
Für den FC Memmingen steht schon wieder ein Gipfeltreffen an. Im Regionalliga-Heimspiel geht es am Jahrmarkts-Samstag (14 Uhr) als Tabellenzweiter gegen den Dritten VfB Eichstätt. Neben der blütenweiße Auswärtsweste gilt es nun auch die Heimbilanz aufzupolieren und vor allem vor eigenem Publikum auch wieder zu treffen.
Es ist trotz der Spitzenplatzierung schon ein Stück weit kurios: Die Auswärtstabelle führen die Memminger souverän an, in der Heimtabelle rangieren sie auf dem drittletzten Platz. Das soll sich am Samstagnachmittag in der Arena an der Bodenseestraße tunlichst ändern. An Torchancen hat es sowohl im Spitzenspiel gegen den TSV Buchbach (0:1) und den vorangegangen 0:0 Unentschieden gegen Wacker Burghausen, die DJK Vilzing und die SpVgg Unterhaching wahrlich nicht gemangelt – lediglich die Durchschlagskraft fehlte.
Jetzt soll endlich auch daheim wieder das Runde ins Eckige. Das Personal dafür ist da, auswärts klappt es ja auch. Nun wollen die Angreifer Luis Pfaumann (bislang 3 Treffer), Constatin Kresin (2) und Philipp Kirsamer (2) und Luka Petrvovic (Joker-Tor in Ilertissen) vor dem eigenen Anhang den Bock umstoßen. „Es geht nicht darum, wer es macht, sondern dass wir es machen“, will auch FCM-Trainer Matthias Günes die heimische Torflaute beenden. Mit Fabian Lutz (Knie) und Dominik Martin (muskuläre Probleme) fallen allerdings auch zwei Offensiv-Kräfte aus. Kapitän Lukas Rietzler mit seiner Schulterverletzung ohnehin.
Beim 1:0-Auswärtssieg in Aubstadt zeigte sich die zwangsweise umgestellte Abwehr genauso stabil wie die Formation zuvor. Torhüter Dominik Dewein hat nach Krankheitspause am Donnerstag das Training wieder aufgenommen, sein Vertreter Felix Unger hielt in Aubstadt aber auch hinten die Null. Nur sieben Gegentreffer in 12 Spielen sind Defensiv-Bestwert in der Liga.
Beim Gegner VfB Eichstätt lief es zu Saisonbeginn nicht rund und nach nur zwei Spieltagen mit zwei Niederlagen (0:3 gegen Illertissen und 1:5 gegen Buchbach) gab es eine Kurskorrektur. Der VfB trennte sich vom gerade erst gestarteten Trainer Steffen Israel und erklärte das Experiment mit einem hauptamtlichen Übungsleiter für beendet. Mit Matthias Mattes übernahm ein Urgestein und früherer Erfolgstrainer wieder den Job. Unter Mattes gelang 2017 der Regionalliga-Aufstieg und 2019 hinter dem FC Bayern München II die Vize-Meisterschaft.
Mit dem Rückkehrer fand Eichstätt rasch in die Spur zurück und konnte aus den letzten zehn Spielen mit sechs Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage mit 21 geholten Punkten ganz nach oben durchstoßen. Zuletzt wurde der Löwen-Bezwinger Wacker Burghausen mit 1:0 geschlagen.Damit ist der VfB weiter voll auf Kurs. Doch wohin soll die weitere Reise gehen? „Wir wollen weiterhin möglichst frühzeitig viele Punkte sammeln und dabei die Ziele von vor sechs Wochen nicht aus den Augen verlieren“, erklärt Mattes. Der erfahrene 51-Jährige weiß auch, wie schnell es in der Regionalliga gehen kann.
Bislang standen sich der FC Memmingen und der VFB Eichstätt in 12 Pflichtspielen gegenüber, wobei die Bilanz mit sieben Siegen, zwei Unentschieden bei drei Niederlagen für die Oberbayern spricht. In besonderer Erinnerung sind beim Anhang beider Lager die die Relegationsspiele im Mai 2023, wo sich der FC Memmingen als Bayernliga–Zweiter gegen den damaligen Regionalligisten nach einer 1:2 Niederlage im ersten Spiel durch einen 4:1–Erfolg in Eichstätt den Wiederaufstieg in die Regionalliga sichern konnte. In der vergangenen Saison hat der FCM zuhause mit 0:1 verloren und das Rückspiel in Eichstätt mit 2:1 gewonnen.
Rund ums Spiel: Im Zuge der FCM-Vereinseinladungen ist dieses Mal die Fußballabteilung des TSV Ottobeuren zu Gast. Die Einlaufkinder stellt der Kindergarten Steinheim. Spielball-Sponsor ist Volkan Örgen vom Restaurant La’Mar im e-con ArenaPark. Eintrittskarten sind online im Vorverkauf günstiger als an den Tageskassen, die wie die Arena um 13 Uhr öffnen. Einlass für VIP-Gäste ist bereits ab 12.30 Uhr.
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STADIONZEITUNG „ARENA AKTUELL“

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Fotos (C) Hannah Brenner, Siegfried Rebhan, Olaf Schulze