgleich für den FCM.

Das FCM-Personal: Durch den Spielausfall hatten die angeschlagenen Rufus Roth und Philipp Kirsamer etwas mehr Zeit sich zu regenerieren. Lukas Rietzler hat sein Aufbautraining fortgesetzt. Beim wem es am Ostermontag schon wieder für einen Einsatz reichen könnte, ist aber noch offen. Es gilt, hinten wieder stabil zu stehen und vorne möglichst effizient zu agieren, was mit der Ausnahme der 2:3 Niederlage zuletzt in Buchbach in den Spielen davor gelang.

Nachholspiel: Ein neuer Termin für das abgesagte Spiel gegen Schwaben Augsburg steht noch nicht fest, ist aber frühestens Ende April möglich. Bis dahin hat der Gegner – bedingt durch zwei weitere Nachholspiele und einen regulären Wochentags-Termin – bereits drei „englische Wochen“ in Folge.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

Tor: Dominik Dewein – Abwehr: Maximilian Dolinski, Jakob Gräser, David Bauer, Kim Paschek (Rufus Roth) – Mittelfeld: Pascal Maier, Fabian Lutz, Timo Schmidt, Luis Vetter – Angriff: Constantin Kresin, David Günes.

Bank: Noah Hill, Philipp Kirsamer, David Remiger, Michael Bergmann, Luan Fusaro, Kevin Haug, David Mihajlovic, Marcello Barbera, Felix Unger (Tor).

Schiedsrichter: Leonhard Burghartswieser (TSV Bodenmais), Assistenten: Tim Grunert (SG Mallersdorf-Grafentraubach), Nick Ebner (SV Gotteszell).

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Fotos (C) Siegfried Rebhan

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