Dauersprinter Fabian Lutz im erlauchten „Club der 200er“

Fabian Lutz hat zuletzt gegen die SpVgg Unterhaching (0:0) die 200 Spiele in der ersten Mannschaft des FC Memmingen vollgemacht. Dazu kommen noch einige Einsätze im Pokal, anfangs der Aktivenzeit in der „Zweiten“ und natürlich in der FCM-Jugend, aus der der mittlerweile 30-jährige hervorgegangen ist. In den erlauchten 200er-Club haben es in den vergangen 50 Jahren gerade einmal zwei Dutzend Namen beim Fußball-Club geschafft. „Ich hoffe, dass noch viele Spiele dazukommen. Ich habe mit Verletzungen Glück und in jeder Saison mindestens 30 Spiele gehabt“, sagt Lutz. Ein weiteres Regionalliga-Spiel kommt am Samstag (14 Uhr) beim TSV Schwaben Augsburg hinzu, wo die Memminger als Tabellenzweiter antreten. Die Spitzenplatzierung bezeichnet Lutz als „Momentaufnahme, was aber auch gerne bis zum Saisonende so bleiben dürfte“.

Das spielerische Potenzial des Teams hat in den vergangenen Wochen und Monaten sichtlich fortentwickelt. Das soll auch im Augsburger Rosenaustadion unter Beweis gestellt werden. Durch das schnelle Umschaltspiel wird Lutz mit langen Pässen immer wieder auf die Reise geschickt, was die Statistik gegen Haching mit dem Topwert von 62 Sprints belegt. Und das als ältester Spieler im Kader. „Das Alter ist nur eine Zahl“, meint der 1,81 Meter große Schlaks, „von der Fitness her bin ich auf jeden Fall noch top dabei“. Fitness ist auch sein Beruf. Als Sportwissenschaftler ist er zwar auch viel auf den Beinen, macht Leistungsdiagnostik, lässt aber hier „eher„die anderen laufen“.

Die Gründe, warum es beim FC Memmingen derzeit so gut läuft, macht Lutz an einige Punkten fest: Zusammenhalt, Kameradschaft, die Breite des Kaders und die spielerische Entwicklung. Mit den Sommer-Neuzugängen kam weitere Qualität dazu. Positiv hat ihn überrascht, dass sich die vier Neuen aus Illertissen so gut eingefügt haben. „Mit Illertissen ist es ja so eine Sache …“ fügt Lutz lachend hinzu. Aber menschlich ist das vom Rivalen gekommene Quartett top und Max Zeller einer, „der es spielerisch hinten raus gut lösen kann“.

Wohin der weitere Weg der Mannschaft führt, ist in der heuer anscheinend sehr ausgeglichenen Regionalliga schwer einzuschätzen. Ein Platz im oberen Tabellendrittel ist das Ziel von Lutz. Aber vor allem will er weiter Spaß haben: „Manche spielen fürs Geld, für Punkteprämien, wir wollen jedes Spiel gewinnen, ob wir was kriegen oder nicht, das zeichnet uns als Mannschaft aus“. Wobei er gleich klärend hinterherschiebt: Sieg- oder Punkteprämien gibt es beim FC Memmingen ohnehin nicht.

Zur Person:

Fabian Lutz, geboren am 11. März 1996, spielt seit der Jugend für den FC Memmingen – unterbrochen durch zwei Abstecher zum TSV Landsberg (2021/22) und 1. FC Sonthofen (2023/24) sowie einem 2020 Corona-bedingt abgebrochenen Studienaufenthalt in den USA, wo er für die New Hampshire Wildcats (Uni Durham) in der höchsten College-Liga am Ball war.

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Fotos (C) Hannah Brenner, Olaf Schulze

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