Regionalliga: SpVgg Bayreuth – FC Memmingen 3:1

Keine schöne Bescherung für den FC Memmingen am Ostermontag: Mit 1:3 (0:2) setzte es bei der SpVgg Bayreuth die zweite Auswärtsniederlage hintereinander. Die „Altstadt“ zog damit nach Punkten mit dem Aufsteiger gleich. Das komfortable Polster der Allgäuer auf die Gefahrenzone von zehn Punkten hält aber immer noch, weil die Ergebnisse der Kellerkinder auch nicht besser waren. „Wir waren heute einfach schlecht“, redete Dominik Dewein hinterher Klartext. Der Torhüter verhinderte eine noch höhere Niederlage.

FCM-Trainer Matthias Günes musste kurzfristig seine geplante Außenverteidigung umbauen. Maximilian Dolinski musste von vornherein wegen muskulären Problemen passen, nach dem Aufwärtstraining auch Rufus Roth. Allein darauf war es aber nicht zurückzuführen, dass die Memminger Defensive in der ersten Hälfte ungewohnt löchrig war. Beim ersten Gegentreffer liefen nach einem Fehler im Spielaufbau gleich vier Bayreuther gegen zwei Memminger an. Zunächst knallte Maximilian Fesser den Ball noch an den Pfosten, der Nachschuss von Patrick Scheder saß (21. Minute). Es war ein Wirkungstreffer. Dewein verhinderte gegen Fesser eine Minute später den zweiten Treffer. Der fiel nach einer halben Stunde als Davide Sekulovic am Strafraum Luis Vetter vernaschte und mit einem Lupfer über Dewein zum 2:0 abschloss. „Das war unsere schlechteste erste halbe Stunde in dieser Saison gegen einen galligen Gegner“, war Günes mit dem bis dahin Gezeigten bedient. Sein Gegenüber Lukas Kling hatte die Gelb-Schwarzen nach zwei 0:-N3iederlagen gegen die Abstiegskandidaten Hankofen und Fürth II richtig heiß gemacht.

Seine besten Szenen hatte der FCM kurz vor und nach der Pause. Der Kopfball von David Günes nach einem weiten Freistoß wurde von Torhüter Lucas Zahaczewski mit den Fingerspitzen geklärt (41.), der Schuss von Pascal „Palle“ Maier von einem Abwehrspieler kurz vor der Linie geklärt (46.). Der Anschlusstreffer fiel aber nicht. Zielstrebiger war Bayreuth und sorgte in der 50. Minute für scheinbar klare Verhältnisse. Nach einem Bilderbuch-Spielzug köpfte Kapitän Nico Andermatt eine Zietsch-Flanke zum 3:0 ein. Nach der ersten Memminger Ecke mit dem Kopfball von David Günes durch seinen neunten Saisontreffer ließ mit dem 1:3 noch einmal Hoffnung keimen (53.). Nach dem Motto, entweder selbst das zweite Tor schießen oder das vierte kassieren, zog Coach Günes noch alle personell möglichen Register. Auch Kapitän Lukas Rietzler gab nach erneuter Verletzungspause sein zweites Comeback in dieser Spielzeit. Am Spielstand änderte sich nichts mehr, weil das Memminger Bemühen zu spät kam und Bayreuth nicht die finale Entscheidung setzen konnte. „Über 90 Minuten war die Niederlage mehr als verdient“, ließ Günes seinen Frust an einer überdimensionalen Sponsoren-Getränkeflasche am Spielfeldrand aus. Für ihn gilt es seine Jungs für das dritte Auswärtsspiel in Folge am nächsten Samstag in Burgfarnbach bei der abstiegsgefährdeten SpVgg Greuther Fürth II wieder in die Erfolgsspur zur bringen.

Mittlerweile steht der Nachholtermin für das ausgefallene Heimspiel gegen Schwaben Augsburg mit Dienstag, 29. April (19 Uhr) fest.

SpVgg Bayreuth: Zahaczewski – Lippert, Schwarz, Schäffner, Seidel, Andermatt, Sekulovic (72. Markert), Zietsch, Fesser (79. Brückner), Heim (87. Koc), Scheder (87. Kraus).

FC Memmingen: Dewein – Paschek (80. Hill), Gräser, Bauer, Barbera (73., Rietzler) – Maier (67. Fusaro, Schmidt, Lutz, Vetter – Kresin (73. Haug), D. Günes.

Tore: 1:0 (21.) Scheder, 2:0 (30.) Sekulovic, 3:0 (50.) Andermatt, 3:1 (53.) D. Günes. – Schiedsrichter: Burghartswieser (Bodenmais). – Gelbe Karten: Scheder / Kresin. – Zuschauer: 1.135. – Aktueller Tabellenplatz FCM: 12. (vorher 12.).

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Fotos (C) Hannah Brenner

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