
Allgäu trifft München, die dritte: Nach den Partien gegen 1860 München (0:3) und FC Bayern München II (2:1) erwartet Regionalliga-Spitzenreiter FC Memmingen (1. Platz/12 Punkte) am Samstag (14 Uhr) mit der SpVgg Unterhaching (11./7) den nächsten Verein aus der bayerischen Landeshauptstadt. Und FCM-Trainer Matthias Günes erwartet: „Das wird eine schwere Aufgabe.“
Nur vom Blick auf die Tabelle will sich Günes nicht leiten lassen. Beispiel FCB II. „Gut, dass wir die so früh in der Saison hatten. Die werden sicherlich besser.“ Weil Spieler hinzukommen, weil sich das Team einspielen müsse. Das gleiche vermutet er bei Haching. Trotz holprigen Starts zählt Günes die Truppe von Janek Frensch zu den Spitzenteams der Liga.
Andererseits will der Chef der Allgäuer weiterhin auf die eigene Mannschaft schauen. Die hat ihm zuletzt richtig gut gefallen, und wie bemerkt er mit einem Lächeln im Gesicht: „Reportern gefällt oft, wenn man als Trainer mit ein paar Dingen im eigenen Spiel hadert.“ Zuletzt allerdings fand er selbst beim Blick durch die Lupe keine Mängel. „Die Jungs setzen prima das zuvor Abgesprochene um“, lobt Günes. Zuletzt war es jene Maßnahme, gegen die kleinen Bayern vermehrt in die Breite zu spielen. Zum anderen lobt er die körperliche Verfassung („Nur wer gut laufen kann, spielt gut Fußball“) und auch die mentale.
Ein weiterer Pluspunkt in Günes’ Augen: das zielgeführte Miteinander. „Es ist nicht so, dass nur der Trainer alle Dinge vorgibt“, verrät er. Vielmehr würden Ideen aus der Mannschaft kommen. Zum Beispiel, mehr technische Qualität ins eigene Spiel fließen zu lassen. Woran sicherlich weiter zu arbeiten ist – nicht jeder Pass nach vorne findet sein Ziel. Aber allein die sehenswerten Treffer zuletzt im Grünwalder Stadion durch Constantin Kresin und Max Dolinski, inklusive Zuckerpass von Lukas Rietzler, unterstreichen den Weg zum anspruchsvollen Fußball.
STADIONZEITUNG „ARENA AKTUELL“

.
Von Freddy Schissler – Allgäuer Zeitung vom 29.08.2026 – Fotos (C) Hannah Brenner