Der FC Memmingen geht als Spitzenreiter ins Haching-Heimspiel

Nachdem mit dem Auswärtssieg unter der Woche bei Bayern München II die Regionalliga-Tabellenführung zurückgeholt wurde, darf sich der FC Memmingen (FCM) auf das nächste Top-Spiel freuen. Am Samstag kommt um 14 Uhr die SpVgg Unterhaching an den e-con ArenaPark im Memminger Stadion.

Die Lage: Beim 2:1 Erfolg im Grünwalder Stadion hatten die Memminger gegen den zweifelsohne hochbegabten Bayern-Talentschuppen samt Star-Trainer Dante die richtigen Mittel gefunden. Der Lohn ist die erneute Spitzenposition nach dem fünften Spieltag. Vor einem Jahr waren die Vorzeichen gegen die SpVgg Unterhaching übrigens noch ganz andere. Damals kamen die Münchner Vorstädter, die aktuell erst vier Spiele ausgetragen haben, selbst als Tabellenführer an die Bodenseestraße. Mit einer Energieleistung siegte der FCM seinerzeit vor knapp 1.100 Zuschauern mit 2:1. Angesichts des starken FCM-Saisonstarts sollte es am Samstagnachmittag wieder eine ähnlich gute, vierstellige Kulisse in der Arena geben.

Der Gegner: Turbulente Wochen und Monate liegen hinter der SpVgg Unterhaching. Zum Ende der vergangenen Saison war aus finanziellen Gründen ein Aufstiegsverzicht erklärt worden, was der Mannschaft den Stecker gezogen hatte. Es gab im Sommer einen großen personellen Umbruch. Präsident Manfred Schwabl rief ein Konsolidierungsjahr aus, will aber in der kommenden Saison, wenn der bayerische Regionalliga-Meister wieder direkt in die 3. Liga aufsteigt, abermals um den Titel mitspielen. Der Neuaufbau soll heuer mit vielen eigenen Nachwuchskräften gelingen. Mit Rückkehrer Ben Westermeir (SSV Ulm 1846), Alexander Winkler und Manuel Stiefler gibt es aber noch Routiniers mit einiger Dritt- oder sogar Zweitliga-Erfahrung. Einen Cheftrainer gibt es indes immer noch nicht. Schwabl wollte eigentlich bis Mitte August einen Nachfolger für Sven Bender präsentieren, der vor Saisonstart abgesprungen ist und mittlerweile Assistent von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp ist. So coacht weiter der eigentliche U17-Trainer Janek Frensch, der in Besitz der erforderlichen A-Lizenz ist. Zuletzt ging es bei Haching wieder ums liebe Geld. Schwabl räumte kürzlich gegenüber dem Portal fupa.net ausstehende Zahlungen an Mitarbeiter ein, die daraufhin die Arbeit ruhen ließen: „Wir schauen, dass wir die ausstehenden Zahlungen jetzt nach und nach leisten“ Einsparungen in der eigenen Jugendarbeit und beim aufwändigen Nachwuchsleistungzentrum schließt der 60-jährige Funktionär und ehemalige Bundesliga-Profi trotz klammer Kasse aus.

Das FCM-Personal: Kim Paschek (im Bild), der in München umgeknickt ist, wird ausfallen. Mannschaftsarzt Stefan Gaum geht von einer Bänderverletzung aus. Eine MRT-Untersuchung soll noch weitere Aufschlüsse geben. Ansonsten steht das gleiche Aufgebot zur Verfügung in das auch der zuletzt etwas angeschlagene Rufus Roth zurückkehren dürfte. Der Sportliche Leiter Esad Kahric freut sich nicht über das bislang äußerst gute Abschneiden und die damit gute Stimmung: „Es passt“. Lob hat er auch für die Spieler, die von der Bank kommen, bei Einwechslungen gebe es keinen Abfall im Spiel, im Gegenteil. Kahric sieht deshalb auch keinen Handlungsbedarf für den Regionalliga-Kader mehr, bevor die Wechselfrist am kommenden Montag endet: „Wir haben durch die Neuzugänge im Sommer nochmal mehr Qualität bekommen“.

Rund ums Spiel: Eintrittskarten gibt es online (bis zum Anpfiff) und im Vorverkauf bei der Esso-Tankstelle direkt am Stadion (bis zwei Stunden vor dem Spiel) günstiger als an den Tageskassen, die um 13 Uhr öffnen. Auch für die nächsten Heimspiele gegen Vilzing (12. September), Burghausen (15. September), Buchbach (25. September) und Eichstätt (10. Oktober) können die Karten bereits erworben werden. Mehr unter www.fc-memmingen.de/tickets. Noch am Samstagabend gibt es eine Zusammenfassung des Spiels auf BFV.TV und dem Youtube-Kanal des Bayerischen Fußballverbandes.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen (Rückennummer in Klammer):

Tor: (22) Dominik Dewein – Abwehr: (13) Maximilian Dolinski, (3) Jakob Gräser, (2) Max Zeller, (20) Jonas Koller – Mittelfeld: (8) Fabian Lutz, (4) Timo Schmidt (29) Lukas Rietzler, (16) Luan Fusaro – Angriff: (10) Luis Pfaumann, (23) Constantin Kresin.

Bank: (6) Rufus Roth, (7) Pascal Maier, (9) Philipp Kirsamer, (11) Uros Micic, (14) David Remiger, (15) Michael Bergmann, (17) Luka Petrovic, (19) Dominik Martin, (1) Felix Unger (Tor)

Verletzt: Kim Paschek, Mike Gerhardt, Jordan Spitzlberger.

Schiedsrichter: Elias Wörz (TSV Friesenried/Schwaben); Assistenten: Fabian Härle (SVO Germaringen), Julius Egen-Gödde (VfL Kaufering).

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Fotos (C) Siegfried Rebhan, Olaf Schulze, Hannah Brenner

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